Syrien, Russland und amerikanische Verzweiflung

Es ist kein Zufall, dass die antirussische Propaganda in dem Moment hochgefahren wird, da die syrische Regierung dabei ist, ihr Land von Terroristen zurückzuerobern. Barack Obama und dem Rest der Kriegspartei bleibt nur mehr das Herumstottern unsinniger Argumente, nachdem ihr großer Plan, das neokonservative „Project for a New American Century“ (Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert) zu realisieren, in sehr großen Schwierigkeiten steckt.

Von Margaret Kimberley / Antikrieg

Die amerikanischen Massenmedien ignorierten das Leiden der Syrer in der Stadt Aleppo, bis deren Gefangenschaft von der Syrisch-Arabischen Armee durchbrochen wurde. Die ganze Zeit seit 2012 hielten dort ISIS und andere von den Vereinigten Staaten von Amerika, der NATO, Saudiarabien und Qatar unterstützte terroristische Gruppen Tausende Menschen als Geiseln. Türken nahmen die Region auseinander, plünderten syrische Fabriken und transportierten sie Stück für Stück in ihr Land.

Jetzt, wo die Syrier die Stadt mit Hilfe ihrer Verbündeten Russland und Hezbollah wieder zurückerobern, gibt es einen ständigen Strom von Nachrichten über die Situation in Aleppo. Sie alle sollen die Herzen uninformierter Menschen aufrütteln, während der menschenrechts-industrielle Komplex sein schmutziges Werk betreibt. Human Rights Watch und andere Gruppen, die im Dienste der Förderung der Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika stehen, sprechen endlos über Kriegsverbrechen. Sie sagten kaum etwas, als Amerikas Alliierte Syrer terrorisierten, zeigen aber jetzt auf einmal mit dem Finger und immer auf diejenigen, die den Regimewechselplänen zuwiderhandeln.

Die seit fünf Jahren anhaltenden Bemühungen, den syrischen Staat zu zerstören, haben zu vielen Opfern in diesem Land geführt und ständig gedroht, einen größeren internationalen Konflikt zu entzünden. Die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei könnte so ein Anlassfall sein. Die letzten Worte des Attentäters und offensichtlich seine Taten waren ein Aufruf zum Jihad. Sogar nach 100 Jahren ist das Attentat von Sarajevo noch immer im Gedächtnis.

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Aber der Hauptakteur in diesem Drama sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Keines der anderen beteiligten Länder hätte ohne amerikanische Anweisung gehandelt. Alle Toten, die Belagerungen, der Hunger und die frenetische Suche nach Zuflucht kann Amerika zu Füßen gelegt werden. Auch der Tod des russischen Botschafters. Dieses internationale Wirrwarr ist übersät mit amerikanischen Fingerabdrücken.

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Die syrische Regierung ist entschlossen, ihr Land zurückzuerobern, während die Amerikaner und ihre Alliierten gleichermaßen entschlossen sind, das zu vereiteln. Die letzten Erfolge der syrischen Armee erklären einen Teil der Verzweiflung, die Obama, die Demokratische Partei und die Massenmedien befallen hat. Russland die Schuld zuzuschieben trifft mehrere Vögel mit einem Stein. Es setzt den Propagandakrieg gegen ein Land fort, das der amerikanischen Hegemonie nicht nachgeben und diese nicht akzeptieren wird. Die aufgepeitschte Russophobie war auch ein Versuch, die widerwärtige und inkompetente Hillary Clinton attraktiver zu machen. Ihre Fortsetzung wird von Demokraten und Republikanern benutzt, um dem kommenden Präsidenten jede Chance zu vermasseln, die Beziehungen mit diesem Land zu verbessern oder die Regimewechsel-Doktrin zu beschneiden. Die Kriegspartei schläft nie.

Barack Obamas letzte Pressekonferenz war vollgestopft mit Lügen und mit an die Adresse Russlands und Vladimir Putins gerichteten Beleidigungen. Er hätte sich schämen sollen zu sagen, dass Russland „kleiner,“ „schwächer“ ist und „nichts produziert, das jemand kaufen möchte, außer Öl und Gas und Waffen.“ Er endete diese bizarre Schimpftirade mit der Bemerkung, dass Putin „der ehemalige Chef des KGB“ war. Das war er nicht und natürlich weiß Obama das. Es ist nicht klar, ob er erwartete, dass ihm jemand glaubt, oder ob er sich angesichts seines Scheiterns zu Höhenflügen in rhetorische Narreteien verleiten ließ.

