Deutscher Außenhandel: Deutliches Minus zeigt wirtschaftliche Probleme in der EU auf

Der deutsche Außenhandel verzeichnete im Oktober ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl die Exporte als auch die Importe sind deutlich schwächer.

Von Marco Maier

Die Abkühlung der globalen Konjunktur trifft auch die deutsche Wirtschaft, die sich vom Außenhandel stark abhängig machte. Im Oktober wurden von Deutschland Waren im Wert von 101,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 82,2 Milliarden Euro importiert, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Damit liegt das Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei den Exporten bei 4,1 Prozent, bei den Importen bei 2,2 Prozent. Der Außenhandelsüberschuss liegt demnach bei 19,3 Milliarden Euro (Oktober 2015: +21,7 Milliarden Euro).

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2016 Waren im Wert von 59,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 54,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2015 sanken die Exporte in die EU-Länder um 4,5 Prozent und die Importe aus diesen Ländern um 1,9 Prozent. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober Waren im Wert von 37,4 Milliarden Euro (-4,1 Prozent) geliefert und Waren im Wert von 36,4 Milliarden Euro (-2,6 Prozent) aus diesen Ländern bezogen.

In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober Waren im Wert von 22,3 Milliarden Euro (-5,4 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 17,8 Milliarden Euro (-0,5 Prozent) von dort importiert. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober Waren im Wert von 41,8 Milliarden Euro (-3,4 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro (-2,7 Prozent) aus diesen Ländern importiert.

Lesen Sie auch:  Auch in Deutschland geht es in Richtung Zwangsimpfung

Es zeigt sich damit, dass vor allem der Handel mit den anderen EU-Ländern deutlich stärker zurückging als der gesamte Außenhandel. Angesichts der deutschen Dominanz in der europäischen Wirtschaft ist dies ein deutlicher Indikator dafür, dass die Wirtschaft in Europa erneut ins stocken gerät.

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21 Kommentare

  1. Export-Irrsinn vernichtet Arbeitsplätze in Deutschland

     

    Die jährlichen Exportrekorde Deutschlands werden durch Dumpinglöhne und damit Konsumverzicht der Deutschen erkauft.

    Dieser Konsumverzicht wird über poor working, Zeitverträge, Minijobs und Zeitarbeit realisiert und sorgt im Inland für eine Konjunkturflaute. Diese Reduktion der Binnennachfrage kostet Arbeitsplätze in Deutschland.

    Folglich entstehen die Exportarbeitsplätze auf Kosten der Arbeitsplätze der Binnennachfrage.

    In Export-Halbjahresbericht von 2006 gab die Bundesregierung zu, dass mehr Binnennachfrage-Arbeitsplätze vernichtet werden, als Exportarbeitsplätze entstehen.

    EU-Länder leben auf Kosten der deutschen Bevölkerung

    Die durch Lohnverzicht in Deutschland realisierten Exporte in europäische Länder wie Griechenland und Spanien werden von diesen Ländern mit Schuldscheinen bezahlt, die sogenannten Target II-Salden.

    Diese Schuldscheine liegen nun bei der deutschen Bundesbank und haben mittlerweile eine Größenordnung von über 700 Mrd. €. Geld, das die Bundesregierung nie von diesen Pleitestaaten wird eintreiben können.

    Im Endeffekt verzichten die Deutschen auf angemessene Lohnerhöhung, damit die Europäer auf unsere Kosten konsumieren können. Eine verbrecherische Politik.

    Lohnsteigerungen und Mindestrente – Binnennachfrageerhöhung statt Exportirrsinn

    Um dieses Exportverbrechen zu stoppen sollten die Deutschen

    a) Mindestlohn auf 11,50 € anheben und Mindestrenten von 1050 € einführen. So wird die Binnennachfrage erhöht, dadurch Exportarbeitsplätze durch Binnennachfrage-Arbeitsplätze ersetzt. Dann verkonsumieren die Deutschen ihre eigene Wertschöpfung und verschenken sie nicht mehr ans Ausland.

    b) Keine Schuldscheine mehr von europäischen Pleitestaaten annehmen. Wenn Griechenland konsumieren will, soll es selber Produkte herstellen.

     

     

     

    1. Griechenland hockt auf gigantischen Öl- und Gas-Reservoirs – die hat unser treuer Schäuble schon mit 300 Milliarden anbezahlt.

      Sorreeh, den Bank-Juden hat Schäuble 300 Milliarden geschenkt, damit sie das Griechengas für einen weiteren Holocaust an uns Deutschen entwickeln können.

      1. ..griechen haben keine Resourcen.. ist ein FAKE!

        die Rescourcen werden von den Israelis,, in der Levante und Golanhöhen ausgebeutet!!

