Niedrigzinsen machen Lebensversicherer schwer zu schaffen

Das Zinstief reißt tiefe Löcher in der Kasse der Lebensversicherer. Vor allem trifft es deutsche Assekuranzen, wie aus einen Stresstest der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA hervorgeht. Europaweit drohen 160 Milliarden Euro Miese.

Von Edgar Schülter

Wenn es immer so weiter geht mit der Politik der Niedrigzinsen der EZB, müssen sich zirka 236 europäische Lebensversicherer auf 100 Milliarden Euro Belastungen einstellen. Außerdem kämen auf deutsche Unternehmen 27,8 Milliarden Euro an zusätzlichen Bürden zu, weil dessen Vermögenswerte den Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherern nicht nachkommt.

Deutsche Lebensversicherer machen gerade die hohen Zinsen aus Altverträgen schwer zu schaffen. Rechnet man die Niedrigzinsen mit dem Absturz der Kurse der Wertpapiere zusammen, würde dieses die Bilanzen der Unternehmen in Europa mit 160 Milliarden Euro belasten.

Am Stresstest nahmen 20 deutsche Lebensversicherer teil 

Laut der BAFIN nahmen 20 Lebensversicherer die den Markt mit 75 Prozent abdecken, am Stresstest teil. Dieser Test wurde von der EIOPA nach der Einführung der neuen Kapital und Aufsichtsregel Solvency II durchgeführt. Es zeigt die starke Verwundbarkeit in diesem makroökonomischen Umfeld.

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Versicherer spielen alles runter 

„Alles nur halb so wild“ meinen die Versicherer, da die Szenarien auf unwahrscheinlichen Annahmen beruhen, so die Aussage von Branchenverband  GDV. Die Versicherer sind zwar abseits der Tests von EIOPA angemessen kapitalisiert , jedoch würde ohne die Einführung der neuen Kapital und Aufsichtsregel Solvency II, 32 von 236 Versicherern den Stresstest nicht bestehen. 

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4 Kommentare

  1. Dieser Artikel ist Humbug, Herr Schülter !!!

    Versicherungen sind treibender Teil des Systems zur Vermögensberaubung und der Vermögensumverteilung von arm nach reich!

    Niedrige Zinsen bedeuten nur, dass der Raubzug langsamer abläuft oder gar ins Stocken gerät. WAS Bitteschön ist daran zu bedauern?

    Oder anders gefragt:
    Wenn "die Zinsen wieder steigen", damit die Policeninhaber und Aktionäre endlich wieder lukrativere leistungslose Einkünfte beziehen können, WER kommt für deren "Zinsbezüge" auf, wenn diese "ohne Arbeit" vereinnahmt werden können??? WO kommen die "so dringend herbei ersehnten Zinsgelder" eigentlich her ??? Hm?

    ZINS ist das teuflischste Unheil, was je über die Menschheit gekommen ist!
    Und Sie bejammern bereits erste Niedergangsanzeichen? 

  2. Ohne Zinsen wird es keinen Gewinn geben und die vor Abschluß berechneten "Extra-Auszahlungen" zum Ablaufende der Lebensversicherungen können wohl nicht mehr gehalten werden. Deswegen die Lebensversicherung sobald wie möglich kündigen. Erspartes Geld kann man sich auch selbst "auf die Seite" legen. Diese Niedrigzinsen auf Dauer eliminieren die Gewinne der Versicherten und die Lebensversicherungsbranche, die davon lebt.

  3. Meine Mutter hat über 30 Jahre bei der Alianz eingezahlt, das Ergebnis war das es mal so für ihre Beerdigung gereicht, soviel zu Lebensversicherug. das ist Betrug vom feinsten.

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