Die kasachische Hauptstadt Astana.

Bislang laufen die Gespräche in Astana aus der Sicht der Troika aus Russland, der Türkei und dem Iran sehr gut. Verständlicherweise lassen die westlichen Medien nichts unversucht, die Friedensgespräche in der kasachischen Hauptstadt schlecht zu reden. Das taten sie bereits vor den Gesprächen, tun es während den Gesprächen – und wahrscheinlich auch danach.

Von Christian Saarländer

Die Gespräche in Astana wurden am 30. Dezember 2016 vereinbart und starteten am 23. Januar in Astana, Contra Magazin berichtete, und brachte auch die syrische Regierung mit der Opposition an einen Tisch. Nachdem immer mehr Waffenstillstandsvereinbarungen innerhalb der syrischen Gruppen geschlossen werden, zeichnet sich eine positive Prognose über den Ausgang der Gespräche ab, die den innersyrischen Konflikt beenden wollen.

Das kann man mitunter auch daran erkennen, dass die einzelnen gegenüberliegenden Konfliktparteien immer häufiger bereit sind einen Waffenstillstand zu vereinbaren. Jeden Tag veröffentlicht das Russische Aussöhnungszentrum der Konfliktparteien in der Syrisch Arabischen Republik einen Bericht, wo es um die Verhandlungen mit militanten Gruppierungen geht, die entweder Waffenstillstandsvereinbarungen unterschrieben haben, diese Verletzt haben oder die ihre Waffen gestreckt haben.

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Alleine die Anzahl von 1.155 Gruppen, die eine Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichnet haben, zeigen, dass in Syrien ein Reformbedarf besteht, beispielsweise eine Verfassungsreform. In Astana wurde ein Reformentwurf von russischer Seite vorgelegt und die westlichen Medien versuchen diesen Entwurf gerade zu mit dem zu vergleichen, was in der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 mit dem Grundgesetz zustande kam. Mit dem Unterschied: Das Grundgesetz, das viele Personen in Deutschland nicht anerkennen, darf komischerweise nicht kritisiert werden.

„Russland hat eine Reihe von Ideen, Vorschlägen angeboten, um zumindest einen Dialog zu beginnen“, sagte Abbas Juma, Journalist und Nahostexperte. „Diese Vorschläge sind nicht von dummen Menschen, sondern von den Spezialisten, die die Probleme des Nahen Ostens und Syrien kennen“, sagte der Experte gegenüber News-Front. Im Gespräch mit dem russischen Auftritt des Senders sagte er Sergei Weselowski, dass es alleine Sache der Syrer ist, diesen Vorschlag zuzustimmen.

Auch Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa betonte, dass der Reformvorschlag lediglich ein Angebot an die syrische Seite ist, dem man nicht 100 Prozent übernehmen soll. Das große Problem, was die Medien haben, ist die Tatsache, dass nur der viel kritisierte NATO-Partner Türkei mit am Verhandlungstisch sitzt – aber nicht die USA, Frankreich oder Großbritannien, die erst am Chaos und am Bürgerkrieg in Syrien schuld sind. Eine Tatsache, die medial breit geleugnet wird und unterdrückt wird, da man das eigene Versagen und die eigenen Verbrechen nicht zugeben will.

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4 KOMMENTARE

  1. ein kleiner fehler hat sich eingeschlichten: das GGfdBRD wird grösstenteils zwar tatsächlich von personen, darf aber nur von (nachgewiesenen) menschen nicht anerkannt werden! 🙂 /besserwissermodus off – danke für den artikel! 

  2. Von den Russen ausgearbeitete "Verfassung" stösst seitens "Assad-Regiem" massiv auf Wiederstand.. es gibt weder "Arabisch noch Moslem od Sekulär" nur noch "Völkerbund"

    Die neuen "Völker-Bunde" sollen durch eigenständige Autonomiegebieten selbstverwaltet werden, unklar bleibt dabei das Ausmaas von Zerstückelung bzw. Balkanisierungsprozess für den jeweiligen "Autonomien-Staaten" und ob die IS/ISIS auch zu einem davon wird..?
    Die IS-Gebiete umfassen neben "Syrien u. Irak" auch "SaudiArabien u. Jordanien" könnte somit zu einem weiteren Brandherd u. Eskalationen führen um unabhängigen "Kalifen-Staat IS" einebnet..

    DonaldTrump unterstützt derweilen "Schutzzonen u. Flugverbotszonen" in Syrien und Irak,,

    Die USA haben letztewoche,, in Jemen mit "Fallschirm-Truppen" ein neues Inferno ausgelösst.. die Saudis bzw. die Wahabiden-Regierung kann den "billig-preis" für den Erdöl nicht länger verkraften den das Land ist auf Öl-Export angewiesen.. wenn die Preise von 165Dollar nun bis auf 25-35Dollar runter-kesseln.. so steckt ein System dahinter.. um den Wahabiden zu stürzen und ein neues "Balkanisiertes Saudiarabien" herbei zu führen..

    So steht Ägypten als nächsten an.. falls "SaudiArabien" zu "Wahabiden-Regierung" umgewandelt wird..?? den es geht um "Inseln" die von SaudiArabien beansprucht wird dem Hoheitsansprüchen von Ägypten untersteht.. Und auch die Sinai bleibt ein Brandherd wie Libanon und Israel/Palästina..

    wer-weis.. es bleibt ein heisses Eisen.. die Bundeswehr ist mitten-drinn in dem Demokratisierungprozess für ein neues "Saudi-RegiemChange"..

  3. @ Wahrheitssager

    Demokratisierungprozess??? Sie träumen! In diesen Nah-Ost-Ländern kennen die Machtgruppen nur Usurpation,  von Demokratie haben die Orientalen – und dazu gehören auch die Juden/Israeli – keinen blassen Dunst, und die interessiert sie auch nicht. Dort gibt es nur das Postulat der Mächtigen: "Herrsche und murkse ab, wenn sich Einer oder Mehrere dagegen stellen". Was anderes lassen DIE nicht gelten. Autoritär patriarchale Macht-Cliquen beherrschen dort in mafioser Manir Politik und Wirtschaft, und dazu passen auch ihre religiösen Islam-Richtungen oder der gewaltorientierte Jahwe-Kult.  

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