Italien: Arbeitslosigkeit zieht wieder an

Seit einigen Monaten zieht die Arbeitslosigkeit in Italien wieder an. Eine wirtschaftliche Erholung sieht anders aus.

Von Marco Maier

Während andere Staaten der EU-Südperipherie – wie z.B. Portugal und Spanien – zumindest langsam wieder in den grünen Bereich zu kommen scheinen, kommt Italien einfach nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Inzwischen erreichte die offizielle Arbeitslosenrate in dem Land wieder die Marke von 11,9 Prozent – der höchste Wert seit Juni 2015.

Bedenkt man, dass bei den Arbeitslosigkeitsstatistiken ohnehin massiv beschönigt und gefälscht wird (klassische Fake News also), kann man davon ausgehen, dass sich der Wert in Wirklichkeit wohl so zwischen 15 und 20 Prozent bewegt. Das zeigt sich ja auch schon im Unterschied zwischen der Arbeitslosenquote nach EU-Kriterien und nach nationaler Berechnungsmethode in Österreich, wo die nationale Methode normalerweise in etwas das Doppelte dessen ausmacht, was die EU berechnet.

Auch bei der sogenannten Jugendarbeitslosigkeit (also bei jener von Menschen unter 25 Jahren) sieht es in Italien nicht gut aus. Lag sie in den letzten Monaten stets bei 37,5 bis 38 Prozent, so erreichte sie nun die Marke von 39,4 Prozent – Rang 2 hinter Spanien (44,4 Prozent). Alleine von Oktober auf November 2016 stieg hier die Zahl von 585.000 um 42.000 auf 627.000 Personen.

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Dies zeigt wieder einmal, wie sehr das Gerede von "wirtschaftlicher Erholung" und "Erfolg bei der Bekämpfung der Rezession" so etwas von unwirklich erscheint – denn in der Bevölkerung kommt dies nicht an. Es ist nicht wirklich davon auszugehen, dass sich dies in den nächsten Monaten noch irgendwie deutlich zum Besseren ändert. Andererseits muss man sich fragen, warum denn Millionen von Zuwanderern für die Wirtschaft nötig sein sollten, wenn man in der EU noch nicht einmal in der Lage ist, den jetzt schon dort lebenden Menschen genügend Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

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7 Kommentare

  1. Das ist natürlich eine interessante Frage. Wozu brauchen wir die Zuwanderung, wenn so viele keinen Job haben. Und 45% Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ist nun wirklich eine Hausnummer. Man könnte ja auf die verwegene Idee kommen, einem Jugendlichen aus Spanien einen Arbeitsplatz in Deutschland anzubieten, anstatt einem Facharbeiter aus den Tiefen des schwarzen Kontinents. Sicherlich müsste er als Spanier Deutsch lernen. Aber wenigstens kann man sicher sein, dass er aus einem zivilisierten Land stammt und vor allem kein Moselm ist. Das eine könnte gut funktionieren, das andere nicht in 1000 Jahren.

    1. Recht hast Du! – Ob Spanier, Portugiesen, Franzosen, Holländer, Belgier, Polen, Ungarn, Slowaken, Tschechen, Bulgaren, Slowaken……….Sie sind alle willkommen! – Nur um Himmelsgottswillen keine Muslime!!!!!

  2. Das sind Zahlen bei der Jugendarbeitslossigkeit, die sollten vor Scham im Boden versinken. Der eigenen Jugend keine Lebens Perspektive bieten und gegen die Russen einen Wirtschaftskrieg vom Zaunbrechen.

    Keine Europa Politik, transatlantische Politik von und für die Konzerne und Spekulanten in Übersee.

  3. Das kann doch gar nicht sein. Gerade erst hat Frau Emma Bonino, ehemalige Außenministerin von Italien gesagt, daß Italien ohne den Zustrom von hunderttausenden Bimbos aufhören würde zu funktionieren.

    Italien bräuchte jedes Jahr 160.000 Migranten allein um das Gleichgewicht zwischen Rentnern und Arbeitern zu halten.

    Aber die bräuchte ich doch nur wenn man keine eigenen Arbeitskräfte hätte?

    1. Das jetzige system denkt eben so. Es ist ein fehler des geldsystems, darum. Für die händler und konzerne rechnet es sich ganz einfach, mehr menschen, mehr kunden, mehr profit.

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