Rodrigo Duterte. Bild: Youtube / Rappler

Duterte: Die Philippinen brauchen kein Geld von Washington

Duterte sagt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich bereit machen sollten, Soldaten und Ausrüstung abzuziehen. Das Land brauche auch das US-Geld nicht.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Der Präsident der Philippinen Rodrigo Duterte reagierte heute verärgert auf Berichte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich überlegen, einen Teil ihrer Hilfe für das Land aufgrund von Menschenrechtsbedenken zurückzuhalten. Er sagte, dass die Philippinen Amerika nicht brauchen, und wichtiger noch: „Wir brauchen euer Geld nicht.“

Seit seiner Wahl haben sich die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den Philippinen dramatisch verschlechtert, wobei Präsident Obama ein geplantes Zusammentreffen mit Duterte absagte, und der Präsident der Philippinen offen darüber sprach, engere Beziehungen zu Russland und China zu suchen, und meinte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika, ihr einziger Waffenlieferant in der Geschichte, nur daran interessiert sind, ihnen zu verkaufen, was sie verkaufen wollen, und nicht das, was ein Land wie das seine braucht oder kaufen will.

Duterte betonte, dass die „Politik hier in Südostasien sich ändert” und dass China ihm versichert hat, er könne statt von den Vereinigten Staaten von Amerika von ihnen alles bekommen, was er braucht. Er wiederholte seinen Wunsch, die militärischen Einsätze der Vereinigten Staaten von Amerika in den Philippinen zu beenden, und sagte, diese sollten sich darauf vorbereiten, ihre Soldaten und Ausrüstung rasch abzuziehen.

Er deutete an, dass der Vertrag über die Stationierung von US-Truppen auf den Philippinen „jeden Tag” beendet werden könnte. Duterte hatte früher Bedenken geäußert, dass enge Beziehungen mit dem Militär der Vereinigten Staaten von Amerika die Philippinen in einen amerikanischen Krieg gegen China hineinziehen könnten, und dass er das verhindern will.

5 comments

  1. Ein beeindruckender Politiker!

    • Das ist kein Spiel auf ein Tor“, wird Duterte von AP zitiert. „Tschüss, Amerika“.

       https://de.sputniknews.com/politik/20161218313809809-duterte-tschuess-usa/

      "kein spiel auf ein tor" - Duterte ist waschechter russe - durch und durch!

  2. "wobei Präsident Obama ein geplantes Zusammentreffen mit Duterte absagte,"

    Wen das Profil des Gegners ein klares Unumstößliches ist, dann gibt es auch keine Aussicht auf faule oder gekaufte Kompromisse.

  3. Wie hatte Duterte Obama doch gleich genannt? - H…sohn? He, he.

    Könnte ich mich ja bepissen vor lachen!

    Duterte - der neue Hugo Chavez.

    In den Schwellenländern spricht sich langsam rum: "Widerstand ist nicht zwecklos!"

    Es wird Zeit, den völkermordenden Imperialisten aus dem Land zu schmeißen.

    Die AfD will das in Deutschland auch machen, wie man im Parteiprogramm lesen kann:

    "Die AfD setzt sich für den Abzug aller auf deutschem Boden stationierter aliierter Truppen und insbesondere ihrer Atomwaffen ein."

  4. Duterte braucht kein U.S. Geld und wir keine Angela Merkel. So wäre es angebracht, im Rahmen der politischen Globalisierung, kurzfristig einen Austausch Duterte - Merkel vorzunehmen. So kann, wie von Angela Merkel zu ihrem Amtsantritt propagiert: 'Neue Ideen braucht das Land' endlich verwirklicht werden, denn von ihrer Seite kam in dieser Hinsicht in ihrer zu langen Amtszeit hauptsächlich heiße Luft.

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