Der deutsche Schuldkult in Sachen Vergangenheitsbewältigung mag zwar vielen Menschen sehr übertrieben vorkommen, doch das Gegenteil davon – nämlich pure Ignoranz – ist genauso falsch. Muslime müssen sich genauso mit ihrer Geschichte, ihrer Gewaltkultur und den religiösen Lehren auseinandersetzen.

Von Michael Steiner

Die Europäer beschäftigten sich seit einigen Jahrzehnten mit ihrer Vergangenheit, die durchaus (wenngleich im Kontext des jeweiligen Zeitgeists zu sehen) unrühmliche Aspekte aufweist. Es ist eine Art kulturelle Selbstreflexion, die zwar immer wieder einige "entartete" Auswüchse zeigt (Selbsthass, Schuldkult und dergleichen), jedoch in einer moderaten Form durchaus angebracht ist.

Bei den Muslimen ist dies – bis auf einige wenige Randgruppen, wie die "liberalen Muslime" – kaum anzutreffen. Während sich das Christentum weitestgehend entideologisierte und auch die Bibel nicht als "Gottes Wort" im direkten Sinne gilt, sieht es beim Koran, dem heiligen Buch der Muslime, ganz anders aus. Egal wie viel Unrecht (unter anderem die Versklavung von und der Mord an "Ungläubigen") in diesem Buch auch legitimiert wird – es gilt als das "unverfälschte Wort Allahs". Da hat man seitens der konservativen Gruppierungen keine Fragen zu stellen, zumal die Religionsbezeichnung "Islam" nicht umsonst "Unterwerfung, Hingabe" bedeutet.

Dementsprechend versucht man heute (insbesondere in den USA, aber auch in den ehemaligen europäischen Kolonialmächten) gegenüber den Nachfahren der ehemaligen Sklaven eine Form der Wiedergutmachung zu leben, in dem man die Vergangenheit aufarbeitet. Dass die Muslime nicht nur selbst die größten Sklavenhändler waren (und dies auch heute noch in einigen muslimischen Ländern praktiziert wird), nein, sie sehen sich darin auch nicht im Unrecht. Immerhin erlaubt der Koran dies auch ausdrücklich.

Ähnlich ist es in Sachen Terrorismus. Der Standardsatz von "Das hat doch gar nichts mit dem Islam zu tun" ist zwar schon völlig ausgelutscht, was aber nichts daran ändert, dass dieser immer noch Verwendung findet. Sowohl bei Politikern als auch bei vielen Muslimen selbst. Dabei wissen die Muslime durch das unzählige Rezitieren des Korans nur zu gut, was da wirklich in den Buch geschrieben steht, wenngleich das alte Arabisch des Korans einige Lehnwörter verwendet, die eigentlich eine abgewandelte Bedeutung aufweisen. Doch wer nur lernt den Koran zu rezitieren, nicht jedoch ihn auch im historischen und linguistischen Kontext zu verstehen, weiß das nicht.

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Klar, die meisten Muslime haben mit Terroristen nichts am Hut und wollen wie die meisten anderen Menschen auch einfach nur ihr Leben leben und glücklich sein. Doch wenn die Muslime nicht Gefahr laufen wollen, ständig mit dem religiösen Terrorismus der Fundamentalisten in Verbindung gebracht zu werden, müssen sie sich auch innerhalb ihrer Gemeinschaften mit diesen Strömungen auseinandersetzen. So wie man sich auch in den laizistischen und ohnehin schon zunehmend areligiösen europäischen Gesellschaften mit den politischen Extremisten auseinandersetzt, müssen auch die muslimischen Gesellschaften und Gemeinden damit beginnen, jene die den Glauben als Instrument der Gewalt benutzen (wollen), in die Schranken zu weisen. Die jüngsten Demonstrationen gegen den Terrorismus durch Muslime sind hierbei schon ein guter Anfang, der jedoch durch die Arbeit in den muslimischen Zentren, den Moscheen und den Familien fortgesetzt werden muss. Einen Einblick in diese Welt bietet hier auch der SRF mit zwei Reportagen. http://www.srf.ch/sendungen/kontext/am-rand-der-debatte-liberale-muslime