        Die Israelis, dürfen die Levante ausbeuten wenn die Türkei es erlaubt, nach Türkischen-Spielregeln..!!

        Hingegen verfügen die folgende Anreiherstaaten über beschränkte und eigenständige Rescourcen.. "Albanien-Kosovo-Bulagarien-Rumänien"

  2. @Richard
    Leider ist es so, die Gläubiger dieser 700 Mrd. Euro werden ihr Geld so oder so bekommen. Ob von den Schuldnern oder ob vom Souverän, denen ist es egal, hauptsache die Gewinne sprudeln.

    1. @ Revolution

      ——–

      Der 'Gläubiger' ist die Bundesbank, also der Staat bzw. der Souverän (der Steuerzahler).

      Die Lieferanten bekommen ja ihr Geld und zwar von der Bundesbank. Es fließt aber kein Geld vom Auftraggeber und dessen Zentralbank an die Bundesbank. Es entsteht lediglich eine Forderung der Bundesbank an die Zentralbank des Auftraggebers.

      Ein teuflisches System zur Ausplünderung der Deutschen als Exportnation.

      1. Sowas nennt man Targetsalden…..mit ca. 750 Milliarden € stehen die zZ in den Büchern und stellen einen Großteil des deutschen Nettoauslandsvermögen dar…..jetzt kommt die spannende Frage…..was wäre wenn der € ins totale Flattern kommt??????

        Genau…. Pustekuchen!!!!! Dankeschön an eine ehemalige Kanzlerin, die unser Land hervorragend kaputtspielt…..je weiter wir uns vom Ost sprich eurasischen Markt entfernen, RF gehört dazu, laufen wir in eine Verhängnisvolle Wirtschaftszukunft…..die Russen lachen mittlerweile über her Sanktionen…..man hofft sie werden weiter bestehen bleiben, desto mehr Druck ist vorhanden die gesamte Wirtschaft umzubauen…. einschließlich die riesige Ressourcen der russ. Landwirtschaft…..immer mehr Kapital wird direkt in RF investiert…..

         

         

  3.  

    @ Richard

    EU-Länder leben auf Kosten der deutschen Bevölkerung

    Die durch Lohnverzicht in Deutschland realisierten Exporte in europäische Länder wie Griechenland und Spanien werden von diesen Ländern mit Schuldscheinen bezahlt, die sogenannten Target II-Salden.

    Diese Schuldscheine liegen nun bei der deutschen Bundesbank und haben mittlerweile eine Größenordnung von über 700 Mrd. €. Geld, das die Bundesregierung nie von diesen Pleitestaaten wird eintreiben können.

    ———

    Danke, Richard, genau darauf wolle ich in meinem Kommentar hinweisen, den ich mir nun weitestgehend sparen kann.

    Die Target Salden dürften mittlerweile allerdings schon die Billion überschritten haben.

    Und WER immer glaubt, wir würden davon auch nur einen Cent sehen, der ist ein Träumer.

    Und falls die Eurozone platzt (was sehr wahrscheinlich ist) dann ist das Geld ohnehin futsch.

    Der 'Exportmeister' ist nur ein Titel, der verschleiern soll, dass Deutschland durch den Export ausgeplündert wird.

    Ist doch komisch, dass die beiden eigentlichen Verlierer des WK II, Deutschland und Japan zu reinen Exportnationen hochgepusht wurden.

    Sie wurden aufgebaut, um den eigentlichen Gewinner, die Hauptsiegermacht, US-rael und ihre Verbündeten mit hochwertigen Industrie-Gütern und Waren zu Dumping-Preisen zu beliefern.

    1. Yep..für das Gro der deutschen Bevölkerung ist das ein Kreislauf des Todes..und unsere Bereicherer sollen helfen ihn am Leben zu erhalten.

      Die Masse des deutschen Volkes wird in diesem System zermahlen werden.

      Ein perverses System.

  4. Ja,wer sich eine Merkel CDU leistet mit Russlandsanktionen,Israel U Boote schenken kann,Immigranten ohne Ende und Regeln versorgen will der muß auf die Couch.

  5. Wenn einer dicke Autos baut, die er sich nicht leisten kann …

    dann ist er Deutscher.

    Wenn einer dicke Autos FÄHRT, die er sich nicht leisten kann, dann ist er Südeuropäer.

    Wenn einer den Gürtel enger schnallt, um die dicken Autos zu bezahlen, die jene fahren, die sie sich nicht leisten können – ja, das ist wieder ein Deutscher.

    Das ist das Wirtschaftsmodell der EU – in einer Nuss-Schale

    1. Stimmt, wer damals das dickste Auto fährt war ein geachteter Bürger. Es war eben die Zeit zwischen scheinbaren erfolgreichen und Versagern. protzen war angesagt. Man ist der beste, mit nichts und Schulden. Welch ein Irrtum, ich war genauso blöd  weil man mich erzogen hat der Größte zu sein.