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Obama hatte gedacht, dass Hillary Clinton gewinnen und seine Regimewechselpläne vollenden würde. Sie verlor nicht nur und beraubte ihn seiner Hoffnungen, sondern jetzt ist auch die Hohlheit seines Vermächtnisses klar. Offenkundig war „hope and change“ ein Marketingschmäh, der den Zweck hatte, seine Verpflichtung gegenüber dem weltweiten neoliberalen Projekt zu verbergen.

In gerade einmal vier Wochen wird Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Das ist eine kurze Zeit, um einen weichen Staatsstreich durchzuziehen. Er wird angelobt werden, aber Obamas Team will sicherstellen, dass er den Zustand nicht kippen kann, an dessen Aufrechterhaltung sie so hart arbeiten.

Während die Basis der Demokratischen Partei sich den Kopf zerbricht über Rassismus, Einwanderung, Islamophobie, Richterbestellungen und Wählerunterdrückung, kümmern sich ihre Führer nur um die Aufrechterhaltung des Imperialismus. Obama und der Rest der Demokratischen Partei sind die Loyalität nicht wert, die sie mobilisieren. Am 20. Januar werden Tausende Menschen sich nach Washington aufmachen, um gegen Trump zu protestieren, während die Demokraten letzte Anstrengungen unternehmen werden, um den Jihadisten bei der Zerstörung Syriens zu helfen.  

Einige dieser Demonstranten sollten ihren Zorn gegen Obama und die Demokraten richten, und das nicht nur aufgrund ihrer Wahlniederlage. Sie sollten versprechen, die Unterstützung für kriegstreibende Demokraten überhaupt einzustellen. Wenn es stimmt, dass Trump ein Faschist ist, so wird er nicht der erste im Weißen Haus sein. Sein Vorgänger entspricht dieser Beschreibung genauso gut. Aber die Ereignisse könnten sich seiner Kontrolle entzogen haben. Das Schicksal Syriens liegt vielleicht gar nicht mehr in Amerikas Händen. Und das ist der Grund dafür, dass die Verzweiflung so offenkundig ist.

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24 Kommentare

  1. Mir scheint Rußland seit einigen Wochen nur noch auf Katzenpfoten herumzuschleichen um diverse Töpfe mit heißem Brei. Nur so ein Gefühl. Sonderlich selbstsicher tritt der Kreml nicht auf. Kann eigener Schwäche wie auch dem Abwarten geschuldet sein.

    1. naja ein paar Atombomben kann man immer losschicken aber erst mal wird Putin abwarten was Trump die naechsten 2-3 Monate macht

      Und dann muss man hoffen das der Absturz der Tupolew ein Unfall war

      Persoenlich glaube ich aber an keinen Unfall und ob Russland falls es ein Anschlag war

      weiter auf Katzenpfoten rumrlaeuft glaube ich ehrlich gesagt auch nicht!

      Also beten und hoffen…..

  2. Ok, Russland hat "gewonnen". Und nu?

    Nun muss, im erster Linie, Russland das Land wieder aufbauen.

    Wer wird sich daran beteiligen? Europa? USA? Vermutlich niemand.

    Ob sich das alles gelohnt hat wegen dem einen Hafen? Ich bezweifel es.

    1. Wieso muss Russland das Land ( Syrien )  wiederaufbauen?   Putin sollte seinem neu zugelaufenen "Partner" Erdogan auftragen,die zusammengestohlenen Ölmilliarden zurück zu führen, Dann wäre schon ein Anfang gemacht. 

    2. "Und nu ?"

      Nu muss der Türke auf den Norden Syriens verzichten, jetzt wird's nix mehr mit "Syrien aufteilen", und wenn er da noch länger an der Grenze Mätzchen macht, zeigt ihm Russland wo der Frosch die Locken hat.

      1. Und nu muss der Kerl, der sich hinter einem Weibsbild versteckt auch sein Senf dazugeben.

        Das die Türkei sich zurückzieht wirst Du nicht mehr erleben mein Jung 🙂

          1. Du glaubst der Türke hätte kein Grips und ich flaube Du hast keine Eier. Steht jedem frei darsn zu glsuben woran er möchte

      2. Der islam-faschistoide Erdowahn war tatsächlich so asozial, den IS mit Waffen und Nachschub zu beliefern, um einen Teil Syriens stehlen zu können.

