Die EZB macht die Eurozone zur Haftungsgemeinschaft

Mit den Anleihenkäufen im Rahmen der Geldpolitik schafft die Europäische Zentralbank massive Ungleichgewichte in der Eurozone.

Von Marco Maier

Der exzessive Ankauf von Staats- und mittlerweile auch Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) soll eigentlich dafür sorgen, dass die Kreditzinsen sinken und die Geldmenge erhöht wird. Dadurch, so die Theorie, soll die Wirtschaft stärker wachsen, indem neue Investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Theorie.

In der Praxis hingegen haben die Maßnahmen der EZB nur zu noch größeren Blasen an den Finanzmärkten geführt, während die strengeren Bankenregeln hinsichtlich der Kreditvergabe dafür sorgten, dass die Unternehmen (auch angesichts der schwachen Konjunktur vielerorts) gar keine Kredite mehr bekommen.

Allerdings dient dieses Programm des "Quantitative Easing" (QE) der EZB vor allem zur Rettung der Eurozone. Denn so kann die Zentralbank unter Umgehung des Europäischen Stabilitätsmechanismus die hohen Zahlungsbilanzdefizite von jenen Ländern finanzieren, deren Staatshaushalte desaströs sind und deren Bankensystem wackelt. Das heißt: Die EZB betreibt derzeit nichts weiter als ein umfassendes Rettungsprogramm von finanziell eigentlich völlig maroden Euro-Staaten.

Das Risiko dafür tragen jedoch vor allem jene Euro-Staaten, die über eine (noch) halbwegs gesunde Wirtschaft und Staatsfinanzen verfügen. Mit dem Rechtsbruch (nämlich der Ignorierung des Verbots der Staatsfinanzierung durch die Notenbanken) schaffen die Euro-Währungshüter nämlich eine Haftungsgemeinschaft innerhalb der Eurozone, für die im Ernstfall eines größeren Zahlungsausfalls eines Mitgliedsstaates alle anderen zusammen haften. Unter Umständen würde dies auch eine Kettenreaktion hervorrufen und dann weitere Wackelkandidaten umwerfen, bis sämtliche Euro-Länder endgültig am Boden liegen. Den Letzten – der dürfte das große Deutschland sein – beißen dann dafür die Hunde.

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22 Kommentare

  1. Das war doch schon seit 2008 beschlossen. Die wollen die EU zerstören, um dann das Bargeld abzuschaffen und die Menschen zu Lohn/Futtersklaven zu machen. Das Reich des Antichristen.

    Wer das immer noch nicht begriffen hat…Pech gehabt.

    Es endet bald. Mit Feuer und Tod. Mir nur recht, wenn der Abfall der Menschheit beseitigt wird. Selbst wenn ich es selber nicht schaffen sollte. Ich freu mich jedenfalls für Die Menschen, welche die glückliche Zeit auch "erleben" dürfen. Deshalb haber ich für diesen Gold und Säckelmann samt seiner Merkel und Obama Satanisten nur noch ein Grinsen übrig.

    1. … und ich will sie auf keinen Fall !

      @Andreas

      Ich versteh es einfach nicht, wie kann man sich nur so höhnisch über den Untergang aller freuen ?

      Da wird immer gezetert über die angeblich dummen Leute, die das Fiasko "nicht sehen wollen", aber selbst freut man sich diebisch darauf, dass es bald allen so ziemlich Sch…. geht.

      Zu was ist denn dann die ganze Besserwisserei noch nütze ? Nur zum ablästern ?

      "Wer das immer noch nicht begriffen hat … Pech gehabt."

      Jetzt verrat mir mal, was an deinem Pech besser ist, als an dem der anderen und was dich privilegiert macht ? Bist Du besser dran, weil Du was weißt ?

      Ich kapier es einfach nicht, wie man so drauf sein kann. Aber natürlich bist Du hier nicht der Einzige, deshalb erschreckt mich das Phänomen fast noch mehr, als die Umstände !

      1. Schiwago, bist Du auch so ein Deutschenhasser ?

        … schreibt doch gleich: "Deutschland verrecke" !

        ( übrigens schreibt man "nur" ohne "h", das solltest Du als Undummer langsam mal mitgekriegt haben – oder meinst Du Doppeldeutig Dieter Nuhr ? … wenn ja, den find' ich auch zum kotzen ! )

      2. Diese simplen Diskussionen entstehen meines Erachten dadurch  das den Leuten mehr und mehr bewußt wird das sie in einer existenz bedrohenden Falle sitzen . Ja und dann sucht man nach Auswegen und sellt fest das man auf gedeih und verderb von dem System der Falle abhängig ist . Ja , und dann kommt sie die Verzweiflung und die Ängste . Angst lähmt vorallerdingen das Gehirn . Berechtigt sind die Ängste schon , ohne Zweifel !

