2017: Größere Spannungen in Südostasien?

Donald Trump legt den Fokus mehr auf China als auf Russland. In Südostasien könnten die Spannungen weiter steigen, weil CIA, NED, Soros & Co weiter zündeln.

Von Marco Maier

Eigentlich gilt Donald Trump als "Non-Interventionalist". Er betonte bislang stets, im Gegensatz zu den früheren Administrationen und zu seiner Konkurrentin Hillary Clinton keine Regime-Changes unterstützen zu wollen. Doch der "shadow state", insbesondere die CIA, drehen ohnehin gerne ihr eigenes Ding, wodurch die Versprechungen Trumps gerade durch die Wahl diverser Neocons für sein Team schnell an der Realverfassung des US-Systems obsolet werden können.

Gerade über das US-Außenministerium (u.A. durch das NED), das Pentagon (welches schon Obamas Pläne in Syrien sabotierte) und die CIA könnten so wirtschaftliche, militärische und politisch subversive Manöver quer durch Südost- und Ostasien geführt werden. Das Eigenleben der ganzen Behördenapparate kann der neugewählte US-Präsident auch nicht ändern. Und dann gibt es noch die ganzen globalistischen Organisationen, wie die "Open Societey Foundations" von George Soros, die in der Region ihr eigenes Spiel spielen.

So könnten die USA in Myanmar eine dauerhafte militärische Präsenz einrichten um den "Terrorismus zu bekämpfen", wie schon nach 2001 auf den Philippinen. Doch von dort aus dürften dann subversive Aktionen gegen China geführt werden, welches nach wie vor eingekreist und "unschädlich" gemacht werden soll, weil es eine Bedrohung für die US-Hegemonie in dieser Weltgegend darstellt. Und da selbst die US-Geostrategen inzwischen betonen, dass mit jedem Jahr die Möglichkeit sinke, China militärisch zu schlagen, sind entsprechende Operationen – insbesondere für Stellvertreterkriege, in denen Washington die Staaten der Region gegen China kämpfen lässt und diese dafür mit Waffen beliefert – durchaus im Bereich des Möglichen.

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Auch der Umstand, dass viele der südostasiatischen Regierungen damit begonnen haben, die sich verändernden geopolitischen Realitäten in der Region zu akzeptieren, darf nicht vergessen werden. Egal ob nun die Philippinen und Indonesien, oder aber auch Malaysia und Thailand – überall ist eine Trendwende zu erkennen, in denen die Regierungen sich lieber (auch) China zuwenden anstelle sich weiterhin als Schoßhündchen Washingtons zu verhalten. Wobei für die Staaten in der Region das Motto gilt, sich möglichst weit zu vernetzen und sich nicht nur in eine Richtung hin zu orientieren – wie z.B. Vietnam oder Indien, die sowohl russische als auch amerikanische Waffen kaufen. Aber schon das wird in Washington als Affront aufgefasst.

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Ein Kommentar

  1. Gab es schon die Meinungen, daß China der USA auf die Finger klopfen wird.  Glaube nicht, daß China lange herumspielt und sich ärgern lassen wird.

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