Postfaktisch: Wenns der Verfassungsschutz sagt, wirds schon so stimmen

Der deutsche Verfassungsschutz, dessen Aufgabe auch die Desinformation ist, behauptet, Russland verübe Cyberangriffe auf deutsche Politiker und den Bundestag. Die Mainstreammedien übernehmen das unkritisch. Auch so gehen "Fake News".

Von Marco Maier

Quer durch die deutschen Leitmedien wurde die vom Bundesverfassungsschutz kommende Meldung verbreitet, dass Russland auf deutsche Politiker und den Bundestag Cyberangriffe durchführe. Dabei präsentierte man zwar wie üblich keine Beweise sondern nur schwache Indizien, doch das stört die Redakteure der Leitmedien natürlich nicht. Wenn es gegen Russland geht, ist jedes Mittel zur Desavouierung recht.

Dabei hieß es noch in der letzten öffentlichen Stellungnahme des Verfassungsschutzes dazu, dass ein amerikanisches IT-Sicherheitsunternehmen (soso…) "Hinweise auf russische Angriffskampagnen" habe, zudem gäbe es "Indizien" die "auf eine Urheberschaft russischer Nachrichtendienste hinweisen" würden. Will nun der deutsche Geheimdienst plötzlich mehr wissen als "Big Brother" aus Amerika? Selbst bei "heise.de" ist man verwundert darüber, wie unreflektiert beispielsweise gerade die FAZ darüber berichtete.

Dabei sollte klar sein, dass es die Aufgabe von Geheimdiensten (auch jene des Bundesverfassungsschutzes) ist, Desinformation zu betreiben. Angesichts dessen, dass die herrschende Politikerkaste (also die "Chefs" des Trachtenvereins) in Deutschland eine feindselige Haltung gegenüber Russland einnehmen und dabei vor allem von transatlantischen Organisationen instruiert werden, ist die unreflektierte Weitergabe solcher Meldungen natürlich schon sehr "postfaktisch" – oder einfach auch als klassische "Fake News" im Propagandaauftrag zu klassifizieren.

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8 Kommentare

  1. Verfassungsschutz? Was für ein "Verfassungs"schutz? Welche oder wessen Verfassung soll er schützen? Wir haben keine! Also ist dieser Saustall völlig überflüssig und somit abzuschaffen. In der derzeitigen Konstellation ist dieser auszumistende Stall lediglich dazu da, eine Vereinigung von Kriminellen – so genannten "Politikern" – die Sicherheit zu geben, ihre kriminellen Geschäfte weiterhin ungestört abwickeln zu können.

      1. wie man's nimmt – liest man es so, dass diese organisation den staatenbund vor dem reaktivieren seiner bestehenden verfassung von 1871 "schützen" soll, kommt's ganz gut hin.

  2. Der Verfassungsschutz ist zum Büttel der Politik gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung verkommen. Das ist ein politischer Augiasstall der ausgemistet gehört.

  3. vermutlich war es niemand anders, als höchstpersönlich Putin, der das kürzlich aufgeflogene IS-mitglied in der Verfassungssch(m)utz der BRD eingeschleust hat. 

  4. Diese Kriminellen wollen mit aller Gewalt, Ihr Märchen von der "Verfassung"……….die es zu schützen gilt, aufrecht halten.

    Unser Land wird aufatmen wenn dieses ganze verlogene Gesindel verschwunden ist.

    1. … die bevölkerung des landes endlich mal realisiert, dass es aus staaten im plural besteht und das DR ein staatenbund ist und das erst 1935 eingeführte sachverständnis aus seinem bewusstsein ein für alle mal verbannt. 

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