Für die Amerikaner gibt es geostrategisch keinen Grund, aus Afghanistan wieder abzuziehen. Ganz im Gegenteil: Es gibt mehr Gründe zu bleiben.

Von Shabbir H. Kazmi / Antikrieg

Vor etwa fünf Jahren begann ich über Geopolitik in Südasien und Mittelost/Nordafrika zu schreiben. Ziel war es, meine Ansichten mit Lesern auf aller Welt zu teilen, besonders den Denkfabriken in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Laufe der Jahre behandelte ich hauptsächlich 1) die Stellvertreterkriege in Afghanistan, Irak und Syrien, 2) die Jahrzehnte anhaltende Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, 3) den Einsatz von Erdöl als Waffe, 4) die melodramatischen Geschichten im Namen von Regierungswechseln, 5) die Schaffung von Phantomen wie Taliban, Al-Kaida und ISIS und 6) die verlogenen Medien des Westens.

Der Titel meines zweiten Artikels in meinem Blog, den ich 2012 verfasste, lautete: „Werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Truppen 2014 aus Afghanistan abziehen?“ Obwohl meine Kenntnisse über internationale Beziehungen oder Geopolitik damals noch bescheiden waren, kam ich doch zu der Schlussfolgerung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika niemals ihre Truppen aus Afghanistan abziehen werden.

Meine Schlussfolgerung beruhte auf der Tatsache, dass eine Präsenz der US-Truppen in Afghanistan einen sicheren Ausgangsort für grenzüberschreitende Aktionen nach Pakistan, Iran, China und in einige der energiereichen zentralasiatischen Länder bietet.

Ich hatte bewusst vermieden, Drogen als einen der Hauptgründe für die Besetzung Afghanistans durch Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika anzuführen, aber ein Leser brachte rasch diesen Punkt zur Sprache. Wenn man die Sache mit kühlem Kopf betrachtet, dann kann das ein entscheidender Grund sein, weil dadurch die Kontrolle über den Drogenhandel und auch über das Geld erreicht wird, das Militanten bezahlt werden muss, damit sie rücksichtslos die Unschuldigen umbringen und die Welt ständig in Angst halten.

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Es darf auch gesagt werden, dass Afghanistan eine Ausbildungsstätte geworden ist für die Schulung von Söldnern und Leuten aus aller Welt, um in den rauen Bergen Afghanistans ausgebildet zu werden. Auch sie werden mit dem Geld bezahlt, das mit dem Anbau von Mohn erwirtschaftet wird.

Geboren und aufgewachsen im kriegsgeplagten Afghanistan sind die Einheimischen „blutdürstig” geworden und leiden unter Ruhelosigkeit. Ironischerweise bringen sie nicht nur ihre eigenen Landsleute um, sondern begeben sich auch in Gegenden, wo von den Supermächten Konflikte geschaffen worden sind, um ihre Lust zu befriedigen.

Nach zwei Weltkriegen haben die Supermächte sich dafür entschieden, Stellvertreterkriege zu führen, Waffen an die Regierungen zu verkaufen, wo Rebellengruppen von ihnen geschaffen worden sind, und das Einkommen aus Drogen und Erdöl für den Kauf von Waffen zu verwenden. Die Aufgabe wird erleichtert durch die Propagierung des Regime-Change-Mantras.

Diese Supermächte sind unter denen, die die UNO finanzieren, die für die Wiederherstellung des Friedens auf der Welt geschaffen worden ist. Wie auch immer, die einzige Rolle des UNsicherheitsrats besteht jetzt darin, die Genehmigung für den Angriff auf ein Land zu erteilen, das für den Stellvertreterkrieg vorgesehen ist. Zwei der schlimmsten Beispiele sind Afghanistan und der Irak. Allzu oft werden Militärdiktatoren zu Staatsoberhäuptern gemacht und oft wird das Theater der vorgetäuschten Demokratie aufgeführt.

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16 thoughts on “US-Truppen sollen wohl für immer in Afghanistan bleiben”

  1. Mag sein, dass ich schlecht informiert bin aber man möge mir ein Land nennen, welches die Amerikaner nach ihrem militärischem "Engagement" wieder verlassen haben. Also mir fällt keines ein.

  2. Klar – typisch Ami! Für den gibt es "geostrategisch" auch keinen Grund, aus Deutschland und Europa zu verduften. Die Amis bringen doch überall Frieden und Freiheit hin, das müssen sie dann bewachen.

  3. Das Problem ist halt wohin mit den Leuten, kommen sie nach Hause werden sie Sozialfälle und solche Leute mag man schon mal gar nicht. In Afghanistan können sie wenigstens die Heroinproduktion sichern an der man ganz gut verdient. Die Nwo platzt  jetzt langsam und es wird immer schwieriger überhaupt irgendwo Geld auf zu treiben. Die Plünderung des ganzen Erdballes geht lansam zu Ende. Aber keine Sorge Merkel wird euch dann Care Pakete schicken.

