Sowohl George W. Bush als auch Barack Obama kündigten eine eher isolationistischere Außenpolitik und eine Abkehr von militärischen Interventionen an. Das tatsächliche Ergebnis ist bekannt. Wie wird es unter Donald Trump?

Von Marco Maier

Donald Trump gilt als Verfechter einer Außenpolitik, die nicht auf militärische Interventionen im Ausland setzt und Regime Changes ablehnt. Denn diese, so Trump, hätten in der Vergangenheit mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Mit dieser Meinung steht der neugewählte US-Präsident nicht alleine da.

Andererseits gibt es gerade in seiner Partei, den Republikanern, mehr als genug "kalte Krieger" und Interventionisten ("Falken"), welche eine aggressive US-Außenpolitik befürworten, weshalb sie sich auch für Hillary Clinton als Nachfolgerin Barack Obamas stark machten. Denn mit ihr wäre die bisherige Politik fortgeführt und sogar noch ausgeweitet worden.

Nun kommt es vor allem darauf an, wen Donald Trump in sein Kabinett beruft. Die bisherigen Kandidaten, die genannt wurden, scheinen doch vielmehr ein "Kabinett des Grauens" zu sein. Da bleibt nur die Hoffnung, dass der Milliardär in der Partei zumindest für die Posten des Außen- und des Verteidigungsministers integre Persönlichkeiten findet, die seine Linie möglichst ebenfalls vertreten. Denn gerade das State Department und das Pentagon sind für seine außenpolitischen Ziele immens wichtig.

Auf jeden Fall gilt es derzeit noch abzuwarten und die tatsächlichen Personalentscheidungen zu untersuchen. Dann wird nämlich auch klar, in welche Richtung der Zug tatsächlich abfahren wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass es nicht jene Kandidaten werden, die bislang im Gespräch sind. Denn dann wäre auch seine persönliche Linie wertlos – so wie es schon bei Obama der Fall war (während Bush tatsächlich nur aus Wahlkampfgründen so argumentierte).

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13 thoughts on “Trump: Wie viel militärischen Isolationismus will er wagen?”

  1. Trumps persönliche Anti-Establishment-Line ist Wahlkampf-Täuschungs-Manöver. Tiefstes Establishment sind die Geheimgesellschaften wie der Yale Orden Skull & Bones, dessen Mitglieder, Ziele und Machenschaften der Historiker Anthony Sutton aufdecken konnte.

    Nun hat sich herausgestellt, dass mindestens 1 Mitglied der Trump-Mannschaft auch Mitglied von Skull & Bones ist: sein Wahlkampf-Finanzmanager Steven Mnuchin, der Finanzminister werden soll. Näheres dazu:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/11/14/der-geheimorden-skull-bones-auch-in-trumps-team/

    1. Richtig. Es könnte eintreten, und ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass sich GAR NICHTS ändert.

      Raider heißt jetzt T w i x t * Ansonsten ändert sich nix.

      ___________-

      *) Das Wort T w i x t (ohne Leerzeichen) wurde übrigens vom Contramagazin gesperrt (wer’s nicht glaubt: Nicht dumm labern, sondern einfach SELBST ausprobieren!). Grund: Niemend soll schreiben / verraten können, dass sich in den USA nix ändert. Das ist eins der „Staatsgeheimnisse“ des Establishments.

    2. .…sein Wahlkampf-Finanzmanager Steven Mnuchin, der Finanzminister werden soll.

      ————

      Das oder so etwas ähnliches war zu erwarten, wenn man weiß, WER die Hauptunterstützer von Trump waren:

      Guckst Du hier:

      https://thezog.info/who-controls-donald-trump

      Meine Hoffnung ist, dass es sich bei der Gruppe um Sheldon Adelson (Kasino König)  und Paul Achleitner (Deutsche Bank) um jüdische Konservative handelt, welche die USA nicht -wie von den Internationalisten geplant) vor die Hunde gehen lassen wollen.

      Mich interessiert auch herzlich wenig, ob Steven Mnuchin bei den 'Skull & Bones' war. Ich werde Trump und Mnuchin daran messen, ob sie etwas für die breite Masse des verarmten amerikanischen Volkes tun und nicht nur für die Zocker  von der Wall-Street uind Big Corporate Business.