Bassam Tibi und Hamed Abdel-Samad sind zwei muslimische Autoren, die sich (siehe Buchtipps unten) intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben und dafür vor allem von der politischen Linken (die auf dem muslimischen Auge gerne blind sind) attackiert wurden. Doch egal ob Muslim oder nicht, die Analysen dieser beiden Bestsellerautoren zeigen, dass Terror und Gewalt eben doch etwas mit dem Islam zu tun haben und dass es die Muslime selbst in der Hand haben, das zu ändern. Denn auch sie haben eine Verantwortung und können diese wahrnehmen – wenn sie denn wirklich wollen.

Buchtipps zum Thema:

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12 thoughts on “Auch Muslime haben eine Verantwortung”

  1. Moslems fühlen sich ihrem Verständnis nach, mit Ausnahme einiger westlich gebildeter und erzogener Vertreter, nur dem Koran verpflichtet.

    Europäische Verfassungen sind dazu da, kompetitiv dem Koran unterworfen zu werden!!

    Alle anderen Zukunftsträumereien sind realitätsfremde Fantastereien, deren visonärer Charakter durch die Wirklichkeit eingeholt werden wird!

    Keine einzige euphemistische und auch oft absichtlich verlogene Prognose eines Politikers in Europa ist bisher eingetroffen!

    Also sollte man auch diesem Märchen keinen Glauben schenken und die Augen der Realtität gegenüber öffnen!

    Es geht um Europa! Ohne Europa gibt es uns auch nicht mehr!

  2. "Muslime müssen sich … auseinandersetzen." Müssen? Wer sagt das, wo steht das und vor allem: Wer will oder soll denen das beibringen? Frau "Dr." Merkel, Herr Gauck oder gar Frau Claudia Roth? Die müssen absolut nichts – die haben hier alle Freiheiten! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann morden, vergewaltigen usw. sie auch weiter.

    1. Die Vergangenheitsbewältigung hat ja noch gar nicht wirklich stattgefunden. Weder in Deutschland noch bei den europäischen Kolonial-Mächten.

      Die ganze Geschichtsschreibung ist ein einziges Lügen- und Hetzkonstrukt seitens der anglo-amerikanischen Machtjuden, das vor allem die Deutschen zu den bösesten Menschenschänder macht. Liest man die tatsächlichen Zusammenhänge des 1. und 2. WK, dann vergeht einem das Hören und Sagen, weil man erkennen muss, dass gerade die Machtjuden den Antisemitismus bewusst schürten, Hitler und seine Mannschaft mit Waffen und Geld bedienten und allen Seiten Geld und Waffen schickten, damit sie sich gegenseitig abschlachten. Diese Vergangenheitsbewältigung wurde noch gar nie wirklich in der Öffentlichkeit an die Hand genommen. Die Europäer, aber auch die Juden wurden von dieser dreckigen globalen Machtjuden-Gruppe aufs schändlichste hintergangen. Wäre wirklich allerhöchste Zeit, mal diese Vergangenheit aufzuarbeiten. Und vorher muss man gar nicht von Vergangenheitsbewältung reden, sondern von manipulativer Irreführung der Geschicktsfakten. Und dabei haben auch die sehr wertgeschätzten Universitäten einen erheblichen Anteil dazu beigetragen, dass das wirkliche Geschehen nicht ans Tageslicht gekommen ist und bis heute nie irgendwo im Mainstream oder in Fachzeitschriften bekannt gemacht wird. Es sind mal wieder die alternativen Medien, die solches Wissen an die Oberfläche spülen.

