Kanada: Politisch korrekte Knallköpfe

Ein neues Gesetz in Kanada treibt die politische Korrektheit auf die Spitze. Und das nur wegen ein paar Transgendern. Doch es gibt keinen Aufschrei der Feministinnen gegen diese Diskriminierung von biologischen Frauen, die sich insbesondere im Sport abzeichnet.

Von Michael Steiner

Die Rechte von Transgender-Personen sollen in den kanadischen Menschenrechtsgesetzen festgeschrieben werden. Ein entsprechendes Gesetz (Bill C-16), welches von Premierminister Trudeau im Mai dem Parlament vorgestellt wurde und bald in Kraft treten soll, stellt jedoch einen weiteren Kniefall vor der immer weiter ausufernden politischen Korrektheit dar, die das alltägliche Leben immer stärker bestimmt. Der neue Liberalismus, der sich die Freiheit auf die Fahnen schreibt, bringt nur neue Unfreiheiten mit sich.

Denn in Zukunft kann jeder Kanadier zu einem Arzt gehen, dort behaupten er oder sie fühle sich als Teil des jeweils anderen Geschlechts und dann ein Attest erhalten, welches eine Frau zu einem Mann und einen Mann zu einer Frau erklärt. Danach muss man nur zum Einwohneramt gehen und mit dem Attest eine neue ID-Karte beantragen – und schon hat man das Geschlecht gewechselt. Wer dann deswegen mit einer Infragestellung des Geschlechts konfrontiert wird, hat das Recht dazu, Anklage zu erheben.

Doch das ist noch nicht alles: Jeder weiß, dass Männer in manchen Sportarten den Frauen körperlich überlegen sind (man vergleiche nur einmal den Männerfußball mit dem Frauenfußball – wie zum Beispiel das Spiel der australischen Frauen-WM-Truppe gegen die U-15-Jungs). Soll man dann einfach hinnehmen, wenn sich ein paar männliche Profis als Frauen deklarieren und dann ein Verdrängungswettbewerb stattfindet? Wo bleibt hier der Aufschrei der sonst so lautstarken Feministinnen gegen diese offensichtliche Diskriminierung von echten Frauen (und nicht jenen, die sich so fühlen)?

Lesen Sie auch:  Klage gegen saudischen Ex-Spionagechef könnte verdeckte US-Operationen öffentlich machen

Angesichts dessen, dass sich weniger als 3 Prozent der kanadischen Bevölkerung als "Transgender" verstehen, ist eine solche Gesetzgebung schon sehr idiotisch. Denn die Mehrheitsbevölkerung darf dann zum Schutz einer kleinen Minderheit diskriminiert werden. Vor allem jedoch stellt sich die Frage, welche Realität mehr Gewicht hat: Die rationale biologische oder doch die subjektive emotionelle?

Loading...

Bücher zum Thema:

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit ein ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

4 Kommentare

  1. Die politisch korrekten Knallköpfe habe  wir auch in Europa:

    Laut holländischen Medienberichten habe das Anti-Diskriminierungsbüro MiND gesagt, dass die Verunglimpfung von Homosexuellen zwar normalerweise strafbar sei, bei einem Moslem aber durch die Religionsfreiheit gedeckt sei.

    Die Todesdrohungen müssten im Zusammenhang mit dem islamischen Glauben gesehen werden. So gäbe es Muslime, die den Koran so auslegten, dass Homosexuelle getötet werden dürften. Das sei durch die Meinungsfreiheit in den Niederlanden gedeckt, so die Antidiskriminierungsstelle MiND weiter.

  2. Na, die erste Folge dieses Gesetzes ….

    …. dürfte wohl sein, dass sich sabbernde Kerle landesweit und legal auf den Damentoiletten einrichten werden.

  3. Da wird es aber schwer mit der Bevorzugung, äh Förderung von Frauen wenn sich jeder als Frau auf Job X bewerben kann.

    Wenn es was bringt heule ich meinem Arzt auch etwas vor, ich lebe dann halt in einer lesbischen Beziehung mit meiner Frau, was noch viel viel schützenswerter ist.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.