Fukushima und die Roboter der nuklearen Hölle

Noch immer müssen Roboter Forschungsarbeit im Inneren des Reaktors leisten. Hohe Strahlungen sind vorhanden, ein Betreten für Säuberungsaktionen ist weiterhin unmöglich.

Von Edgar Schülter

Der Roboter hat eine Strahlung von zehn Sievert pro Stunde gemessen. Ein Mensch würde bei einer solchen Strahlung innerhalb einer Stunde sterben. Die Temperatur lag den Angaben zufolge zwischen 17,8 und 20,2 Grad Celsius. Der Reaktor ist einer von dreien, in denen es zu Kernschmelzen gekommen war. Dank der bislang gewonnenen Daten wollen die Forscher weitere Roboter noch tiefer ins Innere des Reaktors manövrieren, denn die Experten benötigen Daten aus dem Innern der Reaktoren, um den Rückbau des zerstörten Atommeilers planen zu können. Das Atomunglück verseuchte weite Gebiete im Umkreis und zwang die Behörden zur Umsiedlung von zehntausenden Menschen. Bis heute können viele in ihre Häuser nicht zurückkehren. Die Aufräumarbeiten in Fukushima dauern an. Wann das AKW komplett abgebaut werden kann, ist immer noch unklar.

Neues Erdbeben zum Glück glimpflich gelaufen.

Ein erneut schweres Erdbeben in der japanischen Katastrophenregion Fukushima ist noch einmal gut ausgegangen. Tausende Menschen brachten sich in Sicherheit, als die Behörden eine Tsunami-Warnung ausgaben. Das Beben der Stärke 7,4 traf dieselbe Region, die 2011 von einem deutlich schwereren Beben und einem gewaltigen Tsunami verwüstet worden war. Diesmal erreichten die Flutwellen lediglich eine Höhe von stellenweise über einem Meter. Zum Glück blieben zusätzliche Schäden am schon zerstörten Reaktor aus.

Das Gebiet ist eine Sperrzone, fotografieren ausdrücklich verboten!

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Das Gebiet wird für viele Jahrhunderte unbewohnbar bleiben, wahrscheinlich sogar noch länger. Rund um Fukushima existiert eine Sperrzone das Fotografieren wird mit hohen Geldbußen und Inhaftierung bestraft. Zu groß ist die Angst, die traurige Realität gegenüber der Öffentlichkeit preiszugeben. Fotografen die es trotzdem geschafft haben, zeigen Bilder von dem, welche einer Geisterstadt ähneln. Der Supermarkt ist vollgestopft mit Waren, die Wäsche liegt noch in der Waschmaschine, aber kein Mensch ist da, um sie abzuholen oder etwas zu kaufen.

Es wird immer wieder betont wie sicher Kernkraftwerke sind, werden Sie jedoch mal unsicher sind die Folgeschäden so groß, dass diese Form der Energiegewinnung sich einfach für die Menschheit nicht mehr lohnt. 

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8 Kommentare

  1. Warum denn in die Ferne schweifen?

    Laut Kölner Stadtanzeiger Nr. 304 vom 30.12.2016 sind noch Jodtabletten vorrätig?

    So fragt man sich, ob diese 'EU' überhaupt noch zu retten ist? So weiß man, daß sich besonders in dem belgischen Tihange, welches sich in einem baulich maroden Zustand befindet und schwerlich, auf grund der Haarrisse im Reaktorgebäude kaum einen Zwischenfall, geschweige denn einen GAU, wie in Japan, überstehen wird, und hier spricht man von Jodtabletten, mit dem Wissen im Hintergrund, daß man die Gesundheit und das Leben von unzähligen Menschen fahrlässig aufs Spiel setzt. Von 'Bewährungsproben' haben wir nach dem Berliner Terrorakt inzwischen genug, so daß wir gerne auf einen Zwischenfall in dem belgischen AKW'S Tihange und Doel verzichten können. Der beste grenz-überschreitende Katastrophenschutz dürfte die sofortige Abschaltung dieser unbe- rechenbaren gewordenen Zeitbomben sein, zu der aber diese 'EU' in Brüssel nicht in der Lage ist, so daß man sich fragt zu was diese Eurokraten, bestehend in der Führungsspitze gehaltsmäßig aus 1.800 Bundespräsidenten und 4.600 Bundeskanzlerinnen überhaupt nütze sind, bzw. denen noch nicht zum Bewußtsein gekommen ist, daß sie ihre Funktion, nach einer Verstrahlung in Belgien, unfreiwillig aufgeben dürfen.

  2. Die richtigen Kernkraftwerke sind sicher

    Der von und in Deutschland entwickelte "Kugelhaufenreaktor" stoppt bei jeder Störung die Kernschmelze selbsttätig, da jeweils nur ein paar Gramm Material verarbeitet werden, die ständig, in Graphitkugeln eingebettet, nachgeführt werden mussen.

    Kommt nichts nach, geht er aus.

    Der Prototyp dieses Reaktors war fertig, er stand in Hamm-Uentrop und wurde auf Betreiben der Grünen abgewrackt, ohne dass er jemals am Netz war.

    Südafrika hat das Bauprinzip übernommen, musste das Projekt aber abbrechen, politisch bedingt.

    China forscht derzeit an der gleichen Technologie und will einige hundert dieser Reaktoren bauen.

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