China: Weitere wirtschaftliche Öffnung

Ausländische Investoren können in China bald schon in deutlich mehr Sektoren investieren. Damit will Peking bestimmte Wirtschaftsbereiche stärken und ausländisches Kapital im Land halten.

Von Marco Maier

Wie die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform bekanntgab, werden die Einschränkungen für ausländische Investitionen in mehreren Bereichen – wie beim Tourismus und Unterhaltung – aufgehoben. Ebenso gibt es einen Abbau von Restriktionen im produzierenden Gewerbe, wie beim Bau von Motorrädern und der Getreideverarbeitung.

Insgesamt soll die Zahl der Wirtschaftssektoren, die nicht für ausländische Investitionen zugänglich sind, von 93 auf 62 reduziert werden. Seit ihrer Einführung im Jahr 1995 war die Liste der geschützen Wirtschaftsbereiche fünfmal überarbeitet worden.

"In der Vergangenheit wollte die Regierung einheimische Unternehmen vor der starken ausländischen Konkurrenz schützen, doch dies ist jetzt nicht mehr notwendig" sagte Bai Ming, ein Forscher an der Chinese Academy of International Trade and Economic Cooperation, der chinesischen Zeitung Global Times.

Durch die Lockerung der Investitionsbestimmungen soll ausländisches Kapital in China gehalten werden. Denn durch die anstehende Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed könnten amerikanische Auslandsinvestitionen zurück in die USA verlagert werden, meinte Song Ding, ein Marktbeobachter beim China Development Institute. "Wir stehen an einem Wendepunkt der Globalisierung. Diese Maßnahme könnte Chinas Willen unterstreichen, sich weiter der Weltwirtschaft zu öffnen."

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7 Kommentare

  1. Handel ist für eine Volkswirtschaft schädlich, wenn mehr Produktion ins Ausland abwandert, als ins Land einwandert.

    Dies passiert beim Handel Europas mit China.

    Erst hat China den Binnenmarkt für Lowtech-Produkte übernommen – ein Grund warum die Textilindustrie in Griechenland zusammenbrach- und mittlerweile übernimmt China Stück für Stück auch den Markt für Hightech-Produkte wie Photovoltaik-Anlagen, Computer oder Automobilteile.

    In Europa führt dies zu Massenarbeitslosigkeit, dadurch fehlende Einzahlungen in die Rentenkasse und am Ende zur Unfinanzierbarkeit des Sozialstaates. Schließlich müssen die europäischen Staaten bei den Wallstreetbanken Kredite aufnehmen um ihr Außenhandelsdefizit und ihre Sozialleistungen zu finanzieren. Dies ist der Weg in den Staatsbankrott.

    Offenmarktpolitik macht den Sozialstaat unfinanzierbar.

    Die europäischen Staaten sollten die Offenmarktpolitik beenden und einen geschützen EU-Binnenmarkt bilden. Importe aus China sollten genau auf ihre Schädlichkeit für die Binnenwirtschaft geprüft werden und gegebenenfalls mit Zöllen belegt werden.

    Selbstversorgungs-Wirtschaft statt Offenmarktpolitik

    Europa hat fast genug natürliche Recourcen, um sich mit allen Gütern selbst zu versorgen. Deshalb sollte Europa eine Selbstversorgung anstreben, um die Arbeitsplätze im Land zu halten.

    Durch einen teil-geschlossenen Binnenmarkt nehmen die Staaten auch den Konzernen die Drohmöglichkeit der Abwanderung. Jetzt können Europa-weite Sozial- und Lohnstandarts durchgesetzt werden.

    Teilprotektionierter Markt – notwendige Bedingung für den Sozialstaat.

    1. Die Verschuldung in Europa hat schon dazu geführt, dass die Finanzindustrie die Politik bestimmt. Die ist an Gewinn orientiert und nicht am Wohlergehen des Volkes.

      Eine Änderung der Politik zugunsten der Völker und Menschen Europas hat die Aufhebung der Vormundschaft des Internationalen Kapitals über die europäischen Völker als Voraussetzung.

      1. @ brücke

        Eine Änderung der Politik zugunsten der Völker und Menschen Europas hat die Aufhebung der Vormundschaft des Internationalen Kapitals über die europäischen Völker als Voraussetzung.

