Popularkultur: Die fettgefressenen Dummen sind unser Unglück

Es gibt Mails die durch und durch bereichernd sind. Jemand sendet dir etwas zu, du willst darauf antworten, schreibst erst einen Satz, dann den nächsten, dann noch einen und auf einmal denkst du:"Hey, diese völlig banale Angelegenheit ist gar keine, da steckt mehr drin."

Von Wolfgang Eggert

Gerade kam so eine E-Post hier an, von einem genervten "Aufgewachten":

 

Hab grad einen Job gemacht…. für fettgefressene Dumme… sind zwar reich, aber auch dumm…man fragt sich teilweise, wie die sich eigentlich morgens alleine die Schuhe zubinden können 😀

Meine Antwort: 

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Schocklähmung. Das ist das Erste was mir dazu einfällt. Hirnschocklähmung. Lahmlegung der Flächen, die für langstreckiges, analytisches Denken zuständig sind – möglicherweise durch TV- und Handystrahlung, mit denen fettgefressene Dumme ja üblicherweise ausgestattet sind. 

Das mit den Schuhen könnte ein hoher grad an Spezialisierung erklären, den es vor allem unter Primaten gibt. Das zum Überleben wichtigste wird gelernt und verinnerlicht, das andere ignoriert oder vergessen. Schuhezubinden empfindet der Mainstreamprimat als lebensnotwendig, Hose und Hemd anziehen ebenfalls, das sieht man ja auf den Straßen, kaum einer von denen läuft nackt durch die Gegend – was einem Truther aber durchaus unterkommen kann (ich zieh im Sommer z.B. nur sehr selten Schuhe an). 

Führerscheine sind ein anderes Beipiel: die meisten Mainstreamer haben einen, je dümmer sie sind (insb. Migranten der 2. und 3. Generation), desto früher haben sie einen, nebst Nobelkarosse. Die Medien sagen ihnen dass man das braucht, um "zu gelten", also legen sie wert drauf. Chris Ströbele und Rainer Langhans, zumindest rein strukturell Denkbegabte, fahren Rad. Ich hab meinen Führerschein mit 35 gemacht und besitze – wie Gerhard Wisnewski – bis heute kein Auto. Den (durch mich) zerbeulten Schlitten meiner Ex fahre ich nur, wenn sie ihn mir gnädigerweise grad mal leiht. Sie tut das selten, weil ich ungern nüchtern fahre. 

Bei politischer Mitbestimmung läuft die Erziehung nun geradewegs gegenläufig. "Braucht man nicht. Lass das mal andere machen, die mehr mehr davon verstehen" lautet die Anweisung von oben, "dafür gibts Journalisten und Politiker". Der Mainstreamer hält sich dran. Im Grunde ist das eine Entmündigung, die er aber anstandslos schluckt, weil ihm anderweitig "passendere" Kompetenzüberschreitungen bzw. Einmischungspotenzialien offengehalten werden. Sieht man manchmal bei bestimmten Onlinedienstleistern: "Fick die Frau eines anderen". Ein Angebot, das dann wieder angenommen wird.

Soweit die Rückmail. Gerade abgeschickt. Jetzt sitz' ich da und spüre dem Thema nach und denke: Das stimmt zwar alles, was du da geschrieben hast, aber ändert es sich nicht gerade? Hast du nicht gestern erst mit einigen Vertretern eben dieser Spezies diskutiert und erstaunt festgestellt, dass deine populistischen Argumente zum ersten Mal nicht mit geringschätzigem Lachen sondern mit Nachdenklichkeit beantwortet wurden? Waren da nicht plötzlich auch, ungelenk und bauchig formuliert aber doch immerhin, populistische Spuren in dem, was "die Gegenseite" rübergebracht hat? Es ging bei dem Gespräch wie zuletzt öfter um Trump und um das, was ich zu erkennen vermeine ist eine Art "Thedonald-Effekt", den ein Teil der transatlantischen Presse – folgsam wie immer – mittlerweile ein stückweit mitbedient. 

Wie kein Zweiter vor ihm ist Trump der Vernichter der "politischen Korrektheit", er denkt ebenso gern wie oft und laut "out of the box". Nigel Farage, der Vater der britischen Brexit-Revolution tat das bereits vorher, wenn auch britisch vornehm, Milo Yiannopoulos, der Star von Breitbart, jenes Magazins, das die Onlinerevolution für Trump "machte", tut es auch, alles andere als vornehm aber sehr mehrheitsfähig.

