Staatsbankensystem: Darum hasst die westliche Finanzoligarchie Russland

Auch weil der russische Staat große Teile des Bankensektors besitzt, wird Russland von der westlichen Finanzoligarchie gehasst. Die hätten nämlich gerne ein größeres Stück vom Kuchen.

Von Marco Maier

Während beispielsweise die US-Zentralbank ("Federal Reserve System") im Eigentum von privaten Geschäftsbanken steht und die US-Administration nur einen gewissen Einfluss (z.B. die Ernennung der Direktoren) ausüben kann, ist die russische Zentralbank laut Verfassung und Bundesgesetzen eine staatliche (wenngleich auch offiziell "unabhängige") Einrichtung, die ihrerseits beispielsweise mehr als die Hälfte (50 Prozent plus 1) der Aktien der größten russischen Bank – der Sberbank – besitzt. Das heißt: In Russland läuft es genau umgekehrt als in den USA.

Andererseits besitzt auch der Staat selbst Aktienanteile an diversen russischen Banken. So befinden sich mehr als 60 Prozent der Aktien der VTB (Außenhandelsbank), welche das zweitgrößte russische Kreditinstitut ist, im Besitz des Staates und hält unter anderem auch über 96 Prozent an der Bank of Moscow, drei Viertel der Anteile der Industry & Construction Bank in St. Petersburg und 89 Prozent an der Moskauer Volksbank. Über die teilstaatliche "Gazprom" besitzt der russische Staat zudem auch noch 35,5 Prozent der Anteile der Gazprombank – der drittgrößten Bank der Russischen Föderation.

Auch wenn es immer wieder heißt, die Rothschilds und die City of London hätten die Russische Zentralbank im Griff, weil diese seit dem Jahr 2000 immer wieder Beratungsdienstleistungen für diverse Deals durchführen, zeigt es sich, dass Präsident Putin offenbar doch einen großen Einfluss auf die Notenbank ausübt. Allerdings sollte er die Vorsitzende, Evira Nabiulina, dringend austauschen, da diese in Wirklichkeit eine monetäre Politik verfolgt, die den Interessen der westlichen Finanzoligarchie in die Hände spielt.

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Dennoch ist man an der Wall Street und in der City of London nicht gerade glücklich darüber, dass der russische Staat einen dermaßen großen Anteil der Bankaktien des Landes hält, denn gerne würden sie ihre Anteile deutlich ausweiten und sich so am russischen Volk bereichern. Immerhin verspricht das Geldgeschäft auch noch mehr Geld für die ohnehin schon mehr als prall gefüllten Kassen der westlichen Finanzeliten. Doch so lange der russische Staat (der ja auch die Hälfte der Gewinne der Russischen Zentralbank erhält) die Hand über die Kreditinstitute hält, gibt es für diese "Investoren" nur ein paar Krümel vom Kuchen.

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16 Kommentare

  1. Nicht von ungefähr wurde der Federal Reserve Act auf Jekyll Island ausgesponnen, so daß es wahrscheinlich sein könnte, daß sich diese größte Gaunerei der Menschheitsgeschichte in einer Art Mr. Jekyll and Mr. Hyde Akt des privaten Geldschöpfungsmonopols der Fed in Rußland wiederholen könnte. So wäre es durchaus möglich, daß die Geister der Väter dieses Geldschöpfungsmonopols der ehemaligen Direktoren von J.P. Morgan, Kuhn-Loeb, Rockefeller, Rothschild und Paul Warburg Besitz von der Person einer Evira Nabiulina ergreifen könnten. Nach den Machenschaften der Abschaffung des Goldstandards, des Glass Steagal Acts zur Aufhebung des Trennbankensystems, sowie der Fake-Verbreitung eines: 'too big to fail' des Bankenbereichs sollten die russischen Finanzverantwortlichen bei den ersten Anzeichen eines solchen Treibens mit einem: 'not too big to jail' diesem ein Ende bereiten.

     

     

     

     

  2. Die khasarische Landsmannschaft war, ist und bleibt der  Weltverpester der Völker. Oft vollkommen undurchsichtig läuft jedoch im Ergenbis alles auf die Weltherrschaft- mit wenig Manpower durch Laufenlassen von gutgläubigen Deppen- hinaus. Dass sich die Welt das gefallen läßt, ist schon bemerkenswert.

  3. ist die russische Zentralbank laut Verfassung und Bundesgesetzen eine staatliche (wenngleich auch offiziell "unabhängige") Einrichtung, die ihrerseits beispielsweise mehr als die Hälfte (50 Prozent plus 1) der Aktien der größten russischen Bank – der Sberbank – besitzt. Das heißt: In Russland läuft es genau umgekehrt als in den USA.

    ——

    Das ist sie keineswegs, denn sie wird von Rothschild kontrolliert, wie nahezu alle Zentralbanken dieser Welt.

