Bislang waren viele Musikvideos auf YouTube wegen einem Lizenstreit mit der GEMA für deutsche Nutzer gesperrt. Nun gab es eine Einigung, die viele Videosperren beenden wird.

Von Redaktion/dts

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) und das Videoportal YouTube haben nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen einen Lizenzvertrag unterzeichnet. Das bestätigten beide Seiten am Dienstagmorgen. Deutsche Nutzer sollen davon profitieren: Durch den Vertragsschluss sollen die Sperrtafeln wegfallen, die YouTube bisher in Deutschland vor viele Videos geschaltet hatte, die von der GEMA urheberrechtlich geschütztes Material enthielten.

"Nach sieben Jahren zäher Verhandlungen markiert der Vertragsabschluss mit YouTube einen Meilenstein für die GEMA und ihre Mitglieder", sagte der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Harald Heker, am Dienstag. "Der Vertragsabschluss mit YouTube ist ein deutliches Signal an alle Online-Plattformen, die ihr Geschäftsmodell mit der Kreativität der Musikschaffenden erfolgreich aufbauen.

Die Urheber müssen für die Nutzung ihrer Musikwerke angemessen vergütet werden", ergänzte Thomas Theune, Direktor Sendung und Online bei der GEMA. YouTube nannte die Vertragsunterzeichnung "bahnbrechend". Auf welche Summe, die pro Videoabruf fällig wird, sich die GEMA und YouTube geeinigt haben, wurde nicht mitgeteilt.

Gema ist beinhart geblieben

Der deutsche Musiker und Blogger Johnny Haeusler hat die Einigung von GEMA und YouTube im Urheberrechtsstreit gelobt: "Dass es so lange gedauert hat, liegt daran, dass die GEMA als Urheberrechtsvertretung beinhart geblieben ist", sagte Haeusler der "Tagesschau" am Dienstag. Die GEMA habe sich für die Vergütung derjenigen eingesetzt, die "Musik und/oder Texte schreiben" und das müsse er "neidlos anerkennen", auch wenn er der GEMA ansonsten "sehr zwiespältig" gegenüber stehe.

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"Ansonsten ist die Einigung gut für die Urheber, für die Nutzer, für die Künstler und im Grunde ist es auch gut für YouTube und Google, die jetzt nicht mehr mit diesen blöden Sperrtafeln hantieren müssen." Haeusler wies allerdings darauf hin, dass die Einigung "keinesfalls Rechtssicherheit für das gesamte Internet" bedeute, da der Gesetzgeber der digitalen Entwicklung "immer hinterherhinke".

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6 thoughts on “Weniger gesperrte Videos: GEMA und YouTube unterzeichnen Lizenzvertrag”

  1. Dafür gibt's jetzt neue Verbotstafeln :

    "Dieses Video ist in Ihrem land nicht abrufbar, weil es Demokratie voraussetzt.

    Das tut uns leid"

    Die Sperrungen sind bereits längere Zeit im Gange, fragt mal die blitzgescheite Volksaufklärerin "Yasinna"

  2. Eben endlich hab' ich die süssen kleinen Titten von Frau Anne Will mal gesehen.

    anne w. vom 30.10.2016.

    Süße dinger.Da brauch ich mir das dumme gelaber nicht mit an zu Horchen.

    Obwohl…………..hier eine Preisfrage:Wie ginge es denn noch?

    Ohne Ohren abzuschneiden wie bei der ISS.

    Die Brüste von Frau a.w. sind schön schlabbrig weich u.warm.

  3. YouTube der Schuttplatz aller idiotischen Filme und schwachsinnigen Beiträgen. Es ist nicht leicht da einen anspruchsvollen geistreichen Film zu finden. Wenn man dann die Kommentare liest von den Leuten…boa 50 Menschen zerfleischt wie geil ist denn das. Sowas kann kein Mensch mehr verstehen wie sich Menschen an Mord und Totschlag aufgeilen.

    1. Sowas muss man ja nicht anschauen. Habe das nie und werde das auch nie.

      Wenn man sowas anschaut, schadet man nur sich selbst und unterstuetz dabei noch diejenigen die das reingestellt haben.

      In meinem Fall habe ich ein paar alte Musikvideos gefunden, die man ja sonst nirgends mehr zu sehen bekommt, vorallem nicht im Fernsehen welches sich scheinbar von guter Unterhaltung die man frueher noch gesehen hat total verabschiedet hat und nur noch auf Schrott-Tv, Billig-TV, Desinformatinos-TV, Propaganda-TV oder Sensations-TV setzt.

      Und ja erwarten kann man natuerlich auch von Youtube nicht viel. Man kriegt das zu sehen was andere Leute reinstellen. Wenn die Leute nur Dreck reinstellen, sieht man nur Dreck. Wenn man es denn anschaut, natuerlich. Keiner zwingt einen das anzusehen. Es gibt doch eine Suchfunktion.

      Du willst gute Inhalte? Dann muss du eventuell selber dafuer sorgen. Was haellt dich ab selber gute Sachen reinzustellen? Dass ist doch das gute daran, jeder ist frei eigene Inhalte reinzustellen. Wieso soll dann immer nur Dreck dabei rauskommen? Wieso geht man immer davon aus das normale Menschen keine normalen und gute Sachen produzieren koennen?

  4. Sieben Jahre !!!! Das haetten die doch gleich haben koennen. Bin sicher dass die Gema nachgegeben hat. Von wegen beinhart geblieben. Laecherlich und voellig ohne Beweis, denn was die jetzt zahlen muessen ist ja nicht veroeffentlicht worden. Ja warum denn nicht? Weil sie sich dafuer schaemen das nicht mehr rausgekommen ist als was sie vorher schon bekommen haben, oder vielleicht sogar noch weniger ist.

    Was viele nicht wissen Youtube hat schon frueher gezahlt in Deutschland und in anderen Laendern zahlen sie ja auch, sonst koennten sie ja gar nichts zeigen ausser Privatvideos, waeren also illegal und eventuell bald ganz gesperrt. Nur der Gema in Deutschland war das zu wenig was sie haetten kriegen koennen, obwohl sie damit in anderen Laendern sehr wohl zufrieden sind und daher gab es diese Ausseinandersetzung.

    Es ist deswegen laecherlich, denn auch aus Deutschland konnte man wenn man wollte alle gesperrten Inhalte ansehen, wenn man wusste wie. Die Sperre war nur fuer die Ahnungslosen oder fuer die Faulen da. Der Inhalt selber war ja nicht fuer alle gesperrt, sondern war ja da und konnte von anderen Laendern aus sehr wohl gesehen werden.

    Wollte selber mal einen gewissen Inhalt sehen, der gesperrt war. Eine kurze Recherche von vielleicht 5 min in Google hat mir gleich verraten wie man diese Sperre umgeht. Es ist wirklich kinderleicht und voellig legal. Wer will kann das ja selber googlen. So als kleine Uebung fur zukuenftige Herausforderungen.

    Das bedeutet diese Sperre war voellig wirkungslos und nur laesstig, von daher hat die Gema wohl nachgegeben.

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