Deutschland: 400.000 unbearbeitete Asylanträge

Das Ausmaß der Überforderung Deutschlands mit der Migrationskrise wird in der hohen Anzahl an unbearbeiteten Asylanträgen ersichtlich.

Von Michael Steiner

Laut dem scheidenden Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, hat seine Behörde angesichts des hohen Andrangs und der nicht ausreichenden personellen Ausstattung in den letzten Monaten rund 400.000 unbearbeitete Asylanträge angehäuft. Rund ein Viertel davon, so Weise gegenüber der "Bild" seien "sehr spezielle und langwierige Fälle, bei denen entweder keine Dokumente vorliegen oder wir weitere Informationen aus dem Ausland brauchen." Diesen Rückstau "an unbearbeiteten Asylanträgen" wolle die Behörde "im Frühjahr 2017 weitgehend abbauen", sagte Weise weiter.

Dabei muss man bedenken, dass diese Menschen in der Zwischenzeit von den deutschen Behörden rundum versorgt werden müssen, obwohl wahrscheinlich ein nicht unerheblicher Teil von ihnen gar kein Anrecht auf Asyl in Deutschland hat. Insbesondere die vielen Wirtschaftsmigranten stellen hierbei einen gewichtigen Faktor dar.

Deutschland und Europa sehen sich einem nach wie vor großen Migrationsdruck aus Afrika und dem Nahen Osten gegenüber. Obwohl man auf dem Kontinent nicht in der Lage ist, genügend Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort zu schaffen, werden immer wieder Wirtschaftsmigranten aufgenommen, welche dann – mangels ausreichender (Aus-)Bildung – in den nationalen Sozialsystemen landen. Auch viele Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten denken, sie könnten sich ihre Zufluchtsstätte nach eigenem Gusto auswählen – und wollen vorwiegend in jene Länder, welche die umfangreichsten Sozialleistungen bieten.

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat und auch Sie die Medienvielfalt retten wollen, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht zudem die Möglichkeit ein ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben.

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Berlin will sich in Weißrussland stärker einmischen

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

5 Kommentare

  1. Die Bearbeitung der Anträge ist längst obsolet, da die Merkel-Regierung auch abgelehnte Asylbewerber im Land beläßt.

    Es geht nicht um Asyl – es geht um Bevölkerungsaustausch.

    1. Ihre Worte werden von entsprechenden Zahlen bestätigt – 550.000 abgelehnte Asylbewerber, die sich seit 2015 (!!!) im Land befinden. –   Einem Versagen der politischen "Eliten" folgt früher oder später das (in diesem Falle verordnete) Versagen der Funktionseliten. Das Funktionsträger, Politik und Medien die Situation schönreden, Statistiken und Zahlen "aufhübschen", sollte man als Verschwörung gegen die BRD-Bürger und Steuerzahler ansehen.

      1. es bestehen immernoch unterschiede zwischen einem begünstigenden aufenthaltstitel und einer "duldung", die nichts weiter, als eine "aussetzung der abschiebung" ist! 

    2. Sehr richtig, Richard! Denn sonst wäre es ja kein Problem, diese Klientel abzuschieben! Da braucht man nicht Jahre zu. Und sollte der Eine oder Andere wegen "verlorener" Papiere ein "Problem" darstellen, so wird er dahingeschickt, wo er als Heimatadresse bei der Einreise in dieses gelobte Land angab! So etwas ist meines Erachtens in einer Sitzung mit diesem Individuum erledigt. Ergo: Bevölkerungsaustausch!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.