  6. ..das sind Saisonale.. gräben!

    die Auftragsbücher waren bis 2020 ausgelastet..
    die Ukraine-Russland-Türkei.. politik sowie EU-Titanik ist das Problemo..!

    aber Deutschland ist kein sinkedes Schiff.. der leicht gekentert werden kann!!

    1. ach,, ja eben das "Auto-Industrie"

      da sind aber die DeutschenPolitiker die Piraten..

      die haben zugelelassen dass die "USA, Canada, England, Australien, SüdAfrika" die Suppe versalzen haben..

      Deutschland ist nicht "Auto-Industrie" hat/ist auch in anderen Sektoren sehr dynamisch..

  7. Iransanktionen, Syriensanktionen, Russlandsanktionen, Brexit, Finanzkrisen in Italien-Griechenland-Frankreich…..

    Gefährlichkeit des US Marktes hinsichtlich riesiger Schadensersatzsummen wie bei VW, UBS, Deutsche Bank, Bosch,…. zu sehen.

     

    Mir fällt derzeit eigentlich kein echter Markt mehr ein, wo man sicher in den nächsten 5 Jahren hinliefern kann. Ich kenne auch keinen Unternehmer, der aufgrund des EU Richtlinienterrorismus, Verschärfungen des Währungs- und Wirtschaftssanktionskrieges noch guter Dinge ist, gerne Leute einstellt und große Investitionen plant. Man ist derzeit wie erstarrt, geschockt, verängstigt und sich nach Möglichkeiten seine Firma abzuwickeln, zu verkaufen, … und sich irgendwo in Australien, Neuseeland, Chile eine sichere Bleibe zu suchen.

    1. Auch schon gemerkt ich hab meine Firma vor ein paar Jahren liquidiert weil ich sowas nicht mehr mitmache. Lieber in Frieden sterben als so einen Wahnsinn ausgesetzt zu sein.

      1. Stimmt echt, und so haben bereits zigtausende gehandelt, beste Qualitaet von Unternehmern. Die Politik ignoriert diese komplett, verabschiedet Gesetze ins Gegenteil, zum Fall solcher Unternehmer. Sie zieht es vor gleich einem Hund an der Hundeleine eines fremden Fuehrers die Schnautze ueberall, wo es sich nicht gehoert reinzustecken. Als naechster Schritt folgt dann mit Heuschrecken zu schmatzen. Was unterm Tisch fliesst, kann man sich denken.

        Gute Leute machen da nicht ewig mit.

  8. Deutschland unter Merkels Führung setzte Jahr für Jahr immer mehr nur auf Export, und der Binnenmarkt wurde dadurch immer mehr zum Stiefkind, und das wird sich eh bald rächen.

  9. Mal ganz ehrlich !!!!

    China ist dabei , alle Märkte massivst zu übernehmen auf Kosten dereigenen  Bevölkerung !

    Wir haben China zu dieser Expansion verholfen ,wodurch auch diese guten Zeiten bei uns zu stande gekommen sind !

    Das irgendwann sich alles  umdreht ,ist die logische Konsequenz in Sachen China und agressive expansionspolitik !

    Vom Russischen Markt haben wir uns dank Merkel vom Markt selbst deplaziert und wir halten uns als deutsche mit guter export-politik in Europa auf kosten von ausblutung/ausbeutung unserer europäischen Nachbarn am Leben mit unseren noch zur Zeit haltbaren Standarts….man sollte sich ein Bild von der gesamtsituation der Weltwirtschaft machen und gleichzeitig die Vorhergehende Menschheitsgeschichte gut kennen ,

    um zu begreifen das jedes neue system ,was kommt ..auch wieder geht ..und genau das passiert eigentlich jetzt …zu begreifen , das wir nicht mehr  langfristig wirtschaftlich ausgerichtet sind durch z.b ausverkauf der deutschen mittelständischen Wirtschaft  (axiom – bremse war richtig ^^) ist eines von den vielen warnsignalen ..den rest an Arbeit müßt ihr euch dann selbst weiter zu ende spinnen ….

     

  10. Die gesamte EU wird jetzt "geschrödert".  Die perverse Schröder – Politik kommt jetzt endlich zum Tragen. Und das bricht nicht nur Europa das Genick. Dem Kerl ist nichts anderes eingefallen, als es Reagan und Thatcher nachzuahmen (Präsidt. Clinton nicht zu vergessen) ."Alles den Drecksäcken und was übrig bleibt wird unter das Volk verteilt". Die Kaufkraft schwindet dahin und dann kommt die nächster Agenda -. und die wird furchtbar. Man kann nur hoffen, dass dann die Kanonen nicht wieder auf das Volk ausgerichtet werden.

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