Tierschutz: Portugal gibt Tieren ein neues Statut

Portugals Tierschützer gehen wieder mit gutem Beispiel voran. Die Natur-, Menschen- und Tierschutzpartei PAN hat ein Gesetz in das Parlament eingebracht, bei dem Tiere ein Statut bekommen, dass sie nicht länger als „Sache“ einstuft. Portugal gehört dadurch zu einer kleinen Gruppe fortschrittlicher Staaten in Sachen Tierschutz, wie Österreich, Frankreich, die Schweiz, Neu Seeland und Deutschland auch.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Portugals Parlament beschloss am Donnerstag ein Gesetz, welches Tieren ein neues Statut geben soll. Vor dem Gesetz wurden Tiere bislang als „Sache“ eingestuft und auch wenn sie nicht das Personenstatut bekommen, so gibt ihnen die neu geschaffene Figur doch eine Reihe von Rechten, die zur effektiveren Anwendung bestehender Tierschutzgesetze beitragen werden. Neben den Figuren der „Sache“, die einen finanziellen Gegenwert hat, und der Person, die eigene Rechte besitzt, gibt es also nun „die juristische Figur des Tieres, ein mit Gefühlen ausgestattetes Wesen, das juristische Beziehungen haben kann“, so eine Pressemitteilung der PAN – die Partei der Personen, Tiere und Natur.

André Silva, der erste und bislang einzige Abgeordnete der PAN meinte hierzu: „Wir haben Tiere nicht wie Sachen behandelt, wir haben sie aber wie Sachen eingestuft, um sie misshandeln zu können. Aber das ist jetzt vorbei und diese Änderung wird es ermöglichen, dem Gesetz zur Misshandlung von Haustieren eine größere Robustheit zu verleihen.“ Der engagierte Tierschützer ist der Meinung, dass „trotzdem die Misshandlung von Tieren unter Strafe gestellt wurde, bleibt die Anwendung der Gesetze weit hinter dem zurück, was akzeptabel wäre.“ Laut Silva „ist immer noch eine sturre Ideologie in Gebrauch, die in Verbindung mit korporativen Interessen und Lobbys aus dem Bereich der Viehzucht steht.“ Abschließend, sagte der beliebte Parlamentarier noch: „Wir leben immer noch in einer Zeit in der die Handlanger der Wirtschaft das Sagen haben!“ 

So macht das kleine Land in Sachen Tierschutz wieder einmal mehr einen großen Schritt voran. Auch wenn angesichts der Grausamkeiten die wir Menschen uns gegenseitig antun, dieses Statut als fühlendes, empfindsames Wesen, welches Tiere in immer mehr Ländern bekommen, auf den ersten Blick unwichtig erscheinen mag, so steckt doch ein tieferer Sinn dahinter. Denn eine Gesellschaft die Tierquälerei unter Strafe stellt, den Schutz von allen empfindsamen Lebewesen gesetzlich garantiert und somit auch Tieren Rechte einräumt, die bietet anderen ein Vorbild. Wie kann ich anderen Menschen Schaden zufügen, wenn ich selbst einem Tier soetwas nicht antun darf? Wie kann man also Menschen Rechte verweigern, die selbst Tieren zugestanden werden? Wo Brutalität gegen Tiere nicht akzeptabel ist, da wird es gegenüber Menschen schon gar nicht akzeptiert.

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So wie das Motto der PAN: „Naturschutz ist Tierschutz, ist Menschenschutz ist Naturschutz…“

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4 Kommentare

  1. Abgesehen davon das Tierquäler ganz ganz kleine und armseelige Menschen sind.

    Ich finde diese gehören genauso an die Wand gestellt! Einem Tier das sich nicht wehren oder verstehen kann was ihm da angetan wird zu quälen, ist sowas von …. Bekomme nur beim Gedanken daran schon unendliche Wut!

  2. Und das Merkelmonster lässt das unvorstellbar grausame Schächten von Tieren zu !

    Dann braucht man sich auch nicht mehr ueber ihre Menschenverachtung zu wundern !

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