Lissabon 2016 – 80 Obdachlose bekamen eine neue Zukunft

Wie immer um diese Zeit des Jahres, wird auf die Menschen in unserer Gesellschaft geachtet, die – aus welchem Grund auch immer – in Not geraten sind. Die alteingesessenen Machteliten oder auch die, die es schaffen sich hinzu zählen zu können, brauchen die Armut als Abschreckung. Aber es gibt Leute die alles tun, um diese Menschen aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Es ist schön, wenn man irgendwie einem anderem Menschen helfen kann. Es gibt dem Helfenden ein gutes Gefühl und würde man selber eines Tages in Not geraten, dann fiele es weniger schwer, um Hilfe zu bitten. Man erinnert sich daran, wie einem jede Geste der Freundlichkeit, das eigene Herz erwärmte. Es mag ja Paradox klingen, aber wenn man Gutes tut, dann bekommt man umso mehr zurück, desto mehr man gibt. 

In Lissabon gibt es eine Vereinigung, die Menschen von der Straße holt und ihnen eine neue Zukunft bietet. Die „Associação de Assistencia de São Paulo“ (AASP) unterhält ein Obdachlosenasyl in Lissabon. Doch es ist mehr als nur eine vorübergehende Bleibe, wie es leider oftmals der Fall ist. Es ist ein komplettes Lebenshilfe-Angebot. Hilfe bei Problemen mit Drogen, Alkohol, Depressionen oder anderen psychischen Störungen werden dort angeboten. Feste Regeln sind oft ein Hindernis, doch trotzdem ist es ein Ausweg bei dem die notwendige Hilfe geleistet wird, die diese Menschen brauchen, um ein neues Leben zu beginnen. 

Dieses „Hotel“ der besonderen Art, mit 3 Bettzimmern, ist aber nur eine Zwischenstation. 80 Obdachlose kamen in den letzten 18 Monaten hier herein, von denen 30 inzwischen in den 5 Wohnungen der AASP leben. Nachdem sie ihre Autonomie wiedergefunden haben, werden sie also in eine der WG's verlegt, wo sie ihr eigenes Zimmer bekommen. Der nächste Schritt, die finanzielle Autonomie, ist jedoch nicht leicht zu erreichen. Die Renten sind meist unzureichend und bei den meisten hat die Straße tiefe Spuren hinterlassen. Oftmals ist auch schwer aufgrund mangelnder Gesundheit einen passenden Arbeitsplatz zu finden. 

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So gab es an diesem Weihnachten doch etwas Positives zu berichten und für 80 Obdachlose, die dereinst auf den Straßen von Lissabon überlebten, gab es mehr als das traditionelle Weihnachtsessen. Für diese 80 Menschen ist – seitdem sie von der Straße sind – jeden Tag Weihnachten. In diesem Sinne, nochmals ein Frohes Fest.

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4 Kommentare

  1. Obdachlos ist nicht gleich obdachlos

    Es gibt Obdachlose, die aufgrund äußerer Umstände in die Obdachlosigkeit gezwungen werden, und diese sind jede Anstrengung wert.

    Dann gibt es jene, für die Obdachlosigkeit wegen persönlichen Defiziten die erwählte Lebensform ist – bei diesen ist jede Anstrengung vergebens. Das werden die Helfer das AASP früh genug merken.

    Auch die Amis haben sich zur Obdachlosigkeit Gedanken gemacht :

    Gestern erst sah ich ein Video, in welchem Polizisten den Obdachlosen in klirrend kalten Winternächten ihre Decken wegnehmen, damit sie rennen müssen, wenn sie nicht erfrieren wollen.

    Sowas passiert in jenen Counties, die Obdachlosigkeit damit bekämpfen, dass sie sie verbieten – dort dürfen Obdachlose noch nicht mal auf Parkbänken sitzen.

    Ja, die weihnachtliche Welt kann einen genau so starken Brechreiz verursachen wie das weihnachtliche Wetter.

    Aber, alle Achtung : Das arme Portugal gibt den Amis ein gutes Beispiel.

  2. Nur 80 Obdachlose bei wieviel ? Wenn das nicht mal wieder Werbung ist. Was in Amerika mit den Obdachlosen abgeht weis ich. Das sie nicht noch Zyankalikapseln verteilen an den Leuten wundert mich. Na zur Not haben sie in den letzten Jahren an die 1000 Konzentrationslager gebaut genannt Fema Champs. Alles wird gut…… Hoffendlich kommen nicht einige Leute hier bei uns auf diese Ideen. Mit Zensur fängt immer alles an, darum müssen wir aufpassen. Lager für Merkels Freunde haben wir inzwischen genug wir dürfen nicht warten das auch wir plötzlich hinter Stacheldraht stehen.

  3. Lissabon 2016 – 80 Obdachlose bekamen eine neue Zukunft

    ——

    Toll, diese Almosen!

    Die ähämm….'linke Regierung' (in Wahrheit eine kulturmarxistische pseudo-linke Regierung im Dienste der Hochfinanz), soll die portugiesische Zentralbank verstaatlichen und ihr Geld im Auftrag des Souveräns, zinsfrei und arbeitsgestützt, selbst herstellen.

    Dann gibt es keine Obdachlosen!

    Angenehmer Nebeneffekt: Alle Waren und Dienstleistungen würden in Portugal um rd. 40 Prozent billlger!

    Es gibt Einen, ders vorgemacht hat, wie es geht: Victor Orban, der ungarische Patriot, der als 'Diktator' verunglimpft wird.

    Orban hat die Hochfinanzbankster einschl. Troika u. IWF aus dem Land geschmissen und geriert seitdem sein Geld selbst.

    Inzwischen hat Orban die letzte Rate der Schulden an die EU und den rothschild'schen IWF zurück gezahlt.

    UNGARN IST INZWISCHEN SCHULDENFREI!

    Wird natürlich von der Presse totgeschwiegen!

    Nur so geht's!
     

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