Millionen, die von dieser neuen, immer größer werdenden Anti-Establishmentwelle getragen und mitgerissen werden, tun es ihren Vorbildern nach. In den Usa ist das die Hälfte der Wahlbevölkerung, also ein Tsunami, in Europa werden es täglich mehr. Und wohlgemerkt: Noch hat Breitbart die angekündigte Germania-Offensive nicht vollzogen. Noch hat Vladimir Putin seine abendländische Rettungskampagne nicht auf Deutschland ausgedehnt – die Cia kündigt das aber bereits an. 

Es ist etwas in Bewegung. DEUTLICH in Bewegung.

Das mag Systemkritiker freuen, ja muss es sogar. Aber, davor warne ich schon jetzt, die psychologischen Kollateralschäden werden bei uns enorm sein. Dann, wenn wie jetzt schon in den USA auch bei uns die angepassten – das wirkliche Pack – zu uns rüberschwappt, weil es spürt, dass sich der Wind dreht – und es auch diesmal "dabei" sein will.   

Gegenströmler waren es bisher gewohnt am Rande der Gesellschaft zu leben, als Sonderlinge ausgegrenzt aber dadurch auch ungestört. Es waren bis dato nur wenige, anders "tickende" bildeten sie nur eine kleine Elite. Eine erlesene Partygesellschaft auf einer selbsternannten Kapitänsbrücke. Jetzt aber, da sich das Blatt wendet, drückt die 3. Klasse, um die man eigentlich immer geworben hat, nach oben. Dort wird es nun eng werden, manchem ganz sicher irgendwann so eng, dass er das Weite sucht.

Zur Veranschauung ein Bild aus Jugendtagen, das wir vermutlich alle kennen: man feiert eine Party unter seinesgleichen. Das Ding läuft gut, es spricht sich rum und irgendwann kennt man seine Gäste nicht mehr. Die, die man nicht kennt wollte man auch nie wirklich kennenlernen. Schmeißt man nun den ganzen Haufen Freizeit-Don-Johnsons mit ihren Kardashian-Bräuten wieder raus? Stellt man verspätet einen Türsteher vors Haus? Zieht man sich ins Badezimmer zurück, wo in der Wanne der Bierträger kühlt? Oder gibt man die Bude gleich ganz auf und sucht das Weite? "Hip" zu sein ist schön, aber irgendwann wird es lästig.

Dasselbe "Problem" wird sich schon bald für den Gegenbewegten ergeben, der in einer wundervollen "splendid isolation" um die Anerkennung der Mehrheit kämpfte, aber im Grunde seines Einzelgängerdaseins elitär sein und bleiben wollte. Gefährliche Warnzeichen ziehen bereits am Horizont auf. Der Focus stellt Islamartikel online, die vor nicht allzulanger Zeit noch den Presserat auf den Plan gerufen hätten. Die Tagesschau will die AfD nicht mehr als rechtspopulitisch bezeichnen. Möglicherweise weint Klaus Kleber auch demnächst weniger als früher. Und mit ihm stecken auch die gutmenschlichen Kumpels die Tempotaschentücher weg. Erst, um nicht mehr zu flennen, und dann vielleicht sogar, um selbst zu denken. Ungeschlacht, wackelig, denn sie müssen wie die Kleinsten unter uns das Laufen erst noch lernen. Es ist abzusehen, wann man sich in einem regelrechten Kindergarten wiederfindet, in dem der hoffnungsvolle Nachwuchs stolz und wie aus einem Ei gepellt das Ponim von Alex Jones vor sich her trägt. 

Altvordere Systemkritiker müssen sich hier vorkommen wie ein eingeführter Fünfsterne-Koch dem eine Rasselbande von Amateur-Jamie-Olivers erst den Herd und dann die komplette Küche versaut. Denkbegabte dürften sich wundern, wer und was jetzt alles auf sie zukommt. Wenden erst Dieter Hallervorden und Till Schweiger ihre geschmeidigen Hälse – beides steht gerade bei ihnen zu befürchten – dann sind die Dämme nicht nur gebrochen, dann herrscht Landunter. Dann, spätestens dann ist es zeit sich die Schuhe zu binden, den Führerschein zu machen, einen Protzschlitten zu kaufen und die Frau eines anderen zu bügeln.

Wolfgang Eggert (* 1962) ist ein deutscher Journalist und Historiker. Er hat sich entschlossen mit seinem Projekt   http://www.siedlergemeinde.org das deutsche Irrenhaus zu verlassen.

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25 Kommentare

  1. Es ist doch schön, wenn es unserer politischen Einheitselite sichtbar gut geht und man durch die Körperfülle die Textilindustrie in Bangladesh zu Mehrarbeit animiert. Vermutlich werden wir ausschließlich deshalb nicht mehr um die Gen-Baumwolle herumkommen, haben den Aralsee trocken gelegt und die Körpergröße Junk-Food-XXXXL eingeführt.

