Urlaub statt Knast – Prügelsöhne des irakischen Botschafters in die Türkei geflogen

Nachdem Portugals Außenministerium zum wiederholten Male die Aufhebung der diplomatischen Immunität gefordert hatte, sind die beiden Söhne des irakischen Botschafters in Lissabon mit ihrem Vater nach Istanbul geflogen um „Urlaub“ zu machen. Ob sie zurückkehren werden um für ihre Prügelattacke gegen den inzwischen 16-jährigen Ruben Cavaco geradezustehen, ist äußerst fragwürdig. Damit wird das System der diplomatischen Immunität wieder einmal diskreditiert.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Laut Portugals Staatsfernsehen sind die irakischen Zwillinge, die selbst zugeben hatten den damals 15-jährigen Ruben Cavaco im Sommer diesen Jahres krankenhausreif geschlagen zu haben, mit ihrem Vater in die Türkei geflogen, um dort Urlaub zu machen. Aufgrund ihrer diplomatischen Immunität war es den Zöllnern nicht möglich die Ausreise zu unterbinden. Die Staatsanwaltschaft wurde zwar in Kenntnis gesetzt, aber was hätten sie tun sollen? Rein rechtlich dürfen sie das Land jederzeit verlassen und eine Rückkehr ist immer freiwillig. Vielleicht wollen sie ja Sympathiepunkte sammeln, nach dem Motto: „Wir sind zurückgekehrt obwohl wir in der Türkei hätten bleiben können.“ Vielleicht aber auch nicht…

Aber in Portugal hat wohl niemand auch nur einen Funken Sympathie für die beiden übrig, nachdem sie Ruben Cavaco beinahe totschlugen und dann im TV-Interview ihre Tat als Notwehr darstellten und die Rassismuskarte spielten. Da Ruben aber Muslime, Afrikaner und Osteuropäer in seinem Freundeskreis hat, ist diese Anschuldigung wohl eher frei erfunden und wurde als schlechte Ausrede für die ungezügelte Aggression entlarvt. Der Anwalt der Brüder gab jedenfalls bekannt, dass die Familie jedes Jahr um diese Zeit Urlaub macht und dass sie – wie jedes Jahr – Anfang Januar zurückkehren würden.

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Portugals Außenministerium hatte erst wenige Tage zuvor dem Irak ein letztes Ultimatum gestellt. Denn die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass sie den Irakern alles relevante mitgeteilt haben, damit diese über die Aufhebung der diplomatischen Immunität entscheiden können. Das Außenministerium gab bekannt, dass die Staatsanwaltschaft erneut um die Aufhebung der diplomatischen Immunität bat, da diese unentbehrlich sei, für eine Vorladung der beiden Jugendlichen.

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Daher wurde der Botschafter am 7. Dezember ins Außenministerium geladen und der Irak bekam eine Frist von 20 Arbeitstagen, um der Forderung der Portugiesen nachzukommen und die diplomatische Immunität der beiden Söhne des Botschafters aufzuheben. Bei ihrer Ausreise dürfte die Familie aber für ein Leben ohne Rückkehr nach Portugal planen. Urlaub? Das fällt mir schwer zu glauben. Wahrscheinlicher ist die Aufhebung der Immunität und gleichzeitige Versetzung des Botschafters in ein anderes Land, bei dem er seine Familie mitnehmen kann. So will der Irak sein Gesicht wahren und dabei gleichzeitig den Söhnen des Botschafters den Hintern retten. Das der Botschafter die Krankenhausrechnung übernahm ist ein schwacher Trost für Ruben und seine Familie. Auch die nächsten Opfer der sich jetzt unantastbar fühlenden Schlägerdiplomaten tun mir leid, aber könnte ja sein, dass sie doch zurückkommen und sich vor Gericht für ihre Tat verantworten. In diesem Fall fress ich einen Besen oder kipp mir einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf! Ehrenwort!

Hier finden sie die Liste der vorherigen Artikel zum Thema bei Contra Magazin:  Prügeldiplomatensöhne

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11 Kommentare

  1. Welch eine Schande!

    Botschafter sollen das Land im Ausland vertreten, freundschaftliche Beziehungen knüpfen und für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Ländern sorgen.

    In diesem Fall hat die irakische Regierung einen Mann geschickt, der nicht mal in der Lage war, seinen eigenen Söhnen Anstand und gutes Benehmen beizubringen.

    Diese Asozialen haben ihr Heimatland im Ausland entehrt.

  2. Urlaub statt Knast – Prügelsöhne des irakischen Botschafters in die Türkei geflogen

    ———-

    Sack Reis in China!

    hierzulande werden statistisch gesehen Woche für Woche 7 Bio-Deutschen von diesem Pack umgebracht.

    Das wäre mal einen Artikel wert!
     

    1. Das tamtam um den armen Ruben geht jetzt schon über Monate, die sog. 'never ending Story'!

      Gähn!

      Warum wird über so etwas nicht berichtet?

      Israeli Soldiers Kill A Palestinian Child Near Jerusalem

      The Palestinian Health Ministry has reported that one child was killed, Tuesday, after an Israeli soldier shot him from a close range in the town of al-Ram, north of occupied Jerusalem.

       

    2.  

      Das tamtam um den armen Ruben geht jetzt schon über Monate, die sog. 'never ending Story'!

      Gähn!

      Warum wird über so etwas nicht berichtet?

      Israeli Soldiers Kill A Palestinian Child Near Jerusalem

      The Palestinian Health Ministry has reported that one child was killed, Tuesday, after an Israeli soldier shot him from a close range in the town of al-Ram, north of occupied Jerusalem.

      Quelle: International Middle East Media Centre

       

  3. Lebensfähigkeit beruht auf Erfahrung ! Wenn die Eltern nicht in der Lage sind ihren Sohn dahingehend zu konditionieren sich einen vernünftigen Freundeskreis zu suchen, er also Freunde aus Steinzeitkulturen nötig hat, dann muß er es ebend auf die harte Tour lernen.
     Das Leben ist kein Streichelzoo. Lernen aus Erfahrung ist das beste Prinzip was es gibt !

    1. Ja die irakischen Eltern haben mit Erziehung nichts am Hut. Da beweist ja, dass in Ludwigshafen der 12.jährige Terroristenverbrecher auch irakische Wurzeln hat. Von den Eltern hört man aber in unseren Medien nichts. Da kann man nur sagen, raus mit dem Gesindel aus Deutschland!!!!

  4. Der Arschtritt allen Demokratenheinis schlechthin.

    Jetzt wissen wir wo sie stehen mit der Engelsgeduld unter der Schönwettersonne. Hast du Geld, bist du wer. Wenn nicht, dann ziehen sie dir die Haut auch noch ab. Wähle garantiert keine Demokratie mehr, die auf ein Rechts abfährt, das inexistent ist und sich gleichzeitig mit Wohlwollen links ficken läßt.

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