      DAS SOLLTE UNSERE MESSLATTE SEIN!

      Nicht vorher schon alles kaputt reden!

      Trump geht eine schwierige Gratwanderung, denn er muss ja auch auf die verschiedenen Ströungen in seiner Partei Rücksicht nehmen. Das muss uns alles klar sein.

      Hätte allerdings die Kriegstreiberin und Hochkriminelle Clinton gesiegt, würden wir über ganz andere Probleme reden müssen.

       

      1. Hier echt …. ich muss so lachen … DAS muss es sein, dieses typisch Deutsche !

        Erst wird vor Clinton gezittert wie Espenlaub, dann gewinnt glücklicherweise ein Trump und bewahrt uns mit seiner Existenz vor einem sicheren WK, alle sind froh und jetzt … jetzt endlich, kann wieder die Keule ausgepackt werden.

        Wisst ihr was das ist, – das ist Rattig !

        Strickt euch doch einen amerikanischen Chef !

        Schon vergessen, wir sind hier dem Sensemann von der Schippe gehüpft !

        Und jetzt sollten wir uns um unseren Saustall kümmern !

  2. Es bleibt doch erstmal abzuwarten, wer Präsident der USA wird. Nach alledem, was in den letzten drei Jahen passiert ist, sollte denkenden Menschen eins klar geworden sein: NICHTS IST KLAR!

    Clinton-Fans wollen Wahlmänner umstimmen
    Oder auf deutsch: Soros schmiert die Wahlmänner

    Die Demokraten haben einen Ansatz gefunden, wie sie Donald Trump als US-Präsident noch verhindern könnten.

    In einer Petition fordern die Unterstützer von Hillary Clinton die Wahlmänner auf, nicht für Donald Trump, sondern für Hillary Clinton zu stimmen.

    Die Petition wurde innerhalb kürzester Zeit von 2,2 Millionen Unterzeichnern unterstützt.

    Die Idee ist nicht uninteressant: Die Wahlmänner sind zwar per Gesetz verpflichtet, für den Sieger ihres Bundesstaats zu stimmen. Wenn sie sich jedoch anders verhalten, droht ihnen maximal eine Strafe von 1.000 Dollar. Angesichts der immensen Wahlkampfkosten wäre diese Summe leicht von der Clinton-Kampagne zu finanzieren. Die Initiatoren der Petition weisen ausdrücklich darauf hin, dass „die Clinton-Unterstützer die Strafe gerne bezahlen werden“. In vielen Staaten gibt es nicht einmal eine Geldstrafe.

    Die Unterstützer von Clinton schreiben in der Petition, dass die Verfassung nicht sage, dass die Wahlmänner sich an Vorgaben zu halten hätten. Präsident der Vereinigten Staaten sei der- oder diejenige, die vom Wahl-Kollegium gewählt werde. Die Wahl findet am 19. Dezember statt.

    Originellerweise ist das Thema im Wahlkampf erstmals aufgekommen, weil ein Wahlmann mit indianischer Herkunft erklärt hatte, er werde keinesfalls für Clinton stimmen, sondern die Strafe zahlen – es sei ihm wichtiger, mit reinem Gewissen zu leben. Robert Satiacum kommt aus dem Staat Washington und bezeichnete Clinton laut NBC als eine „Kriminelle“.

    In der Petition heißt es:

    Am 19. Dezember werden die Delegierten des Wahlkollegiums ihre Stimme abgeben. Wenn sie alle stimmen, wie ihre Staaten abgestimmt haben, wird Donald Trump gewinnen. Allerdings können sie für Hillary Clinton wählen, wenn sie wählen. Sogar in Staaten, in denen das nicht erlaubt ist, würde ihre Stimme noch gezählt werden, sie würden einfach eine kleine Geldstrafe zahlen – von der wir sicher sein können, dass sie die Clinton-Unterstützer gerne bezahlen werden.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2016/11/528868/donald-trump-wahl-nicht-sicher-clinton-fans-wollen-wahlmaenner-umstimmen/

    1. Das sollte sich Jeder an die Pinnwand heften:

      Alexander Powel in his 1909 book, The Unseen Empire:

      ——- “The European peoples are no longer under the Government of the respective nations. They have become the subjects of another Power – a Power unseen but felt in the palace as in the cottage. It is the occult Power of the House of Rothschild that reigns over princes and paupers who fawn in the most abject subserviency. Soon if not already, America will fall to this unseen Power.”