    Es gibt noch viel zu tun.

    Denn genau das ist es doch was uns schon Martin Schulz der Vorzeige EU Politiker versprach "Arbeit, Arbeit, Arbeit" auf seinem Wahlplakat.

  2. Den Job des außen stehenden Gesellschaftskritikers macht man ja nicht um seiner selbst willen -hoffentlich nicht-, oder um sich als elitäre Minderheit zu fühlen, sondern um gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu korrigieren.

    Soillte also das Heer der Mitläufer das heutige dekadente System kippen und wir zur Direktdemokratie wechseln, so ist ja alles im Lot und der Gesellschaftskritiker hat seinen Job gemacht. Dann kann er die verbesserten Verhältnisse genießen und kann ein Stück weit im Strom schwimmen.

    Doch wie die Geschichte lehrt bleibt dieser Zustand nicht ewig bestehen, denn die Gesellschaft neigt dazu, immer wieder in neuen Unsinn abzugleiten. Dann ist es wieder der Job des Gesellschaftskritikers zu kritisieren. So rutscht er dann wieder in die Rolle des Außenseiters.

    Der Job des Gesellschaftskritikers wird also nie für immer erledigt sein.

    1. Nee, ganz bestimmt nicht, und selbst wenn es mal Entspannung für ihn gibt, dann ist das nur temporär und im Prinzip kann er sich den Urlaub garnicht leisten, er muss dann nämlich nacharbeiten und die vielen Fälle der absichtlich schlecht- und halb- Informierten gerade rücken.

      Denn eines ist ja wohl klar : Aufhören, wird die Fehlberichterstattung der MSM wohl nie, sie wird höchstens noch subtiler, was für den Kritiker eigentlich doch eher mehr Arbeit als weniger bedeutet.

      Man muss halt immer dran bleiben, – der Verbrecher kennt keinen Schlaf !

  3. Erst mal ist es Ekelhaft wenn man sich solche Fettmonster ansehen muss. Untersuchungen besagen das bei immer mehr Körperfülle sich der Körper verlangsamt und die Denkfähigkeit durch die Belastung vermindert wird. Das ist jetzt kein Witz, die Untersuchungen giebt es tatsächlich. Es wurde nachgewiesen das überfressene Menschen gerne rumsitzen und mit Mühe in ihrer Behäbigkeit logische Gedanken fassen können. Sie versuchen sich dann mit Handzeichen (Raute oder ähnliches) bemerklich zu machen was uns allerdings so gut wie nichts sagt. Der erste Schritt in unseren Land wäre ein Bundesweites Entfettungsprogramm um wieder Frieden und Einheit her zu stellen 🙂

    1. … ich wunder mich schon länger darüber, dass der Siggi überhaupt noch einen geraden Satz rausbringt ohne röchelnd und keuchend zusammenzubrechen.

      Na ja, so fett wird er jedenfalls schon mal nicht Kanzler. Mit dem Körper kann Stress tödlich sein. Das wird der Schulz mit den vielen Flugkilometern als Außenminister auch noch schmecken.

      Und die Zonenwachtel bräuchte auch mal ne neue Schneiderin, die alte hat schon länger kein Maß mehr genommen.

      1. Es gibt Kleideretänder, egal was du da dran hängst- ob Designer- oder Lumpen- Klamotten! Kleiderständer bleibt Kleiderständer, auch mit Adobe Shop !!!!

  4. Die globale Verarsche der Menschheit ist derart monströs, dass ich mir beim besten Willen leider nicht vorstellen kann, dass die ihr Jahrtausendprojekt ohne heißen Abriss aus den Dracula-Reißzähnen lassen. Wo soll außerdem der Erlöser hin ohne Amargeddon? 

    Man merkt schon, dass sich immer mehr den Schlafsand aus den Frontstrahlern reiben und durch die Gegend wanken,  wo noch ein paar freie Plätze im Zug nach Nirgendwo (sowieso nur noch in Klonähe) abfallen könnten.   Vermehrt stellen auch hartleibig Verstrahlte Fragen – man wundert sich durchaus. 

