In einigen US-Städten explodiert die Anzahl der Morde geradezu. Ein Überblick bei den 30 größten Städten zeigt, wo es immer gefährlicher wird. An der Spitze: Baltimore und Detroit. Aber auch sonst zeigen sich dramatische Entwicklungen.

Von Marco Maier

Meldungen der Polizeibüros und der Stadtberichte für die dreißig größten US-Städte, die vom Brennan Center for Justice zu einer Tabelle (siehe Bild unten) verarbeitet wurden, zeigen ein düsteres Bild für die Ballungszentren der Vereinigten Staaten. Auch wenn es für vier von ihnen keine verlässlichen Daten gibt, so zeigen die restlichen 26 Städte teils eine erschütternde Entwicklung. Immerhin liegen die Mordraten in einigen Städten so deutlich über dem Landesdurchschnitt, dass man sich fragen muss, ob man diese Städte nicht schon als "failed cities" bezeichnen sollte.

Besonders tragisch ist der Fall Chicagos. Gab es in der drittgrößten Stadt der Vereinigten Staaten im letzten Jahr noch 478 Mordfälle, so werden es in diesem Jahr (mit Stand 19. Dezember, hochgerechnet) wohl 732 werden – ein Plus von 53,1 Prozent. Da können selbst die beiden größten US-Städte, New York City und Los Angeles, nicht mithalten – nicht einmal zusammen. In NYC sank die Anzahl der Morde von 352 auf 336 (-4,6 Prozent), in LA stieg sie leicht von 282 auf 293 (+3,8 Prozent). Den Spitzenplatz bei der Zunahme der Morde (wenngleich auch von einem niedrigen Niveau aus) nimmt hierbei San Diego ein. Gab es im letzten Jahr in der Stadt noch 37 Mordfälle, so werden es in diesem Jahr 67 sein. Ein Plus von 81,8 Prozent. Auch andere Städte wie Austin (+75,0 Prozent) oder San Jose (+60,0 Prozent) werden da nicht gerade sicherer.

Bei der Mordrate pro 100.000 Einwohner sieht es in einigen Städten desaströs aus. So muss sich Baltimore fragen, ob es ein Erfolg ist, wenn die Mordrate von 55,4 auf 52,1 zurückgeht – ein absoluter Spitzenwert! Zum Vergleich: In New York City liegt diese bei rund 4, in Los Angeles bei knapp über 7. Den zweiten Rang nimmt die Pleitestadt Detroit ein, deren Mordrate von 41,8 auf 44,9 gestiegen ist. Rang drei geht an Memphis (von 20,5 auf 27,4), während Chicago mit einer Mordrate von 26,8 (2015: 17,5) schon stark aufholt. Als sicherste Großstädte in Sachen Mordrate gelten demnach das kühle Seattle (2,4/100.000), New York City (3,9), Austin (4,0) und Austin (4,5), wobei nur NYC und Seattle rückläufige Zahlen aufweisen.

Man kann schon sagen, dass in den USA teils schon Verhältnisse herrschen, wie man sie aus diversen armen Ländern kennt, wo ein Menschenleben nicht viel wert ist. Wobei die Amerikanischen Jungferninseln mit einer Mordrate von 52,6/100.000 (Jahr 2013) da Baltimore schon Konkurrenz macht. Wenn es selbst Costa Rica mit 8,5/100.000 (2012) schafft, recht sicher zu sein muss man sich schon fragen, ob die Amerikaner noch Honduras (90,4, 2012) Konkurrenz machen wollen. Die Philippinen, wo angeblich so böse "Death Squads" ihr Unwesen treiben kamen 2012 auf gerade einmal eine Rate von 8,8 und Russland mit 9,2 ist da auch noch besser dran. Deutschland (0,8, 2011), Österreich (0,9, 2012) und die Schweiz (0,6, 2011) kann man da gar nicht vergleichen. In den Vereinigten Staaten gesamt lag die Mordrate im Jahr 2012 auch bei "nur" 4,7, doch angesichts der enormen Zuwächse der letzten Jahre dürfte das heute schon wieder komplett anders aussehen.

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14 KOMMENTARE

  1. Alles ganz normal. Google "us race crime". Und der Youtube – Kanal von "colin flaherty" bringt tägliche News vom typischen Verbrechen dort.

