Großdemonstration gegen Brexit für März in London geplant

Am 25. März soll sie in London stattfinden: Eine Großdemonstration gegen den Brexit, die von der Gruppe „Unite for Europe“ geplant wurde.

Von Edgar Schülter

Laut „The Guardian“ planen die Organisatoren einen Marsch mit einer erwarteten Anteilnahme von zirka 750.000 Demonstranten bis zum Parlament. Diese Protestmaßnahme findet am letzten Wochenende vor den Termin statt, den Theresa May festgelegt hat, um den Artikel 50 aus dem Lissabon-Vertrag zu aktivieren. „Wir sind nicht überzeugt, dass diese Demonstration den Artikel 50 stoppen wird, jedoch ist es unser Recht gegen den Brexit zu demonstrieren und zu zeigen, dass nicht alle Engländer mit dieser Entscheidung glücklich sind“, sagt einer der Organisatoren gegenüber der Zeitung.

Hierzu sollte mal sich erinnern, dass der Brexit ein knappes Wahlergebnis von 51 Prozent hatte und dass viele Wähler später zugaben, nur aus Protest für den Brexit gestimmt zu haben. Viele waren mit den Politikern unzufrieden und wollten eine Änderung sehen, aber nicht unbedingt gleich den EU-Austritt. Das traf vor allen Dingen junge Wähler und hauptsächlich die Bewohner größerer Städte, wie zum Beispiel London.

Ich denke, Theresa May macht einen großen Fehler, nicht die tatsächliche Mehrheit ihrer Bevölkerung zu hören. Die Geschichte zeigt jedoch immer wieder, dass die wirkliche Macht vom Volk ausgeht und nicht von den Politikern. Wäre es nicht so, gäbe es heute sehr wahrscheinlich immer noch die DDR und die Sowjetunion, und es gäbe sehr wahrscheinlich immer noch die Apartheid in Südafrika.

Auch die Wahl von Donald Trump ist ein wenig umstritten, man könnte sogar behaupten er habe nicht aus einer wirklichen repräsentativen Mehrheit gewonnen, aber durch ein Problem im amerikanischem Wahlsystem selbst. Solche, meiner Meinung nach nicht legitimen Entmachtungen des wirklichen Volksdenkens, führen eben auf kurz oder lang zu diesen „Revolutionen“, wie wir sie der DDR und in der Sowjetunion gesehen haben.

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Wir werden es erleben, in den Demonstrationen gegen den Brexit und wir werden es bald in den USA sehen, wo Donald Trump bereits jetzt gefährliche Wege einschlägt. Schon jetzt gibt es heftige Demonstrationen gegen seine Politik, wo tausende Menschen ungeplant selbst in der kalten Nacht protestieren. Die Welt ist eben kompliziert und Populisten machen diese mit ihren „einfachen Antworten“ nicht sicherer. Im Weißen Haus zu regieren ist eben keine „Reality-Show“.

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4 Kommentare

  1. Ich fahr hin. Um dort zu Arbeiten. Und das Geld werd ich nur einem Bedürftigen geben. Mir. Wäre ich nicht bedürftig würd ich mir nämlich die Arbeit sparen. Scheiss was auf Kommunismus.

  2. Sorry Herr Schülter aber soll das Satire sein ?

    Seit wann hören Politiker unserer Zeit auf die Mehrheit des Souveräns ?

    Ach und ihre Anmerkungen zu den "Populisten" und "einfache Antworten" blablabla, ist eher für die Propagandamedien geeignet aber hier bei Contra fehl am Platz, denn damit provozieren sie z.b. meine Antwort : "jeder Politiker ist ein Populist, denn das stellt eine der wichtigsten Grundlagen als Politiker dar"   und "jeder Wahlkampf ist die reinste Form des Populismus"

    Der Duden(21. Auflage) erklärt den Begriff als opportunistische Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht.

    1. Wenn zitieren, dann bitte richtig. Einen Teil weglassen ist … populistisch!

      Populismus:

      1. (Politik) von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen.
      2. literarische Richtung des 20. Jahrhunderts, die bestrebt ist, das Leben des einfachen Volkes in natürlichem realistischem Stil ohne idealisierende Verzerrungen für das einfache Volk zu schildern
      3. WUSSTEN SIE SCHON?

        Dieses Wort stand 1980 erstmals im Rechtschreibduden…… 

      Denke mal der Autor meint die erste Version. Das alle Politiker dämagogisch beispielsweise Verbrechen von Muslimen aufbauschen und so tun als würden alle Deutschen heilige sein und als wären wir arme Opfer einer Invasion von Mördern (Dramatisierung), ist wohl übertrieben. Viele oder gar die meisten Politiker hingegen schon. 

  3. "Ich denke, Theresa May macht einen großen Fehler, nicht die tatsächliche Mehrheit ihrer Bevölkerung zu hören " – was soll dieser Satz bzw. der ganze Text.

    51% waren für den Brexit und nur weil ein paar (wahrscheinlich von Soros et al. bezahlte Hampel) die Straßen unsicher machen, kann man keine Wahlergebnisse annullieren. Man denke an den berühmten Maidan in Kiew (mit unserem Oberrevoluzzer und Vertragsbrecher steinmeyer in vorderster Front) und betrachte das traurige Ergebnis für die Bevölkerung der UA seit diesem Zeitpunkt.

     

    In letzter Zeit wundere ich mich doch des öfteren über die Texte auf contra-magazin, sei es jetzt der obige oder die von watergate.tv.

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