  4. Es sind nicht "die Amis", die dort bleiben wollen/sollen …

    sondern es sind die Befehle ihrer jüdichen Herrchen, die sie dort festhalten, um in der Region die Bedrohung für den Iran aufrechtzuerhalten.

    ALLE nahöstlichen Kriege sind jüdische Kriege, die die Amis führen müssen und für die sie sterben.

    1. ALLE nahöstlichen Kriege sind jüdische Kriege, die die Amis führen müssen und für die sie sterben.

      ———-

      So ist dat man. Die weißen und schwarzen Goyim Soldaten, denen für die Kriege Israels der Schädel wegeschossen wird, sind eh nix wert. Jüdisches Leben ist eben unendlich viel wertvoller und darf nicht sinnlos geopfert werden.

      Iraq Crisis—Inevitable Consequence of the Jewish Lobby’s Planned Middle East Warmongering

      Jewish Neocons in the Bush Administration

      The IASPS conference study group leader was a Jewish neocon named Richard Perle, who attended as a delegate from the  American Enterprise Institute; while another Jewish neocon named Douglas Feith attended as a representative of Feith and Zell Associates.

      Both these individuals then emerged as key players in the Bush administration: Perle was Chairman of George Bush’s Defense Policy Board Advisory Committee, and Feith became Under Secretary of Defense and the Pentagon’s Policy Advisor.

      They were joined by a long list of similarly Israel-first Jewish neocons in the Bush administration:

      * Paul Wolfowitz, Deputy Defense Secretary and campaign advisor;

      * Robert Satloff, US National Security Council Advisor;

      * Rabbi Dov Zekheim, Under Secretary of Defense and Comptroller;

      * Elliott Abrams, National Security Council Advisor;

      * Marc Grossman, Under Secretary of State for Political Affairs;

      * Richard Haass, Director of Policy Planning at the State Department and Director of National Security Programs;

      * Henry Kissinger, former Secretary of State, a Pentagon advisor who sat on the Pentagon’s Defense Policy Board;

      * James Schlesinger, another Pentagon advisor who also sat on the Pentagon’s Defense Policy Board;

      * Robert Zoellick, the US’s Trade Representative;

      * Mel Sembler, President of the Export-Import Bank of the United States;

      * Israeli citizen Ari Fleischer, official White House spokesman;

      * Joshua Bolten, Bush’s Chief Policy Director;

      * Steve Goldsmith, Senior Advisor to the President and domestic policy advisor;

      * Mark Weinberger, the Assistant Secretary of the Treasury;

      * Samuel Bodman, Deputy Secretary of Commerce;

      * Bonnie Cohen, Under Secretary of State for Management;

      * Ruth Davis, the Director of the Foreign Service Institute;

      * Lincoln Bloomfield, Assistant Secretary of State for Political Military Affairs;

      * Jay Lefkowitz, General Counsel of the Office of Budget and Management;

      * David Frum, Bush’s official White House speechwriter;

      * Ken Melman, White House Political Director; and

      * Brad Blakeman, White House Director of Scheduling.

      The scene was now set: all they needed was an excuse to maneuver America into destroying Iraq for the benefit of Israel, according to the plan which Perle and Feith had already helped to map out.

      http://newobserveronline.com/iraq-crisis-inevitable-consequence-of-the-jewish-lobbys-planned-middle-east-warmongering/

       

  5. Auch deutsche Truppen sind in Afghanistan und es dürfte mehr als Zufall sein , wenn mit 90% Weltmarktabdeckung Afghanistan heute Exportweltmeister für Heroin ist.

    Bekannt ist, dass IS über diese Drogengelder finanziert wird und es schließt sich der Kreis, wenn sich der IS nun zum Attentat in Berlin bekennt.

    Das muß klar ausgesprochen werden: Die deutsche Regierung fördert den Terrorismus in Deutschland .

  6. So wurden die Aspekte des Drogenhandels journalistisch bisher doch hauptsächlich von der Strafverfolgungsseite beleuchtet. Die Zusammenhänge und Auswirkungen wurden bisher in ihren Ausmaßen der Erzeugung und der Handeslwege weitgehend unter den Teppich gekehrt. So dürfte sich diese Entwicklung des Konsums und des Handels mit Drogen inzwischen zu einem der bedeutensten Weltwirtschaftszweige ausgeweitet haben. Als wachsende Geldquelle von den Amerikanern entdeckt, welche die ehemals britischen Opiumhändler, siehe erster Opiumkrieg England – China, nahtlos kopierten, welches in den inzwischen angenommen Ausmaßen den ehemaligen historischen Opiumhandel zwischen Indien und China weit in den Schatten gestellt haben dürfte.

    So dürfte allein der amerikanische Markt mit seinen geschätzen 30 Millionen Abhängigen und eine noch weitaus höherer Zahl an Gelegenheitskonsumenten ein Potential erreicht haben, welches von den herkömmlichen Produktionsstätten, u.a. von  Südamerika, nicht mehr gedeckt werden kann, so daß eine Absicherung durch andere Produktionsländer, wie z.B. Afghanistan, abgesichert werden müssen.

