Um an mehr staatliche Födergelder zu kommen, hat die Katholische Kirche in Norwegen einfach ihre Mitgliederzahlen mit Migranten frisiert. Nun gab es eine Betrugsanzeige und eine Geldstrafe.

Von Marco Maier

Einwanderer, deren Namen "katholisch" klingen, wurden von der Katholischen Kirche in Norwegen einfach zu den Mitgliedern der Gemeinde hinzugerechnet, um so mehr staatliche Födergelder abgreifen zu können. Die gemeldete Mitgliederzahl stimmte laut der britischen Zeitung "The Independent" nicht mit den tatsächlichen Zahlen überein. Nach nun rund zwei Jahren wurden die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden weitestgehend abgeschlossen.

Die Erzdiözese Oslo, die für die Erfassung aller im Land lebenden Katholiken zuständig ist, wurde nun zu einer Strafzahlung von einer Million Kronen (etwa 110.000 Euro) verdonnert. Die umgerechnet rund 4,6 Millionen Euro an Steuergeldern, die die Katholische Kirche durch diese Maßnahmen zu viel erhielt, müssen auch nicht zurückgezahlt werden. Der zuständige Leiter der kirchlichen Administration – Bischof Bernt Eidsvig – der wegen schweren Betrugs angeklagt worden war, konnte somit quasi "freigekauft" werden, wie die Kirche mitteilte. Gegen den Ökonomen des Bistums werde dagegen Anklage erhoben.

In einer Stellungnahme wehrt sich die Katholische Kirche: "Wir haben nichts Illegales getan oder zu viel Geld bekommen." Zudem betonte man, dass Missstände, die in der Vergangenheit aufgedeckt worden seien, seit Langem beseitigt worden wären. Es seien vor allem polnische Migranten gewesen, die ab 2004 in recht großer Anzahl nach Norwegen kamen, sich jedoch nicht bei der Erzdiözese registrieren ließen. Also habe man dies eigenmächtig übernommen, da man so auch an die entsprechenden staatlichen Fördermittel kam, die sich an der Mitgliederzahl der jeweiligen Religionsgemeinschaften orientieren.

Geld regiert die Welt – und die Katholische Kirche, die eigentlich eine der reichsten Organisationen weltweit darstellt, ist da keine Ausnahme, wenn es um die Selbstbereicherung geht. Sie mag zwar im protestantisch geprägten Norwegen nur eine kleine Gemeinde haben, doch die "Weltkirche" selbst schwimmt in Reichtümern. Und wenn es darum geht, noch mehr Geld zusammenzuraffen, ist den Kirchenfürsten jedes Mittel recht.

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8 thoughts on “Norwegen: Katholische Kirche frisierte Mitgliederzahlen mit Migranten”

  1. Sie nenen sich alle samt Theologen,, die alle geniesen Narrenfreiheit..

    wann schon wurde jemals die Bediensteten für Ihre Verbreche hinter Schwedischegardinen gesteckt..?

    Nichtmal der Exzorzist aus Bayern.. oder der Papst-Bankiers gar die Pädo-Clique Weltweit..

  2. ….hab dort fast 10 Jahre gelebt und kann nur sagen…..das ist vøllig normal i Norge. Wohl alle im Stortinget hatten ne schwarzarbeitende Polackenputze im eigenen Haus noch bis vor ein oder zwei Jahren…weiss nicht warum die sich aufregen?

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