      Internationale Allianz mit Hitler und Nazi-Deutschland – Teil 1: Die USA Connection
      http://www.pravda-tv.com/2015/11/internationale-allianz-mit-hitler-und-nazi-deutschland-teil-1-die-usa-connection/

      Internationale Allianz mit Hitler (Teil 2): IBM, BIZ, Chase – die Schweiz- und Frankreich-Connection (Video)
      http://www.pravda-tv.com/2015/12/internationale-allianz-mit-hitler-teil-2-ibm-biz-chase-die-schweiz-und-frankreich-connection-video/

      Internationale Allianz mit Hitler – Teil 3: Die „Coca-Colonisation“ Deutschlands (Videos)
      http://www.pravda-tv.com/2016/01/internationale-allianz-mit-hitler-teil-3-die-coca-colonisation-deutschlands-videos/

      Internationale Allianz mit Hitler – Teil 4: Die Sowjet-Connection (Video)
      http://www.pravda-tv.com/2016/02/internationale-allianz-mit-hitler-teil-4-die-sowjet-connection-video/

      Prof. Antony Sutton: Wall Street, Hitler und die russische Revolution (Video-Interview)
      http://www.pravda-tv.com/2012/08/prof-antony-sutton-wall-street-hitler-und-die-russische-revolution-video-interview/

       

       

  3. Die Moslems erweisen sich auch in dieser Frage als den Weißen überlegen. Die lassen sich nicht in die Ecke drängen und glauben nicht jeden Schwachsinn.

    1. die Moslems erweisen sich auch in dieser Frage als den Weißen überlegen.

      ———–

      Mann, Rüdiger, was soll der Schwachsinn,

      Der Islam hat noch nie was zustande gebracht. bis auf die Zeit des sog. 'goldenen Zeitalters'. Das waren aber keine Araber, sondern Perser, Inder, Christen oder Juden.

      Der Islam und seine Angehörigen können im Westen tun und machen was sie wollen, weil er und seine Angehörigen die Rückendeckung der korrupten Politiker und der jüdischen Diaspora-Lobby-Verbände haben.

       

       

  4. …was ist den das fuer ein Schwachsinn…"Auch" Muslime haben eine Verantwortung…blabla

    Das interessiert mich wie ne polnische Ruebenernte was diese Drecksmohamedaner haben oder nicht haben….alles was mich interessiert ist – wann wird Deutschland von diesem archaischen Dreck endlich gesæubert!  

  5. Auch Muslime haben eine Verantwortung

    ——–

    Richtig, aber nur gegenüber der 'islamischen Gemeinschaft', der Umma/Ummah. Nicht gegenüber den Kuffr (den Ungläubigen), die müssen gem. Anweisungen Allah's im Koran solange bekämpft werden, 'Bis allein die Anbetung Allah's gilt' und die 'göttliche Scharia' weltweit das Maß aller Dinge ist.

    Was soll, das, will man seitens des Contra-Magazin's die Moslem Schwerstbereicherer 'reformieren'?

    Das haben schon gaaanz, gaaanz Andere versucht. Die letzten, dies versucht haben waren die mittelalterlichen Mutaziliten. Sie gingen von der These aus, dass der Koran 'erschaffen' und nicht 'göttlich empfangen' wurde. Al-Ghazali, der Pitbull und Scharfmacher des 'wahren Islam' organisierte die Gegenbewegung. Die Mutaziliten wurden alle einen Kopf kürzer gemacht, oder sie endeten am Kreuz oder auf dem Scheiterhaufen.

    Seitdem gibt es nichts mehr zu 'reformieren', meine Herren!
     

    1. Auch Biodeutsche haben eine Verantwortung, die kann nicht nur darin bestehen, daß man den Invasoren auch die andere Backe hinhält ! Auf meinem Weihnachtswunschzettel steht auch eine AK 47, natürlich noch ohne Magazin. Aber wer weiss…..

      Kommt in der nächsten Stunde der Weihnachtsmann oder steht das SEK vor der Tür ?

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