Ethische Banken, eine saubere alternative der Geldanlage

Eine neue Generation der Banken bietet sich an. Fonds in Ökologiewerte, Geschäfte im Umweltschutzbereich, 100 Prozent Garantien für den Kunden. Es sind die sogenannten „Green Banks“.

Von Edgar Schülter

„Geld bildet eine menschliche Beziehung ab.“ Diese Idee ist eines der Grundgedanken der neuen ethischen Bank. Anstelle von abstrakten, undurchschaubaren Geschäften, wird hier für volle Transparenz gesorgt. Indem man, zum Beispiel, bevor ein Kredit für einen Bauernhof vergibt, dieser selber besucht wird, um zu urteilen wie das Verhältnis zu Tieren und Boden ist. Hier wird vorher der Umgang des Bauern mit seinen Tieren beurteilt. Zwar ist es eine große Arbeit alle Kreditnehmer zu besuchen, doch am Ende lohnt es sich. In den letzten Jahren konnte man bisher keinen Kreditausfall verzeichnen. Je besser man den Kreditnehmer kennt, desto geringer wird das Ausfallrisiko. Außerdem bedeutet es, dass Zinsen nicht steigen müssen. Durch dieses Konzept erreicht man erträgliche Rückzahlungen.

Der Bankwechsel lohnt sich 

„Mit Geld die Welt verändern“, ist dass Ziel dieser neuen Banken. Die klassischen Banken arbeiten oft mit heiklen Finanzprodukten, betreiben Lobbyarbeit und statten ihre Manager mit schwindelerregenden Gehältern aus. Schlimmer noch, sie investieren Geld in Rüstungsgeschäfte, Atom-und Kohlenkraftwerke und Nahrungsmittelspekulation. Außerdem beraten sie schlecht und bieten Kunden immer wieder Produkte an, bei denen in erster Linie immer nur die Bank verdient und der Kunde mit einen „Durchschnittsverdienst“ abgespeist wird. Bei ethischen Banken sieht das ganz anders aus. Hier werden Ausschlusskriterien bei den Investitionen vorausgesetzt. Zum Beispiel werden von vorne herein Unternehmen die mit Kinderarbeit, Tierversuchen und Gentechnik hantieren, gleich ausgeschlossen. Diese Ausschlusskriterien werden auf den Webseiten dieser Banken publiziert.

Geschäfte nur mit ethisch und ökologisch vertretbaren Unternehmen 

Das sind die Positivkriterien dieser Banken, denn diese Unternehmen fördern Nachhaltigkeit und Entwicklung sozialer Projekte. Unehrlichkeit zahlt sich nicht aus. Ein Problem, dass leider in unserem neoliberalen Bankensystem nur für Pleiten und Skandale sorgt. Denke man alleine an die vielen faulen Kredite, die man hätte verhindern können. Ab dem 16. September 2016 ist der Bankwechsel viel einfacher.  Das Gesetz („Zahlungskontengesetz“) ist in Kraft getreten. Banken sind nun verpflichtet, dem Kunden auf dessen Wunsch hin beim Wechsel zu helfen. Diese Neuerung soll es Bankkunden möglich machen, ohne viel Aufwand innerhalb von etwa 14 Tagen die Bank zu wechseln.

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Dabei hilft die neue ethische Bank den Kunden den Wechsel zu vollziehen. Einen Termin für ein Beratungsgespräches einzuholen lohnt sich.

Für alle Interessierten, hier eine Liste dieser Banken:

  • GLS Bank
  • Triodosbank 
  • Ethikbank
  • Umweltbank
  • Alternative Bank Schweiz 

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17 Kommentare

  1. einzig und allein nur eine "würdige" tierhaltung, sagt nichts über die rentabilität des bauernhofs aus – priorität #1 wird die kreditwürdigkeit bleiben. investieren in die / mittels der banken des EWR oder gar der BRD – kommt's hart auf hart ist die kohle einfach weg. und es gibt nichts, was man dagegen machen kann. geld grundsätzlich ausserhalb der eu (+schweiz) oder – wenn das nicht geht – in einem land, was den Friedensvertrag unterzeichnet hat (ausserhalb des DRrR gibt es davon auf eu-territorium nur 2) bunkern. 

    1. das konto, mit hilfe eines RuStaG-konformen Staatsangehörigkeitsausweises, auf die natürliche person und bei einer bank des staates (nicht bei einer filiale der "deutschen bank" o.ä.) registrieren – laut meinen erfahrungen nicht unmöglich aber eine ganz schöne herausforderung. 

        1. aus der "richtigen" schreibweise des vor- und familiennamens geht die zugehörigkeit zu einem der deutschen staaten und der status eines menschen hervor. 

          … während die blosse selbstverwaltungsproklamation von den "behörden" ignoriert wird. 

  2. Ethische Bank – ein Widerspruch in sich.

    Der primäre Sinn von Privat-Banken ist Kapitalakkumulation.

    Unethisch ist Kapitalakkumulation bereits im Ansatz, weil es leistungsloses Einkommen ist – eine andere Bezeichnung für "Betrug".

    Das ethische Gegenstück zur unethischen Privatbank ist die staatliche Bank, die zinslose Kredite vergibt.

    Wir täten gut daran, Parteien, an die Macht zu wählen, welche den Zinsbetrug beenden.

    Die einzige mir bekannte Partei, die das umsetzen will ist die Deutsche Mitte von Christoph Hörstel.

    Es ist also sinnvoll die Deutsche Mitte und die AfD in den Bundestag zu wählen.

  3. Es war einmal – ein "großer" deutscher Banker, der zur immer wiederkehrenden Ethikdiskussion im Bankgewerbe folgendes von sich gab – "Wir müssen das, was wir denken, sagen. Wir müssen das, was sagen, tun. Wir müssen das, was wir tun, auch sein. " – Derselbe Banker hat seinen Worten Taten folgen lassen (wollen), er forderte eine Schuldenerlass für die sog.3.Welt. Sein Schicksal ist uns allen bekannt.  —  Bevor es zur Gründung einer sog. "ethischen" Bank überhaupt kommen kann, muss von Finanzmarktaufsicht, von Bundesbank und zu "guter"letzt von der EZB "grües Licht" gegeben werden. Die Kreise, denen die genannten 3 Prüfinstanzen unterstehen, werden sicherlich dafür Sorge tragen, das sich die Idee der "ethischen" Banken nicht "ungebührlich" ausweitet.

  4. Es gibt keine ethischen Banken, ich möchte nur daran erinnern, dass die GLS-Bank, wo die Band Die Bandbreite ein Konto hatte. Ihnen wurden die Konten gesperrt. Ihre Aufklärung hat der ,,ethischen'' Bank nicht gefallen. Wenn man das Lied hört, was sie singen von hier regiert die Mafia, dann versteht man  was abläuft.

    https://www.youtube.com/watch?v=J1wbUUnPUB0

     

  5. Hört sich gut an. Die Frage ist, ob man wirklich "volle Transparenz" schaffen kann…Bei solchen Fonds ist es schwierig für den Investor nachzuvollziehen, in was er eigentlich sein Geld investiert und wie hoch das Risiko ist (wie auch hier https://www.unternehmerich.de/Crowdfunding.html beschrieben). Ich bin eher skeptisch, dass diese "ethische Banken" das Vertrauen von den Startup Investoren gewinnen werden. Zur Zeit bietet das Crowdfunding genauere Einschätzung des Risikos.

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