    • Auch nicht anders. Über 98% der Straftaten in DE, bei denen Schußwaffen im Einsatz sind, erfolgen mit illegalen Waffen. Und die haben bekanntermaßen mit den Waffengesetzen nichts zu tun.  

  2. mehr waffen verteilen, dann löst sich das weltgeschwürproblem  amerika von alleine auf. deswegen wollen die gegen die waffenlobby vorgehen,wo komm die denn hin, wenn die sich alle privat umlegen, dann können sie nicht mehr im namen von amerika in andren teilen der welt morden,und haben bald so eine luschentruppe als armee, wie wir.

  3. Hm, was neues ist das nicht ein paar Prozent hin oder her. Die Mordraten der verantwortlichen USA Regierung in aller Welt übersteigen diese Kleinigkeiten um das X-fache Wenn man sein Volk so erzieht und ein leuchtendes Beispiel giebt sollte man sich nicht wundern.

  4. Das Waffenverbot hat eine andere Intention. Damit will die Schattenregierung eher den Einzelnen daran hindern sich wehren zu können; so wie es auch in der Amerikanischen Verfassung steht. Der Bürger hat das Recht sich gegen Tyrranei des Staates zu erheben, auch mit Waffengewalt. Ich will das nicht beurteilen, aber feststellen. In "guten" Zeiten, in einem freien, gutgemeintem System kann man die Waffenfrage noch einmal stellen, evtl. erledigt sich diese dann eh von selbst.

    Alle Mosaiksteine passen zum großen BIld der NWO. Martial Law in US, Hunderte Executive Orders vom Präsidenten an der Verfassung vorbei, FEMA camps, Presstitute Manipulation für die NWO und gegen das freie Volk, gefälschte Statistiken wie z.B. Arbeitslosenquote, etc., Versuch das vermeidliche Demokratische Wahlsystem dann zu kippen, wenn Menschen wie Trump gewählt werden, der anscheinend nicht Teil der üblichen Clique ist (Evtl. einer anderen – auf den Sinn von Parteien und Wahlen möchte ich nicht eingehen), Starke Polarisierung der Menschen – Black gegen White – Gay gegen Hetero, – Genderwahnsinn, Bargeldlimitierung bis hin zum Bargeldverbot (Kontrolle der Schafe durch Ein- und Abschaltung), Militarisierung der Polizei (Polzeistaat), Aufrüstung und Demonisierung anderer freier Staaten, selbstgeschaffener Terrorissmus (dem Schlafschaf Angst einjagen und gefügig machen), etc.. (Huxley und Orwell lassen grüßen)

    Die Mord-Statistik spiegelt hier nur das Resultat eines gewollten Chaos wieder. Das System ist am Ende, das Finanz- und Monetäre System wird schon bald kollabieren und die Welt mit sich reißen. Ein Schuldiger muss her. Chaos muss geschaffen werden. Man benötigt für jede weitere tyrranische Aktion seitens der korrupten, psychopathischen, kriminellen Politdarsteller eine Legimitation um das Volk niederknüppeln zu können und weiter auszurauben.

     

     

  5. Wie im Artikel schon steht ist Detroit pleite und total herabgewirtschaftet.

    Dies dürfte das Resultat der neoliberalen Marktöffnungspolitik der letzten Jahrzehnte sein, bei der die Jobs nach China verlagert wurden.

    Und um neue Jobs zu schaffen waren die Politiker zu inkompetent.

    Das Ergebnis ist jetzt Massenarmut, Perspektivlosigkeit und als Nebenerscheinung Kriminalität.

    Politikversagen – das ist der wesentliche Grund für die dortigen Verhältnisse. Da wurde Politik für die Gewinne der Wallstreet gemacht und nicht für die Bevökerung.

  6. Mir ist gerade so im vorübergehen eingefallen, wenn eine Regierung das Land zu einer Verbrecherhochburg verkommen lässt (was derzeit gerade in Deutschland feststellbar ist), dann vielleicht auch deshalb, weil diese Regierung mit Verbrecherkontakten ihr Geld macht und diese „Geschäftszweig“ noch weiter ausbauen will. Das ist mir nur gerade so eingefallen und ich schrieb es nieder, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Im Umkehrschluss sollte es eigentlich jeder gut situierten Volkswirtschaft möglich sein, das Land gegen Kriminelle von außerhalb (sogenannte Ausländer) abzuschotten. Aber wenn die erstmal da sind, wirds ungemein schwieriger und fast unmöglich, sie jemals wieder los zu werden.

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