        —————

        Absolut richtig, daber dazu muss man die Politik zwingen – freiwillig wird sie nicht darauf eingehen, weil die Nationen allesamt inzwischen zu Sklaven der von den Auserwählten beherrschten Finanz-Industrie geworden sind.

        In einem Interview mit dem Spiegel äußert sich der renommierte USamerikanische Ökonom Lester Thurow (Massachusetts Institute of Technology) folgendermaßen über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Löhne in den Industrieländern des Westens. "In der tschechischen Republik und in Polen liegen die Löhne, einschließlich Zusatzleistungen, bei 2 Dollar die Stunde. Unmittelbar hinter der Grenze sind es 30 Dollar. Das ist nicht durchzuhalten, stimmt's?….Aber letztlich ist auch die Tatsache, daß die tschechische Republik unmittelbar neben Deutschland liegt, ohne Bedeutung. In einer globalisierten Wirtschaft liegt auch China unmittelbar neben Deutschland…Wenn man also mit den Chinesen im Wettbewerb steht, dann muß man die Löhne senken oder sich aus dem Geschäft verabschieden."

        Thurows Vision, die auf der neoliberalen Voraussetzung a la Carl Popper beruht, daß eine sich selbst überlassene Wirtschaft immer das Richtige tut, ganz gleich, welches Leid sie den Betroffenen zufügt, ist ein Rezept für Revolutionen und Handelskriege. 

        Wir brauchen keinen arbeitsteiligen globalen Martkt (der feuchte Traum der Turbokapitalisten) sondern wir brauchen einen Markt, der sich weitestgehend selbst versorgt, was mit der EU, sofern sie nicht in die Hände von Psychopathen geraten,  durchaus zu verwirklichen gewesen wäre.

        Nur so lassen sich auf Dauer, Lebens- und Sozialstandards, so wie wir sie bislang gewohnt waren, aufrecht erhalten.

        Wenn der jeweils billigste Anbieter zu allen Märkten freien Zugang besitzt dann ist die Nivellierung nach unten eine notwendige Folge in Übereinstimmung mit den Gesetzen des ökonomischen Wettbewerbs.

    2. 100% Zustimmung! Satz für Satz.

      Man sollte sogar noch einen Schritt weiter gehen. Die Importzölle für Güter, welche hätten auch im eigenen Land hergestellt werden können, müssen mindestens so hoch sein, dass diese den Inlandsherstellungspreis überdecken. Entsprechende Zoll-Einnahmen sind 1:1 als Ausgleich für Einkommensverluste in die Sozialsysteme zu transferieren.

      Dauerhafte Außenhandelsüberschüsse sind zu vermeiden, gar zu verbieten. Denn "Exportweltmeisterschaft" bedeutet nichts weiter, als Wertschöpfung und Ressourcen einer Volkswirtschaft nach außen zu verschenken!

      Der Verkauf von Ressourcen wie Schlüsseltechnologien, Grundversorgungseinrichtungen, Land und Forst an ausländische Investoren bzw. deren Beteiligung daran ist zu verbieten.

      Unternehmen, die ihre Produktion oder das Hauptquartier ins Ausland verlegen, wiederum aber ihren Hauptabsatzmarkt für die Produkte in Deutschland sehen, sollten mit Import- bzw. Absatzverboten belegt werden. So dämmt sich der Wohlstandsabfluss gewaltig ein. Was im Ausland produziert wird, soll auch dort verkauft werden. Inlandsnachfrage hat via Inlandsproduktion befriedigt zu werden.

      Vorteil: Es wird weniger minderwertiger Müll ins Land geholt, der auch noch mit Abfluss von hochwertiger Kaufkraft ins Ausland bezahlt werden muss. In kürzester Zeit herrscht Vollbeschäftigung oder alternativ von der Industrie gedeckter Sozialausgleich. Zudem zirkuliert das Geld intensiver in der eigenen Volkswirtschaft, was in der Regel Wohlstandseffekte bei allen Wirtschaftssubjekten auslöst. 

      Nachteil: Das vorgeblich "lebenswichtige" exponentielle Wirtschaftswachstum würde künftig weder nötig noch möglich sein, da eine auf Inlandsnachfrage und mäßigen Export ausgerichtete Wirtschaft an Absatzbegrenzungen stößt – was wiederum Ressourcen schont und Preisdumping reduziert. Für Mensch und Natur ist das hervorragend – allerdings nicht für jene 1%, die erwerbslos aber fürstlich vom Zinseszins leben und deren Sicherung ihrer Einkünfte auf unendlichem Wachstum basieren. 

