Die Präsidenten Putin und Trump.

Die ungerechtfertigten Sanktionen gegen Russland haben auch eine Schutzfunktion vor dem Ausverkauf des Landes an den Westen. Doch bleiben können sie auch nicht.

Paul Craig Roberts / Antikrieg

Tweets auf sozialen Medien sagen, dass Trump dabei ist, die Sanktionen aufzuheben, die vom Obamaregime gegen Russland verhängt worden sind. Als Showman wird Trump diese Ankündigung selbst machen wollen und sie nicht von jemandem verkünden lassen, der nicht zu seiner Administration gehört. Nichtsdestotrotz sind die Tweets auf den sozialen Medien gute Tipps.

Es gibt Berichte, dass Trump und Putin morgen miteinander sprechen werden. Das Gespräch wird um das Thema Sanktionen nicht herumkommen.

In seiner ersten Woche ist Trump zügig mit seiner Agenda vorgegangen. Es ist nicht anzunehmen, dass er die Aufhebung der Sanktionen verzögern wird. Darüber hinaus kostet es Trump nichts, sie aufzuheben. Die Sanktionen haben keine Unterstützung seitens der Wirtschaftstreibenden in den Vereinigten Staaten von Amerika und im Westen. Die einzigen, die sie getragen haben, waren die Neokonservativen, die nicht mehr zur Administration Trump dazugehören. Victoria Nuland, Susan Rice, Samantha Power sind gegangen, gemeinsam mit einem großen Teil des Außenministeriums. Trump steht also nichts im Weg.

Präsident Putin hat recht, wenn er sagt, dass die Sanktionen Russland geholfen haben, indem sie Russland dazu drängten, wirtschaftlich unabhängiger zu sein und wirtschaftliche Beziehungen zu Asien zu entwickeln. Eine Aufhebung der Sanktionen könnte Russland in der Tat schaden, wenn sie Russland in den Westen integriert. Die russische Regierung soll zur Kenntnis nehmen, dass das einzige souveräne Land im Westen die Vereinigten Staaten von Amerika sind. Der gesamte Rest sind US-Vasallen. Könnte Russland diesem Schicksal entkommen? Jeder, der in den Westen integriert ist, unterliegt Washingtons Druck.

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Das Problem mit den Sanktionen ist, dass sie eine Beleidigung Russlands sind. Die Sanktionen beruhen auf Lügen, die das Obamaregime aufgetischt hat. Der wirkliche Zweck der Sanktionen hatte mit Wirtschaft nichts zu tun. Sie hatten den Zweck, Russland als gesetzlosen Staat zu blamieren und den Gesetzlosen zu isolieren. Trump kann die Beziehungen zu Russland nicht normalisieren, wenn er diese Beleidigung stehen lässt.

Die Tweets in den sozialen Medien werden wahrscheinlich damit richtig liegen, dass Trump dabei ist, die Sanktionen aufzuheben. Das wird gut sein für die amerikanisch-russischen Beziehungen, aber vielleicht nicht so gut für die russische Wirtschaft und für die russische Souveränität. Die Kapitalisten des Westens würden liebend gerne die russische Wirtschaft tief in die Schulden bringen und Russlands Industrien und Rohstoffe zusammenkaufen. Die Sanktionen boten teilweise einen Schutz gegen fremden Einfluss über die russische Wirtschaft, daher ist die Aufhebung der Sanktionen sowohl die Entfernung eines Schutzschilds, als auch die Beseitigung einer Beleidigung.

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13 KOMMENTARE

  1. Wie bei jedem Vertrag / Abkommen hat jeder Beteiligte auf die Wahrung seiner Interessen zu achten. Gehe nicht davon aus, dass die Russen wertvolle Güter  für'n Apfel und Ei verschleudern. So wie immer: Handel zum gegenseitigen Vorteil, neben dem Westen gibt es noch andere Interessierte. Und verglichen mit fremden  Staatschefs ist der im Kreml wohl des Rechnens kundig und des Verstandes teilhaftig. Unterstelle gleichfalls ein gutes Gedächtnis….

  2. Die amerikanischen Sanktionen sollten nicht nur Russland schädigen, sie sollten auch die europäischen Lände schädigen. Den Schlachtruf "Amarika First" gibt es ja nicht erst seit Trump, sondern eigentlich seit 1900 mit Theodore Roosevelt (auch so ein skurriler Friedensnobelpreisträger) der den Weiterbau des Panama Kanals puschte, und damit u.a. die Welthegemon Ansprüche der USA unwiderbringlich fixieren wollte.

    Auch Trump wird den Gang der Dinge nicht mehr aufhalten können – das US Imperium strebt unaufhaltsam seinem Ende entgegen. Der US Dollar ist doch nur noch ein Fiktion.  

  3. Und die Mainstreammedien haben bis dato das Gegenteil verkündet. Nun stellt sich heraus, daß Europa dadurch indirekt Russland weitergehofen hat u. selbst auf dem Schaden an sich selbst sitzenbleiben wird.

    Geil. Oberaffengeil.

    • Es scheint so als würden die Länder auf der Welt abwechselnd Industriealisiert, deindustrialisiert, bekriegt, wiederaufgebaut. Wenn Soros schon sagt dass die Russen ein gutes Jahrhundert haben werden. Dann ist das zumindest in Erwägung zu ziehen. Ru und China gehören wohl mit zum Spiel. Hat Medwedjew nicht beim G8 oder G20 Gipfel 2008 mögliche zukünfitige Weltwährungsmünze mit dem Spruch "Unity in Diversity" in die Kamera gehalten?!

  4. Putin hat bei Amtsantritt den Ausverkauf der russischen Bodenschätze gestoppt und den Rockefeller-Agenten Chodorkowski ins Gefängnis geworfen.

    Von daher ist anzunehmen, dass Putin auch nach Ende der Sanktionen eine Auge darauf haben wird, dass sein Land nicht aufgekauft wird.

    Interessant ist, dass Rußland trotz Sanktionen gut klar kam. Rußland ist offenbar wirtschaftlich fast autonom geworden, was sicher ein Verdienst Putins ist.

  5. Da wird Frau?  Merkel aber traurig sein und ihr toller Krieg  gegen Russland fällt wahrscheinlich auch noch aus. Es wäre doch so schön gewesen, wenn andere Frauen auch keine Kinder mehr haben. 

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