    Putins Berater, Yevgeni Fjodorow,  hat vor 2 Jahren vorgeschlagen,  Rothschilds russische Zentralbank zu demontieren. Fjodorow sagte damals:

    Unsere Zentralbank, Finanzministerium, Ministerium für Wirtschaft  befinden sich auf dem Weg zur Zerstörung der russischen Wirtschaft, weil sie die  Befehle aus Washington und London ausführen. Wir müssen zur Verstaatlichung  des Rubels und beschleunigtem De-Offshoring, wie Putin es nennt, zurückkehren.“

    In einem Interview mit der  Pravda 30. December, 2014, sagte  Fjodorow: “Die Verfassung besagt, dass die Zentralbank…. internationalen Abkommen unterliegt. Die Verwaltung der russischen Zentralbank ist außerhalb Russlands basiert.

     Das gesamte Investitions-Segment basiert auf Dollar und Euro.

     Die Zentralbank hat Devisenreserven – 450Mrd  $ auf dem Laufenden. Dieser Betrag übersteigt die Rubel-Vermögenswerte um das 2,5-Fache.“

    Nikolai Starikov: Russland dürfe nicht mehr Rubel drucken, als es Dollar durch Ölverkäufe verdient hat. Mit den US-Dollars hat Russland dann US Junk-Schulden zu kaufen.

    Allerdings: Der von den Kommunisten Lenin/Trotzki und Rothschild geschlossene Vertrag über 99 Jahre läuft offensichtlich dieses Jahr aus.

    Mal sehen, was Putin macht.

    Putins Plan einer staatlichen russischen Zentralbank – Oder wie Lenin die russische Zentralbank 1917 den Rothschilds vermachte.

    http://faceblogs.eu/index.php/geschichte/462-lenin-putin-und-die-russische-zentralbank?lang=de

    1. @DvB

      Alleswisser: Hat denn das von Putin- zumindest vorgeschützte -"herzliche" Verhältnis zu Israel irgend etwas mit dieser russischen Zentralbanksgeschiochte zu tun? Wenn nein, warum das Verhälnis Putin-Israel ich bekomme keinen Reim darauf!

      1. Jain, Israel ist allerdings Rothschild-Land!

        Wir erinnern uns gerne:

        Die sog. Balfour Erklärung, wo das damalige britische Welt-Reich den Juden eine 'Heimstatt in Palästina' versprach (was die Voraussetzung für den Eintritt der USA in WK 1 schaffte), Land was GB garnicht gehörte, sondern Teil des osmanischen Reichs war,ging nicht etwa an den Jüdischen Weltkongress, sondern direktemang an Baron Rothschild.

        Bei Putin bin ich mir nicht sicher, ob er mit falschen Karten spielt, oder nur sein herzliches Verhältnis zu Israel vortäuscht um den mächtigen 'russischen' Oligarchen und der einflussreichen 'jüdischen Gemeinde' Sand in die Augen zu streuen.

        Immer im Hinterkopf behalten: Putin hat seinen Freund, den Chabad Lubawitscher, Berel Lazar, zum Chef-Rabbis Russlands gekürt. Die Chabads sind eine hochkriminelle Endzeitsekte, die ihren eigenen Messias (Rabbi Schneersohn) verehren. Von diesem Posten kann Lazar Einfluss auf sämtliche jüdischen Gemeinden Einfluss ausüben.

        Wir müssen abwarten, wie sich Russland unter Putin weiter entwickelt.

        Die Nagelprobe dürfte die Verstaatlichung der bislang von Rothschild kontrollierten 'Russischen Zentralbank' werden.

         

          1. gewesen zu sein – die mit den Rothschilds geschlossenen verträge laufen – wenn sie es nicht schonn sind – sehr bald aus und eine verlängerung ist nicht vorgesehen. 

          2. @ ctzn5

            Stehst Du mit Putin in direktem Kontakt, dass Du Dir da so sicher bist.

            Sicher ist bislang nur, dass der Vertrag 1917 für 99 Jahre geschlossen, in diesem Jahr ausläuft.

            Putins mächtige, jüdische Freunde und Oligarchen, dürften da sicher noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen.

            Kann aber auch sein, dass die selbstbewusst gewordenen Oligarchen, dem Welttyrannen Rothschild den Stinkefinger zeigen wollen:

            How Putin's man made his way to the top of European Jewry
            For the last eight years, the European Jewish Congress has been led by a Russian oligarch with close ties to the Kremlin. And now, Moshe Vyacheslav Kantor has been elected to a third term – without a challenger
            read more: http://www.haaretz.com/jewish/features/1.699655

             

  4.  

    Allerdings sollte er die Vorsitzende, Evira Nabiulina, dringend austauschen, da diese in Wirklichkeit eine monetäre Politik verfolgt, die den Interessen der westlichen Finanzoligarchie in die Hände spielt.

    ——– 

    WEN WUNDERT's?

    "Igor Shuvalov, Governor of the Russian Central Bank Elvira Nabiullina, ….. Yelena Mizulina, a member of the Communist Party – all Jewish".

    Putin's Biggest Failure

    http://www.unz.com/tsaker/putins-biggest-failure/

     

    1. nicht all zu viel vertrauen in diese "quellen" legen – Elena Mitsulina ist jemand ganz anders und steht aktuell mit diesem namen auf den westlichen sanktionslisten… 

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