        Wieder einmal wird der Türke seinem Ruf als Asozialer des Nahen Ostens gerecht.

        Wahrscheinlich hängt die Asozialität des Türken mit seinem niedrigem Durchschnitts-IQ zusammen, vielleicht auch mit seiner weitgehenden Inzüchtigkeit.

        1. Ich kann dir sagen was absoulut sicher ist Richard.

          Deine gleichen Kommentare unter den verschiedensten Artikeln hängen garantiert mit deinem niedrigen IQ zusammen.

          Du bist der Asoziale des Forums. Das ist auch sicher 🙂

  3. Das ist schon tragisch für die Amis, total verzockt, man hätte doch im befreiten Syrien Militärbasen errichten können mit unseren demokratischen Atombomben und die schönen Bodenschätze, alles ist futsch. Wie Pleite sollen wir denn noch werden. Russland lässt sich gemeinerweise nicht überfallen, unsere Schöpfung die EU zerbröselt, wir wissen gar nicht mehr wen man noch verklagen kann auf ein paar lumpige Milliarden Dollars. Es giebt einfach zu wenige Staaten von denen man noch etwas holen kann und Schuld ist der RUSSE. Wenn die Deutschen auch noch eine Regierung bilden, na dann gute Nacht.

  4. Da haben einige "Vorzeigedemokraten" mit den Gangstern vom IS wohl (ganz gezielt natürlich) auf das falsche Pferd gesetzt. Massiv gegen das Völkerrecht,  gegen das friedliche Zusammenleben der Voelker verstossen,  Demagogie und verlogene Propaganda verbreitet – und diese Heuchlertruppe beansprucht, der Welt ihren Willen auf zu zwingen!  Früher waren Patrioten in der Regierung und Verbrecher im Gefängnis, heute ist es umgekehrt! Merkel muss weg!

     

     

     

     

  5. Richtig edmundotto wiso sollte Russland das tun ? Ich glaube eher dass die Firmen bei Assad Schlange stehen, um z.b Bauen zu dürfen oder die Verkehrsstruktur wieder auf Vordermann zu bringen.
    Hoffentlich bekommen die Kriegsverursacher keine Aufträge von Syrien. Im übrigen hat es die alte in Berlin nicht geschafft Syriens Fachkräfte zu stehlen und das Land ausbluten zu lassen.
    Die Syrer werden ihr Land wieder aufbauen und das mit Bravour.

    Schöne Tage an alle

    1. Möge das  gelingen, das   Land    wieder  aufzubauen  und  lebenswert  zu  machen.   Ich  wünsche  ihnen dabei  viel    Erfolg.

  6. Seit der militärischen Niederlage der IS in Syrien scheint der US-Plan, Assad zugunsten einer mit Soros-Geld aufgebauten us-freundlichen Regierung in Syrien zu stürzen zu scheitern.

    Die Stationierung der S-400 auf syrischem Boden hindert die US-Bomber daran, so wie in Lybien oder Irak in die Offensive zu gehen.

    Die Signalwirkung des Schutzes von Assad durch die Russen hat eine erhebliche Signalwirkung an andere Schwellenländer und ermutigt sie, sich ebenfalls von dem ausbeuterischem US-System zu lösen. Duterte muckt bereits auf.

    Syrien ist also der erste Präzedenzfall nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes.

    Wahrscheinlich sehen wir noch weitere solcher Stellvertreterkriege, da das US-Imperium sich nicht kampflos von der internationalen Bühne zurückziehen wird.

  7. Ich fände es unglaublich erleichternd, wenn dieser Zerstörungsfeldzug der USA  unterstützt von Deutschland endlich in Syrien ein Ende finden würde. Ich verachte die deutsche Regierung für ihre Taten.

    1. " Ich verachte die deutsche Regierung für ihre Taten"  — zurecht, wie ich finde. Thierry Meyssan hat auf voltairenet.org – " Deutschland und die Uno gegen Syrien " –  diesbezüglich interessante Informationen eingestellt. 

  8. "nachdem ihr großer Plan, das neokonservative „Project for a New American Century“  zu realisieren, in sehr großen Schwierigkeiten steckt."

    er steckt nicht in Schwierigkeiten er ist als beendet zu betrachten!

    Die USA haben fertig wie Trapp sagen wuerde

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