    Erschreckend ist nur, daß keine Anzeichen einer Revolution gegen die Unterminierung der Volksgesundheit, durch Drogen, wie es z.B. der Boxeraufstand in China es fertig brachte,  in der westlichen Welt zu sehen sind, so daß es nicht einmal mehr einen Atomkrieg braucht um die westliche  'Zivilisation' auszulöschen, die sich in ihrer techn. Entwicklung immer noch als das Maß aller Dinge hält und damit den kulturellen geistigen Bereich zurückdrängt.

    So haben Autoren sicherlich erkannt, daß dieses Thema weitgehend zu umgehen ist um nicht in das Visier von Interessengruppen zu geraten, die solche Veröffentlichung als geschäftsschädigend einstufen würden und lebensgefährdende Maßnahmen einleiten könnten.

    So wird die Freiheit des Westens nicht am Hindukusch verteidigt, sonder die militärische Präsens sorgt haupsächlich dafür, daß die Bewohner des Westen mit Drogen versorgt und beruhigt werden, so  daß sie mit der wachsenden Unzufriedenheit, besonders in politischer Hinsicht, sie auf keine dummen Gedanken kommen um etablierte Systeme zu hinterfragen und gefährden könnten.

     

     

     

    1.  wie es z.B. der Boxeraufstand

      —-

      Der natürlich blutig niedergeschlagen wurde. Die Hauptschlägertruppen der rothschild'schen 'City of Londen', also der damalige Hauptsitz des 'Empires', waren die bestens ausgebildeten Soldaten der Armee 'Ihrer Majestät', die kräftig und ohne Scham am damals florierenden Opiumhandel und dem Leid des chinesischen Volkes, mit verdient hat.

      Der Hauptakteur, für den die Opiumkriege geführt wurden, war ein gewisser Jude aus Basra, am persischen Golf, namens  David Sassoon.

      Hong Kong and the Sassoon Opium Wars
       

       

      http://www.biblebelievers.org.au/sassoon.htm

      David Sasson wurde – wie auch die Rothschilds- natürlich standesgemäß 'geadelt', womit die Familie des reichen 'Emporkömmlings' standesgemäß in den Rothschld Clan einheiraten konnte.

      Wie man sieht, hat sich seit den Zeiten der Opium Kriege und des Opium-Königs, Sassoon, nichts geändert. Die Akteure haben nur die Namen gewechselt und das 'Imperium' ist nach Amerika gewandert.  Die Mischpoke ist dieselbe geblieben.

       

      1. @ Dietrich von Bern

        Vielen Dank für den Hinweis. So braucht man sich nur mit der Historie der Britischen Ostindien Kompanie zu befassen um das Vorgehen der heutigen Kolonialisten zu verstehen, die keineswegs besser sind als der ehemalige Vorläufer der East India Company. Zum großen Knall wird es in Deutschland kommen, wenn man feststellen wird, daß man mit den unausgeglichenen Target II Salden den gleichen Weg wie England im 18. Jahrhundert gegangen ist, deren Silber- und Goldvorräte mit dem Handel mit China ins Hintertreffen gerieten und man versuchte mit Drogen die negative Handelsbilanz wieder auszugleichen. In dieser 'EU' versucht man das in unseren Tagen, neben den tradionellen Drogen, mit der Droge 'Fiatmoney' der EZB das drogenabhängige Zombiebankensystem zu retten, was, wie man sieht, mit der EURO- sion gründlich schief laufen wird.

         

         

  7. Opium Poppy Cultivation in Afghanistan

    Year Cultivation in hectares /Production (tons)

    1994 71,470 3,400

    1995 53,759 2,300

    1996 56,824 2,200

    1997 58,416 2,800

    1998 63,674 2,700

    1999 90,983 4,600

    2000 82,172 3,300

    2001 7,606 185

    2002 74,000 3400

    2003 80,000 3600

    2004 131,000 4200

    2005 104,000 3800

    2006 165,000** 6100**

    Ganzer Artikel:

    Drogengeschäft V – Afghanistan

    https://verbotenesarchiv.wordpress.com/2012/11/04/drogengeschafte-v-afghanistan/

  8. Wo sind denn die Stimmen, die behauptet haben, unter Trump wird jetzt alles besser?

    ———

    'Alles besser' hat wohl kaum jemand behauptet. Aber es dürfte sich Einiges ändern.

    Allerdings hat wohl Trump mit dem gleichen Problem zu kämpfen, wie seinerzeit Nixon. Seit Kennedy haben 'Sie' alle Schlüsselpositionen besetzt. Das ist ein Kampf gegen die berühmten 'Windmühlenflügel'.

    Es kann auch noch nicht gedrängelt werden, weil Trump sein Amt ja noch gar nicht angetreten hat. Im März oder April kann man mehr sagen.

    Vielleicht wird dann sogar gedrängelt.
     

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