War on Cash in Indien: Das Bargeld soll weg

Indien ist ein armes Land, dessen Wirtschaft ohne Bargeld zusammenbräche. Trotzdem will die indische Regierung das Bargeld sukzessive abschaffen.

Von Marco Maier

Der "War on Cash" ist in Indien in vollem Gange. Mit dem plötzlichen Tauschzwang für große Banknoten wurde der erste Schritt dazu gemacht. Nun verkündete die indische Regierung, dass eine bargeldlose Gesellschaft das Ziel sei. Das vorsätzlich verursachte Chaos bei der Umstellung der Banknoten im Wert von 500 und 1000 Rupien dient nun als Vorwand, die Menschen zur Nutzung digitaler Bezahldienste zu drängen. Immerhin macht der Nennwert dieser Banknoten rund 86 Prozent des gesamten Bargeldbestandes des Landes aus.

Offiziell dient die Maßnahme dazu, den Schwarzhandel, die Geldwäsche und die Korruption zu bekämpfen, doch in Wirklichkeit soll das riesige Land zu einem Versuchslabor avancieren, in dem man offenbar die monetäre Digitalisierung in einer armen Volkswirtschaft testet. Dabei hat Indien noch nicht einmal ansatzweise eine entsprechende Infrastruktur zur Umsetzung dieser Pläne.

"Ich möchte meinen kleinen Brüdern und Schwestern im Handelsgewerbe sagen: Dies ist eure Chance, die digitale Welt zu betreten", so Premierminister Narendra Modi. Die Bürger sollten ihre Geldgeschäfte in digitaler Form tätigen. "Es ist wahr, eine hundertprozentig bargeldlose Gesellschaft ist nicht möglich. Aber warum machen wir nicht den ersten Schritt hin zu einer Gesellschaft, in der weniger Bargeld verwendet wird? Wir können schrittweise von einer wenig Bargeld gebrauchenden Gesellschaft zu einer bargeldlosen Gesellschaft werden."

Angesichts dessen, dass schätzungsweise neun Zehntel der Transaktionen in Indien per Bargeld abgewickelt wird, ist dieses Vorhaben ein gewaltiger Schritt. Vor allem jedoch stellt sich die Frage, wie die vielen armen Menschen überhaupt die Möglichkeit erhalten sollen, irgendwelche Transaktionen vorzunehmen, wenn sie sich entsprechende Geräte (wie Smartphones, Tablets oder Computer) doch gar nicht leisten können. Zudem gibt es keine flächendeckende Versorgung mit Internet (welches zudem auch ausfallen kann), so dass ein solcher Schritt zudem ebenso zu Problemen führen wird.

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Auf jeden Fall ist diese Entwicklung bedenklich. Der bargeldlose Zahlungsverkehr an sich mag zwar in vielen Bereichen nützlich und sinnvoll sein, doch ohne Bargeld verlieren die Menschen einen Teil ihrer Freiheit, indem sie völlig kontrollierbar werden. Egal ob in Indien oder in Deutschland.

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10 Kommentare

  1. Der PM möchte seinen zwei- oder dreihundert Millionen "kleinen Brüdern und Schwestern" sagen, daß er ihnen eine neue Chance eröffnet hat, indem er sie in ein tiefes Loch fallen ließ.

    Das ist typisches Denken und Handeln asiatischer Elite. Viele Weiße haben in ihrem kuschelig eingerichteten Leben noch nicht bemerkt, daß seit etlichen Jahren auch im Westen diese Kultur eingezogen ist.

  2. Und in unserer Wertegemeinschaft hat man heute gerade die Enteignung von Betrieben beschlossen und zwar für alles, was der Staat oder das was wir dafür hielten sonst als Notreserve selbst bevorraten musste, es aber nun nicht mehr macht.

    Offensichtlich rechnet man in Kürze mit mehr. Einem Mehr an Krieg, an Haarp-Nanopartikel-Unwettern, an politisch verfolgten Sozialsysteminteressierten von außerhalb, … und ebnet daher schon den Weg, damit die Uni Form Träger nicht die Situation weiter hinterfragen müssen, sondern nun eine neue Anordnung haben, der sie stets folgen können.

  3. Der totale Wahnwitz aber sollen sie es doch versuchen, das Chaos ist vorprogrammiert und die Menschen werden ihre Wut dann hoffentlich an der richtigen Stelle auslassen!

  4. Indien ist ein armes Land, dessen Wirtschaft ohne Bargeld zusammenbräche. Trotzdem will die indische Regierung das Bargeld sukzessive abschaffen.

    —————–

    Die indische Regierung wird kontrolliert durch Rothschild. Und die 'indische Zentralbank' wird gleichfalls  durch Rothschild kontrolliert!

    Durch die Abschaffung des Bargeldes -sofern das gelingt-  haben die Geldmonopolisten um Rothschild die totale Kontrolle über die Geldströme der Welt.

    One witness, Mr. A. de Rothschild, outlined a scheme for the creation, in India, of a bank with privileges similar to those of the Bank of England, by absorbing the Presidency Banks. It was to have a capital, the same as that of the Bank of England, viz., £14 million, 

    Genisis of the Central Bank of India

    https://rbidocs.rbi.org.in/rdocs/content/PDFs/89634.pdf

    Da Rothschild nahezu alle Central-Banken der Welt und auch die Geldströme über die BIZ (Bank für internationale Zusammenarbeit), Basel, kontrolliert, wird der Kampf gegen das Bargeld von Rothschild & Co weltweit geführt.

  5. p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 120%; }

    Ausgerechnet Indien. Die haben doch massenhaft Analphabeten in ländlichen Gebieten ohne Bankkonten.

    Aber die Briten und mit ihnen der ganze Anglozionismus haben sicher beste Verbindungen und Standorte dort.

    Weshalb kann sich dieser Modi nicht zur Wehr setzen, oder will er das gar nicht?

    Man kann nur hoffen, daß das schief geht und kein "positives" Vorbild für andere Länder entsteht.

    Hoffen wir das der Versuch es in Indien durchzusetzen genau das Falsche war.

  6. nur ne frage der zeit

    dann passiert das auch hier

    dann kriegt man noch n chip implantiert und fertig ist sklave

    bei der dumpfbackenbevölkerung speziell in unseren breiten überhaupt kein problem

    wird schon gut verkauft werden

     

    war die menschheit immer schon sooo blöd oder ist das ne neuere erscheinung ?

  7. Eigentlich keine so schlecht Idee – das mit dem Bargeld abschaffen. Dann könnte ich endlich ruhigen Gewissens auf halbtags reduzieren. Würde ja eigentlich reichen…..kann ja über den Rest eh nich verfügen…..

  8. Ohne Bargeld läuft in unseren Wirtschaften gar nichts, und schon gar nicht in Indien. Die geplante Bargeldlosigkeit ist nichts anderes als der Versuch, ein Land in den Bürgerkrieg zu stürzen, um es anschliessend seiner Bargeldreservern (der Bürger) völlig auszurauben. Wenn Regierungen hier mitmachen, weiss man, dass sie von USrael gekauft sind.

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