USA: Abstimmung über Cannabis-Legalisierung in neun Staaten

Gemeinsam mit den Präsidentenwahlen finden in neun US-Bundesstaaten Abstimmungen zur Legalisierung von Cannabis statt. Die Chancen dafür stehen gut.

Von Marco Maier

Ein Grund dafür, weshalb Cannabis heute als Droge und nicht mehr als Heilmittel gilt, war der ägyptische Druck auf der zweiten Opiumkonferenz in Genf im Jahr 1925. Kairo drohte damals mit Importbeschränkungen für Kokain und Heroin, was die Geschäfte der deutschen Pharmaindustrie beeinträchtigt hätte, woraufhin diese bei der deutschen Regierung intervenierte (ja, auch damals gab es schon Lobbyisten). Die deutsche Regierung lenkte daraufhin ein und setzte das Kraut mit auf die Liste. Damit war es so weit, dass immer mehr Länder die Pflanze verboten.

Auch in den USA kam dies schrittweise. Zuerst, im Jahr 1937, kam eine extrem hohe Steuer, in den 1960ern auch ein Verbot. Doch bereits 1996 kam erneut eine Trendwende: Der US-Bundesstaat California erlaubte die medizinische Verwendung von Cannabis, woraufhin in den nächsten 20 Jahren noch weitere Bundesstaaten folgten. Im Jahr 2012 kam dann die nächste Liberalisierung, indem die Staaten Colorado und Washington (State) den Besitz von kleinen Mengen erlaubten, obwohl dies nach Bundesrecht noch strafbar war. Ein Jahr später betonte die US-Bundesregierung, dass die das Bundesgesetz nicht mehr in jenen Staaten durchsetzen wolle, welche Cannabis legalisierten. Daraufhin folgten auch Oregon und Alaska. In diesen vier Staaten sind Konsum und Anbau für den Eigengebrauch legal, zudem gibt es eigene Cannabis-Geschäfte, in denen man das Kraut (mit Extra-Steuern versehen) kaufen kann.

Doch am Dienstag, wenn die US-Präsidentenwahlen stattfinden, gibt es auch in fünf Staaten (California, Nevada, Arizona, Maine und Massachusetts) eine Abstimmung über die Liberalisierung von Cannabis, vier weitere Bundesstaaten (Florida, Arkansas, North Dakota und Montana) stimmen über die Legalisierung von Cannabis für den medizinischen Gebrauch ab. Es wird hierbei erwartet, dass die Liberalisierungen in allen Staaten durchgehen wird.

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3 Kommentare

  1. Na ja, aus Marihuana kann man ein Oel destillieren …

    das alle Krebsteraphien in den Schatten stellt.

    Die ersten Heilungsberichte auch von leuten, die der Arzt schon aufgegeben hatte, kursieren bereits seit längerem im Netz.

    Wenn man den gewiss vorhandenen Übertreibungsfaktor und die auch schon vorher bekannten seltenen Spontanheilungen abzieht, bleibt immer noch genug Substanz übrig, um die Pharmaindustrie das Gruseln zu lehren.

  2. Vor allen verblödet Cannabis nicht so schlimm wie Christal Meth 🙂  damals 68-70 haben wir auch geraucht bis wir als kriminell erklärt wurden. es war eben schick damals. Cannabis ist mehr Heilmittel als Droge zum Ärger der Giftpantscher, genannt Pharmaindustrie.

  3. Zu früheren Zeiten soll Cannabis in vielen Medikamenten enthalten gewesen sein. Cannabis ist eine Heil- und auch Genuß-Pflanze, die vielen Kranken auf schonende Weise helfen kann. Es soll das beste Krebsheilmittel sein. Cannabis ist auch harmloser und nicht schädlich wie Alkohol, bei Verwendung als Genußmittel. Und weil Cannabis für den Menschen und dessen Gesundheit gut ist, für die Pharmaindustrie hohe Gewinnverluste bringt, ist es verboten. Der Mensch soll mit den chemischen "Heil"-Giften krank gehalten werden, so "rollt der Rubel" für Ärzte und die Pillenproduzenten. Außerdem werden Polizei und Staatsanwaltschaften mit der Verfolgung der "bösen Konsumenten" ordentlich (sinnlos) beschäftigt.

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