    Diesen Wende-Dreck habe ich schon mal erlebt,  und welche Kakerlaken da so aus dem Lügengemäuer gekrochen kamen und plötzlich natürlich  immer dagegen gewesen  waren!  Das allein ist schon so gruselig, dass man sich fast das apokalyptische Großreinemachen wünschen könnte.  Aber eben nur fast… 

    Sollten wir noch eine Chance zum Weiterleben in dieser Dimension, die ja mit ihrem Wellenrauschen und Vogelgezwitscher Weißgott sehr schön ist, darf man die Übeltäter nicht davonkommen lassen.  An der FDJ-Sekretärin und an der Stasiverräterin sieht man exemplarisch, wo hin das führt. Diese Leute müssen in einer für die Gemeinschaft Sinn stiftenden Arbeit untergebracht werden. Da schaukelt sich der Taillenumfang von alleine wieder ein. Es muss ja nicht gleich der Steinbruch sein. (Uiuiui –  da hör ich schon ein paar aufjaulen.  Schon klar…) 

    Wo machen Sie die Kneipe, Herr Eggert? Ich will da auch hin.  Prost! 

    1. … und mahlzeit, liebe susan! contra hat meine überschrift verschlimmbessert. poppularkultur stand im zugesandten original, meine damen und herrn redaktionäre!!… die kneipe ist leider noch nicht eingeweiht. aber ich arbeite dran. die grundsteinlegung wird multimedial via satellit bekanntgegeben. versprochen!

  5. Passt doch!  Da fällt mir Pope, Popser, Popel und Popeline ein,  alles wenig prickelnd. Man muss ja verbal auch nicht immer mit Fäkalien um sich werfen, wenn man an die Globalistenmafia denkt. 

    Bei Satellit fällt mir Astra ein, da sollen doch demnächst die Investigativen dem medialen Einheitsbrei ins Fernsehen leuchten. Für Sie dann also der Blaue Bock mit alternativen Gästen. "Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten."  Dann glotz ich auch TV,  jede Folge. Versprochen! 

    1. heinz wäschers alter kanal hatte was, in der tat… ich hoffe aber, daß sie MICH nicht als den blauen bock in personam sehen 🙂

      p.s. die globalistenmafia IST fäkal. leider kommt man da kaum umhin, das was in der kloschüssel der politischen nasszelle ruht, als das zu beschreiben was es ist. auch wenn man meint, dass goethe, schiller und luther diese ausdrucksweise vermieden hätten. was im übrigen nicht stimmt.

      1. das saftige "f….. die frau eines anderen" ist ein verbürgtes zitat. dass sich dieses prozedere einer gewissen beliebtheit erfreut ist ja an sich nichts neues. daß es dafür aber einen regelrechten markt gibt war mir, als ich den einblender zum ersten mal sah, neu. sicher, zügelloses ausspannen hat auch ausserhalb des sattelfesten reitsports seine reizvolle seite; dass daraus aber nun ein einträgliches volks-turnfest gemacht wird ist geradezu typisch für die mischpoke, die über dem politischen geschehen ihre strippen zieht.

      2. Friedrich Schiller : " Unterm Dach mag's aussehen, wie's will. Darüber guckt man bei euch Weibsleuten weg, wenn's der liebe Gott Parterre nicht hat fehlen lassen." 

        Nicht sonderlich sensibel für den, der das Zeug hatte,  Goethe zu überrunden, wenn es ihn nicht so viel zeitiger dahingerafft hätte. Ich liebe ihn trotzdem. Vor mich hingrienend, dass ihm viele seiner Geschlechtsgenossen über die Jahrhunderte zurufen werden: Ja!  Dumm f….. gut! 

        1. letztere behauptung habe ich in einer klinischen studie widerlegt.

          interessant ist dann auch die sich gegenläufig mitliefernde frage ob f…. dumm macht. jedenfalls wenn man´s turniermässig be/treibt. schafft man dann noch die sonst beim frühstück genossene sloterdijk-zizek-diskussion? oder greift der proband dann eher zum fix&foxy-heft? kann der dialektiker auf einmal seiner sahra wagenknecht nicht mehr folgen? und schaltet statt dessen um zu angela merkel? erklärt die zunehmende pornoisierung also die auf den ersten blick abstrusen wahlergebnisse (cdu und spd IMMER noch bei über 20%) in unserer von grund auf gebeutelten republik? korreliert der angelsächsische fachbegriff "screw" also am ende mit dem deutschen "eine schraube locker haben"?

          1. Bei den Wahlergebnissen bin ich mir ganz sicher : Nein. 

            Ansonsten halte ich mich an Lessing: "Nichts verdunkelt unsere Erkenntnis mehr als Leidenschaften."  Ist zwar Scheiße,  aber er hatte auch in anderen existenziellen Fragen recht. 

            Fix und Foxy gibt es übrigens  schon als Porno: Die Anleitungsbroschüre der Geisteswissenschaftler*innen auf dem Globalistentrip zum Thema "Wie bewältige ich am besten eine Unverschleierte." 

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