Zinsfalle: Sparerenteignung oder Staatsbankrotte?

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise sind viele Staaten hoffnungslos überschuldet. Steigende Zinssätze würden sie sukzessive in den Bankrott treiben. Doch die Sparer und Besitzer von Finanzanlagen leiden darunter.

Von Marco Maier

Die aktuelle Niedrigzinspolitik sorgt dafür, dass sich Staaten, Unternehmen und Haushalte recht günstig verschulden können, während die Sparer und Anleger darunter leiden. Denn kaufkraftbereinigt (also abzüglich der Inflation) sind die Kredit- und Anleihenzinsen teils schon an oder unter der Nulllinie (Negativzins), was bei den Zinsen auf Guthaben und Einlagen ohnehin schon längst der Fall ist.

Verständlich, dass nun der Ruf nach Zinserhöhungen laut wird. Insbesondere jene, die größere Kapitalbeträge besitzen, wollen ihre Ersparnisse nicht dahinschmelzen sehen. Doch wenn die Zentralbanken die Zinssätze wieder auf Vorkrisenniveau (also für die USA, Eurozone und Großbritannien so bei 3-6 Prozent) anheben, dann wird auch die Refinanzierung der Staatshaushalte deutlich teurer. Und angesichts der Laufzeiten der meisten Staatsanleihen und Kredite würden auf die Regierungen binnen 3-5 Jahre massive Belastungen beim Schuldendienst zukommen. Dies hieße jedoch: Steuererhöhungen oder Ausgabensenkungen zu forcieren.

Angesichts dessen, dass weder die Inflation anzieht noch eine Entschuldung der Staaten zu erwarten ist, dürfte das Leitzinsniveau noch für einige Jahre auf einem extrem niedrigen Level verharren. Renditen für Staatsanleihen von im Schnitt 4-10 Prozent für "gute Schuldner" wie in den 1990er-Jahren wären heute der finanzielle Ruin für Deutschland, die USA, Großbritannien & Co. Das Finanzsystem steckt in einer Zinsfalle, aus der die Zentralbanken derzeit nicht herauskommen. Und jedermann weiß: Ohne einen großen Finanzcrash und einen daraus resultierenden Neuanfang wird sich dies auch nicht so schnell ändern.

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13 Kommentare

  1. SEIT IHR ÜBER DEN FBI-SKANDAL DRÜBER GESPRUNGEN SEID, ALS SEI NICHTS GESCHEHEN, KÖNNT IHR KÜNFTIG SCHREIBEN WAS IHR WOLLT: IHR HABT EUCH SELBST UNGLAUBWÜRDIG GEMACHT.

    1. FBI-, NSA-, CIA- und andere  -Skandale sind alltäglich, also ohne Veränderungsgehalt !

      Ob Killary oder Donald davon profitieren, das ist doch unerheblich. Beide dienen demselben System und führen nur Politpossen auf ! Die wirkliche Macht im Hintergrund zieht die Fäden !

      Also lieber RKK Rommel, trink erstmal in Ruhe ein Bierchen ! Alles easy !

  2. Die Gelder die die Deutschen über Jahre erwirtschaftet  und in Solidarkassen eingezahlt haben bzw. was erspart wurde wird systematisch von der Systemregierung  v e r u n t r e u t  ! Diese Wahrheit kann nicht deutlich genug und nicht oft genug ausgesprochen werden. Die Systemparteien arbeiten mit Hochdruck an der finanziellen Ausblutung des Landes.

  3. Auf der anderen Seite muß man in Investmentsangelegenheiten auch flexibel sein. Außer mit einer konservativen Dividendenstrategie sehe ich aktuell wenig Möglichkeiten.

    1. …… 🙂

       

      Tja, Schach matt…. durch die Dame im Spiel.

      Bleiben die Zinsen niedrig können sich die Staats Haushalte über Wasser halten, die Privathaushalte verlieren, die nächste Blase an den Finanzplätzen wächst. Steigen die Zinsen sind die Staatshaushalte zahlungsunfähig und werden die Wirtschaft durch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzung abwürgen und die Kapitalanlagen gehen in folge ebenfalls den Bach runter.