  2. Ausländische Investoren können in China bald schon in deutlich mehr Sektoren investieren

    ———-

    Kein Wunder wird  doch die Chinesische Notenbank (Centralbank), die Bank of China von Rothschild kontrolliert. 

    China das Neue Shangri-La der Finanz-Haie

    George Soros äußerte in einem Interview mit der ‘Financial Times’ seine Überzeugung, das China die USA als Motor der ‘JNew World Order’ ersetzen werde und dass die USA  den Niedergang des Landes und die Schwäche des Dollar nicht aufhalten könne,  was bedeute, dass der Lebensstandard in den USA sinken werde und dass eine neue Globale Währung eigeführt werden solle.

    Asked what Obama should discuss when he visits China next month, Soros stated, This would be the time because I think you really need to bring China into the creation of a new world order, financial world order,” adding that China was a reluctant member of the IMF who didn’t make enough of a contribution.

    “I think you need a new world order that China has to be part of the process of creating it and they have to buy in, they have to own it in the same way as the United States owns…the current order,” said Soros, adding that the G20 was a move in this direction.

    https://www.facebook.com/PrisonPlanetForum/videos/546040054590/

    Warum Soros so optimistisch in die Zukunft blickt kommt ja nicht von ungefähr. Man muss nur auf die ähäm… Chinesische Revolution  zurückblicken, die ebensowenig eine ‚chinesische‘ war, wie die ‚Russische Revolution‘ v. 1917 eine ‚russische‘ war.

    Ein gewisser "Rewi Alley," war  der Mann, der in China commie Kommunen in China organisierte, weit  vor der  ‘Kommunistischen  Revolution’ im Jahre 1949

    Mao war –wie Mandela- nur die Gallionsfigur des CIA. Geschult und indoktriniert wurde er durch ‚Skull & Bones‘  der Yale Universität. Der Ort war die ‚Yali Highschool‘ in Shangsha, der Provinz Hunan, eine Außenstelle der Yale-Universität.  Mao war ein unsicherer junger Mann – ein total zu kontrollierendes ,  manipulierbares  Puppet für ihre Zwecke.

    Drei Polit-Büro Mitglieder Maos waren keine Chinesen und hatten folgende Namen: Israel Epstein, Sidney Shapiro (Sha Boli) and  (Mrs.) Chen Bidi. Geboren waren sie in Polen, den Vereinigten Staaten  resp. Kanada , und sie beantragten die chinesische Nationalität erst in den Jahren 1957 und, die sie auch prompt erhielten.  Obschon diese normalerweise Ausländern nicht gewährt wird.

    Epstein und Shapiro waren die ersten Finanz- bzw. Medien- bzw.  Propagandaminister in Mao’s Kabinett.

    Weitere prominente Namen sind. Sidney Rettenberg, Virginius Frank Coe, Solomon Adler u. George Sokolsky, wobei die Liste beileibe nicht vollständig ist 

    Wenn man das weiß, kann man sich alles weitere zusammen reimen.

    China ist das absolute 'Paradies' für die Raubtierkapitalisten der Wall-Street und City of London. Es gibt in China fast 300 Millionen nahezu rechtlose Wanderarbeiter!

    Hier hilft nur Eines: Hohe Schutzzölle für die heimische Industrie, bis sich der chinesische Turbo-Kapitalisms den sozialen Standards Europas und den USA angepasst hat.

    Es wird allerhöchste Zeit für eine zweite Chinesische Revolution, aber dieses Mal für eine chinesische!

     

  3. Der Turbokapitalismus, genannt Freihandel oder Globalismus, frisst seine Kinder:

    Auslagern, vereinfachen, streichen und kündigen – die Hochleistungs- und High-Tech-Ökonomie frißt der Wohlstandsgesellschaft die Arbeit weg und entläßt ihre Konsumenten….Allein in Deutschland sind mehr als vier Millionen Arbeitsplätze akut gefährdet. Damit könnte sich die Arbeitslosenquote von derzeit 9,7 Prozent auf 21 Prozent mehr als verdoppeln. In Österreich könnte sie von gegenwärtig 7,3% auf 18 Prozent hochschnellen

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