Indien: Modis Bargeld-Aktion schadet der Wirtschaft

Der Einzug der alten Banknoten und die schleppend vorangehende Auslieferung der neuen Scheine sorgen dafür, dass die indische Wirtschaft massiven Schaden nimmt.

Von Marco Maier

Die nach wie vor stark auf Bargeld basierende indische Wirtschaft erlitt durch den überraschenden Einzug der 500- und 1.000-Rupien-Noten (die durch neue 500er und 2.000er ersetzt werden) einen großen Schaden. Denn viele Millionen Menschen im bevölkerungsmäßig zweitgrößten Land der Welt verloren dadurch ihre wirtschaftliche Grundlage.

Weil insbesondere der informelle Sektor, aber auch viele Unternehmen größere Bargeldbestände horten, diese jedoch nur schwerlich auf die Banken einzahlen können, weil es ihnen oftmals an Belegen für die Herkunft so großer Summen mangelt, sind viele dieser Unternehmen (auch das Mini-Business vieler Inder) inzwischen zahlungsunfähig. Dies zieht jedoch auch weitere Kreise, da neben den Bauern auch Händler, die Besitzer kleiner Läden und die unzähligen Tagelöhner davon betroffen sind. Gegenüber "Business Insider" sagte einer der Tagelöhner: "Die ersten beiden Monate waren so schlecht für uns, wir hatten nicht einmal genug Geld um Essen zu kaufen".

Inzwischen zieht auch die Inflation an, da viele Produzenten und Händler versuchen, ihre monetären Verluste durch die Maßnahme der indischen Regierung irgendwie wieder auszugleichen. Auch das zusammenbrechende Angebot an diversen Waren trägt dazu bei. Ministerpräsident Modi hat sich und seinem Land mit dieser Nacht-und-Nebel-Aktion jedoch deutlich geschadet.

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5 Kommentare

  1. Ministerpräsident Modi ist ein selten dummer Mann. Er hätte sich dieses Resultat ja an fünf Fingern ausrechnen können. Da bleibt die Frage, für welche Mächte arbeitet dieser Herr eigentlich? Und wem sollte diese Aktion definitiv nützen? Offensichtlich nicht dem Volk, noch der indischen Wirtschaft, geschweige denn der indischen Regierung, denn die hat nun mit dieser Bargeld-Verschwinde-Aktion die Wut und den Hass der Bevölkerung auf sich gezogen. Auch dieser Modi scheint ein Stallknecht der USrael-Oberclique zu sein, sonst hätte er das nie gemacht.

    1. Richtig. Wahrscheinlich wird Indien das nächste Land, in dem die "USA" eine weitere "Demokratie" einführen wollen ala Syrien, Libyen etc.

  2. Indien gilt mittlerweile als das Vorzeigemodell für die weltweite Bargeldabschaffung!

    Doch wie kam es dazu?

    Im Jahre 2005 wurde der Hindu Nationalist Modi (da war er noch Ministerpräsident von Gujarat) mit einem Einreiseverbot in die USA sanktioniert. Bereits damals wusste man auf Seiten der selbsternannten „Weltenherrscher“ bescheid welche Gefahr von diesem Mann ausging! Deshalb hatten die Machtjuden in Washington Ihm mit einem Einreiseverbot in die USA belegt!

    Als Grund für das Einreiseverbot wurde seine Beteiligung an einer Vergeltungsaktion gegen Moslems angegeben.

    Der wahre Grund war aber klarer Weise ein anderer!

    Modi regierte vorher bereits den indischen Bundesstaat Gujarat mit einer Art nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik und schaffte damit einen in Indien bislang ungekannten Wohlstand, ein Wirtschaftswunder.

    Dessen Hindu-Nationalisten haben dann im Mai 2014 mit der Bharatiya Janata Partei (BJP) die weltweit größten, jemals abgehaltenen Wahlen gewonnen – und zwar mit absoluter Mehrheit.

    Das ließ natürlich bei vielen Gruppen in Washington, der City of London die Alarmsirenen aufheulen!

    Nun kann man Indien mit seinen 1,2 Milliarden Menschen, das die Leistungskraft durch Nichtvermischung in den Vordergrund stellt, sich aber um die unteren Schichten fürsorglich kümmert, heute nicht mehr einfach links liegen lassen. Indien ist ein gewaltiger Machtfaktor geworden.

    Und so wurde also aus einem Einreiseverbot in die USA plötzlich eine „herzliche“ Einladung. Obama war der erste Staatschef der Welt, der im Auftrag der aufgeschreckten Machtjuden Narendra Modi nach Washington einladen musste: „Ende der Ächtung. Obama lädt Modi nach Washington ein.

    Und so kam es wie es kommen musste!!!

    Auf diesem Wege durch das Weiße Haus hat man es scheinbar geschafft Ihn umzudrehen, oder zu verzaubern, oder wie auch immer! Auf Jeden Fall ist Er nun der Komplize von Master Card, Visa , dem IWF und anderen Rotschild Branches und verrät dadurch eine gesamte Nation!

    Auch diese Schlagzeile verwundert in Anbetracht um Trumps engste Verbindungen zur Judenlobby in Washington dann überhaupt nicht mehr!

    +++ Indiens Präsident bedankt sich bei Wahlsieger +++ Indiens Premierminister Narendra Modi hat sich in einer Botschaft beim künftigen US-Präsidenten Donald Trump für dessen Botschaften während des Wahlkampfes bedankt. „Wir wissen die Freundschaft gegenüber Indien zu schätzen, die Sie während Ihrer Kampagne zum Ausdruck gebracht haben“, so Modi. „Wir freuen uns, eng mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um die bilaterale Verbindung zwischen den USA und Indien zu neuen Höhen zu führen.“ Während einer Veranstaltung vor US-indischen Wählern im Oktober hatte Trump Modi gelobt und versprochen, dass Indien und die USA mit ihm als Präsident „beste Freunde“ werden würden.

     

  3. In einem Land mit ca. 80 Mio Wanderarbeitern, die als Tagelöhner arbeiten und in weiten Teilen keine dauerhaft stabile Stromversorgung mal eben das Bargeld weitestgehend abzuschaffen ist schon eine wirklich bemerkenswert verantwortungslose Tat.

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