      Die haben die Kiste Hoffnungslos in den Dreck gefahren und aus 2008 einen Schrecken ohne Ende gemacht. Wobei das nicht ganz stimmt. Es wird ein Ende haben, so oder so. Hätte es das 2008 gehabt, wir währen seit 6 Jahren auf Wachstumskurs und hätten ne Stabile Union. So aber wird es bald wieder die EWG geben, bestenfalls.

  4. Es gibt keinen Staatsbankrott, das ist eine große Lüge und Fehleinschätzung. Bei Zahlungsunfähigkeit des Staates haften ausschließlich die Bürger mit ihrem Vermögen, egal welcher Art. Der Staat wird auf dieses Vermögen dann zurückgreifen und wieder flüssig sein und alles geht wieder von vorne los. Der pleite gegangene Bürger legt sich dann erneut  über Jahre  was zur Seite bis zum nächsten Crash und so geht es immer weiter bis zum entgültigen physischen Untergang durch Resourcenverbrauch, Atomkriege, Vergiftung allen Lebens usw. und noch nichtmal die nächste Eiszeit mit einberechnet, die sicher kommt und die Mehrheit der Menschheit hinwegrafft.

  5. Entschuldigung für das OT, aber kann man diese Löschorgien des Herrn Gutschmidt nicht mal abstellen?

    Sonst nennt euch doch Radier- und Zensurmagazin. Dann weiß jeder Bescheid, und es macht nichts mehr!

    Detail: Gutschmidt beleidigt die Leute, und zwar richtig bösartig (.. geht die Mutter eines Kommentators an und fragt, ob sie wüsste, von wem ihr sohn ist … )

    siehe das hier
    https://s22.postimg.org/ihc9r0xa9/Radier_und_Zensurmagazin.jpg

    Darauf hingewiesen, verschwindet nicht nur der Kommentar. Sondern gleich eine ganze Kommentarkette, samt Antworten

    Ich will ja nichts sagen, aber bald fühlt man sich wie im GEZ Haus-Magazin *kopfschüttel*

    1. So, und hier ist SEIN Originalkommentar. Sonst heißt es noch, ich denke mir das nur aus.

      https://www.contra-magazin.com/2016/11/demokratie-experiment-portugal-der-widerstand-der-banker/#comment-206046

      Den Kommi konnte er wohl nicht mehr löschen, weil schon zu viele geantwortet hatten.

      Falls er auch gleich weg ist, einfach melden. Ich habe den Artikel (mit allen Kommis!) auf PDF abgezogen. Ich lass mir doch von so einem Blender nicht ans Bein pinkeln.

  6. Die von Jesuiten geführte faschistische EU leistet doch überzeugendes zum ,,Wohle'' der Allgemeinheit. Sie gibt vor die Krümmung der Gurke, bestimmt Sparlampen mit Quecksilber zu kaufen, sorgt dafür, dass wir mit Migranten unterhalten werden und haben die wichtigste Position, die Leitung der EZB in die Hände von Mario Draghi, der von den Jesuiten ausgebildet wurde, im Istituto Massimo. Dieser Draghi wird uns bald das Fürchten lernen. Dann wird es wahrscheinlich so gedreht, dass wir deutschen wieder in der Welt die Arschkarte haben. Mit dem Fall der Deutschen Bank, die mit ihren Billionen von Derivaten den Finanzcrash auslösen wird, stehen die Deutschen wieder im Blickpunkt. Nach dem Finanzcrash werden diejenigen, die nicht verhungert sind, zur Kasse gebeten. Das nennt man Lastenausgleich, man könnte es einfach, als geplante Enteignung bezeichnen. Denn eines ist dem Vatikan ein Dorn im Auge, Menschen die durch Grund und Boden frei sind, wie Bauern oder Menschen, die sich selbst versorgen können.

    Die Staatsverschuldung hat nur einen Sinn, dass die Bürger enteignet werden.

  7.  Doch wenn die Zentralbanken die Zinssätze wieder auf Vorkrisenniveau (also für die USA, Eurozone und Großbritannien so bei 3-6 Prozent) anheben…

    Die FED wird die Zinsen nicht anheben, denn dann bricht die eh schon marode, fast brach liegende US-Wirtschaft total zusammen. Das sind ständig Nebelbomben und reines Wunschdenken der zionistischen FED und des sich gerade auflösenden Imperiums!

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