         

  2. Im Prinzip ist das eine Umverteilung deutscher Wirtschaftsleistung zu den südeuropäischen Pleitestaaten. Man könnte auch sagen "Diebstahl".

    Dabei benutzen Kapitalvertreter wie Schäuble und Junker diese Kredite an die Pleitestaaten dazu, diese Staaten so zu erpressen, dass diese von den Banken für ein Apel und ein Ei aufgekauft werden können.

    Das drastischte Beispiel dafür ist Griechenland. Es bekommt nur Geld von Schäuble, wenn es dafür seine Infrastruktur und seine Erdölvorkommen an die US-Finanzoligarchie verscherbelt und nebenbei ein menschenverachtendes, neoliberales Ausbeutersystem im Land installiert. Ein ganz verbrecherisches Spiel!

    Die Ursache, warum ein solches Betrugsspiel von den Banker überhaupt gespielt werden kann ist die Dummheit der europäischen Völker, neoliberale Regierungen an die Macht zu wählen.

  3. Was die EZB betreibt ist nichts anderes als die strafbare Handlung der Wechselreiterei  im großen Stil, strafbar nach HGB, der Geldbeschaffung ohne wirtschaftlichen Hintergrund.

    Das 'QE' wurde nur herangezogen, da alle anderen von Mario Draghi großsprecherisch verkündeten Bazookamaßnahmen von STEP – EFSF – EIB – TLTRO – EFSM – SMP – OMT – ELA –  TARGET II – ABS – CSPP ect. kläglich gescheitert sind und auch mit einem ESM der europ. Bankenbereich nicht zu retten ist. Die EZB Geldmengen dürften, nach dem Grundsatz, mit dem kleinsten Aufwand den größten Gewinn zu erzielen, von den begünstigten Banken hauptsächlich zu Spekulationszwecken eingesetzt worden sein, womit diese Branche am Ende mit dem finalen EZB Programm NTBTJ ( not too big to jail) von der EZB als Pleitegroßgläubiger beglückt werden. Wobei in einem Sammelklageprozeß, von seiten der Steuerzahler, als den letzten beißen die Hunde, die EZB die überfällige Währungsreform des gescheiterten EUROsions-Systems einleiten muß, womit der Kreis von der ehemaligen Währungsunion – Haftungsunion – Transferunion zur Pleiteunion ge- schlossen wäre.

     

     

     

  4. Naja, die Geldpolitik musste unter diesen Umständen zwangsläufig scheitern – hätte man aber durchaus am Beispiel Japans lernen können. Die Programme der EZB haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Kreditvergabe, d.h. Giral-Geldschöpfung für die Realwirtschaft durch die Banken. Dazu würde es ja einer Nachfrage bedürfen, die Investitionen auch rechtfertigt. Da aber die Massenkaufkraft massiv durch Lohnsenkungen bzw. Lohnmoderation, Kürzungen bei Sozialausgaben sowie staatlichen Investitionen (Austeritätspolitik), abgeschmolzen wurde (jedenfalls bei den unteren 50% der Einkommensbezieher), gibt es keinen Grund für Unternehmen bei bereits unterausgelasteten Kapazitäten zu investieren. In der Südschiene schon mal gar nicht!
    Die neoliberale Ideologie, die nichts weiter ist als die organisierte Umverteilung von arm zu reich, von der Arbeit zum Kapital, ist die Ursache der ganzen Misere. Wenn die Löhne nicht merklich steigen und es keine staatlichen Investitionen gibt (wg. Schwarze Null), kann Draghi machen was er will, es werden bestenfalls die Vermögenspreise aufgeblasen. Die Eurozone ist m.E. nicht mehr zu retten, die Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen sind schon viel zu groß und eine Änderung der Politik nirgends in Sicht! Tja, es gab da mal ein Inflationsziel von 2% – nur leider hat sich niemand außer Frankreich daran gehalten. Das ist dann eben leider zu wenig. Und der größte Übeltäter ist Deutschland, welches dieses Ziel immer unterlaufen hat und dadurch enorme Kostenvorteile erlangt hat. So war das nicht abgesprochen. Aber jetzt ist es sowieso egal: In Frankreich, den Niederlanden und Italien stehen Wahlen an: "Isch over" (die Schwarze Null und Bundesfinanzminister W. Schäuble).
    LG

    1. Es geht ja auch gar nicht ums Gelingen dieser Geldpolitik, sondern ums allmähliche Ausrauben der Staaten und um zum Schluss eine bargeldlose Wirtschaft einzuführen, die unzählige Menschen die Existenz zerstört. Das passt in die Entvölkerungsplände der USrael-Oberclique. Auch diese bargeldlose Wirtschaft wird keinen Bestand haben und vor allem viel Armut und Elend kreieren, das weiss jeder ökonomisch denkende Mensch, dazu braucht es kein Ökonomie-Studium. Regierungskreise, die das mitmachen, arbeiten in voller Brutalität gegen ihre eigene Bevölkerung. Existenzberechtigung haben letztlich nur noch Leute mit viel Kohle auf dem Konto. Hier ist es wieder, das Auserwähltenprinzip. Und von wo das alles gesteuert ist, kann man aus folgendem Artikel sehen. Die Verbrecher sitzen an wichtigen Schalthebeln unter uns:

      "Die Partnerschaft zur Vorbereitung der (vorübergehenden) Bargeldabschaffung in Indien fällt weitgehend zusammen mit der Amtszeit des letzten Präsidenten der indischen Notenbank, Raghuram Rajan von September 2013 bis September 2016. Rajan (53) war vorher und ist jetzt wieder Ökonomieprofessor an der Universität Chicago. Er war von 2003 bis 2006 Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. (Das hat er gemeinsam mit Ken Rogoff, einem anderen profilierten Kämpfer für die Bargeldabschaffung.) Er ist Mitglied der in Washington angesiedelten Group of Thirty, einer sehr fragwürdigen Organisation, in der sich Vertreter großer privater Finanzinstitute hinter verschlossenen Türen mit dem Spitzenpersonal der wichtigsten Notenbanken abstimmen. Meine schon länger gehegte und formulierte Vermutung, dass die Group of Thirty eine zentrale Steuerungsinstanz des weltweiten Krieges gegen das Bargeld ist, bestätigt sich immer mehr. Die Mitgliedschaft in der illustren Gruppe hat Rajan gemein mit anderen zentralen Figuren der Anti-Bargeld-Kampagne, darunter Rogoff, Larry Summers und Mario Draghi."

      1. Hi Elisa, wer da die Strippen zieht, ist ja bekannt (s. Norbert Häring). Das Problem mit der Bargeldabschaffung ist m.E. kein ökonomisches sondern ein disziplinierendes. Jedem der nicht spurt, aufbegehrt, sich wehrt, kann man das Konto einfrieren, sperren. Edelmetalle werden eingezogen und der Besitz strafbar gemacht. Man kann also nicht ausweichen. Das ist, zusammen mit dem Chip unter der Haut, die absolute Kontrolle über die Menschen, die absolute Diktatur der herrschenden Klasse über die Menschheit. LG

  5. Einebnung und Egalisierung bedeutet in der Natur (im Kosmos) den Verlust der Funktionalität! Egalite  tritt nur mit dem Tod ein. Auch soziologische Entwicklungen sind  von  grundlegenden Naturgesetzen nicht ausgenommen. Die Gleichmacher sind daher die Totengräber der Gesellschaft.

  6. Das ist für den Vatikan ein wunderbares Programm, was der Draghi abzieht. Sie schaffen Geld aus dem Nichts, verschulden den Staat. Vorsorglich hat der Vatikan aus lebenden Menschen Personen durch die Geburtsregistrierung gemacht und die Personen gehören dem Staat. Die Person hat kein Eigentum nur Besitz und für den Besitz muss sie Steuern bezahlen. Das Ziel ist die totale Kontrolle, die geht aber nur, wenn die Person keinen Grundbesitz hat, weil wer eigenen Acker oder grösseren Grund hat, der kann sich etwas anpflanzen und selbst versorgen, das ist nicht gewollt.

    Darum und nur darum verschuldet man den Staat und die Personen haften. Nun kommt der nächste Trick, um den Staat zu entschulden, was ja jedes Schaf versteht, macht man gesetzlich einen Lastenausgleich, eine Zwangshypothek, dann bekommt man auf den Acker eine Hypothek, man schafft Arbeitslosigkeit und Armut damit man die Hypothek nicht mehr bezahlen kann und dann kommt die Bank, die von Jesuiten oder der Räuberbande der Jesuiten, die Freimaurer, die die Banken und Sparkassen kontrollieren und dann ist der Acker, die Eigentumswohnung oder das Haus weg.

    Dann hat man mit dem Monopolygeld Besitz geschaffen.

    Das ist ein genialer Plan und das Schöne ist, alles sieht legal aus? Wir können sicher sein, dass dieser Plan funktioniert. Man wird biologische Waffen gegen die Bevölkerung einsetzen und die Menschheit auf ein Minimum reduzieren (C.F. Weizsäcker). Die reduzierten werden ihren Grundbesitz auf diese Weise an die Satanisten in Rom abtreten. Da sind sie vereint zusammen: Jesuiten, 33. Grad Freimaurer (schottische Rite), Club of Rom und Ritter von Malta.

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