      1. Wollen wir nicht mal alle deutsch schreiben, demnächst … nur noch?

        Um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Meine ja nur …

        Trump hat drüben den Anfang gemacht. Und wir reden HIER ab sofort kein Englisch mehr.

        (Wenn die BÖSEN Yankees weg sind, können wir ja gerne zurückschalten).

  3. Andererseits gibt es gerade in seiner Partei, den Republikanern, mehr als genug "kalte Krieger" und Interventionisten ("Falken"), welche eine aggressive US-Außenpolitik befürworten, weshalb sie sich auch für Hillary Clinton als Nachfolgerin Barack Obamas stark machten.

    —————

    WER sind denn diese ähäm…'Kriegsfalken', welche die Kriege in Nahost zum Wohle Israels und in Erfüllung des infamen 'Oded Yinon Plans' anzetteln?

    Im Gegensatz zu den ähäm Internationalisten bei den Demokratts, die global denken, sind die echten Konservativen in der Grand Ol' Party eher bodenständig und neigen sogar zum Isolationalismus.

    As one of only a handful of Republicans to oppose the Iraq War, Republican Congressman Jimmy Duncan said in 2003:

    “It is a traditional conservative position not to want the United States to be the policeman of the world.”

    Inzwischen wissen wir ja alle (hoffentlich) WER den Krieg gegen den Irak inszeniert hat:

    Das waren ja keine amerikanischen Konservativen sondern durch die Bank jüdische Neo-Cons, welche die Bush-Administration und auch Bush selbst voll im Griff hatten. 

    Die Hauptverschwörer waren: Richard Perle, Irving Kristol, Paul Wolfowitz, Michael Ledeen, Charles Krauthammer

    Guckst Du hier:

    Who got us into the Iraq war?

    A List of prominent Jewish Neocons and their role in getting the U.S. into Iraq and Homeland Security

    http://hugequestions.com/Eric/TFC/FromOthers/list-of-neocons-for-Iraq-war.htm

     

     

  4. Hää Er hat doch gesagt das er die Streitkräfte aufstocken und Modernisieren will. Das tut er natürlich wegen Mangel an Interventionswillen. Und nicht deswegen um die NATO Mitglieder zu einem höheren Militäretat zu bewegen. :-))

     Keine Sorge, die Transatlantiker in Politik und Medien werden den Bluff in ihren jeweiligen Heimatländer als bare Münze tragen und verkaufen, fleißig für Aufrüstung trommeln weil ja der Donald nich mehr mitmacht und man nun selbst in die Wüste ziehen muss um die Konzerne mit Öl zu versorgen so dass diese das Sozialprodukt nach ihren Wünschen verteilen können.

    Die USA stecken in ner Sackgasse, können nicht anders und sind daher mehr als berechenbar. Können sie noch so viel in Think tanks investieren. Der Bewegungsspielraum wird dadurch nicht größer. Einzig der Vorsitzende kann mit seiner Person dem bluff zu mehr Glaubwürdigkeit verhelfen und in anderen Ländern innenpolitisch für Unruhe sorgen.

  5. Warum Isolationismus ? 

    Trump braucht nur die Provokationen gegen Russland und China zu beenden, sich aus den selbst inszenierten Kriegsgebieten zurückziehen und schon hat er hunderte Milliarden gespart.

    Und danach sollte er mal den Einen oder Anderen für Kriegsverbrechen hinter Schloss und Riegel, oder besser auf den elektr.Stuhl bringen. Bitte die Aufarbeitung bei Irak 1 beginnen

  6. Die bisherigen Kandidaten, die genannt wurden, scheinen doch vielmehr ein "Kabinett des Grauens" zu sein

    Was für eine saudämliche Aussage! Von Trump selbst wurden bislang erst 2 Namen genannt und die Listen mit potentiellen Kandidaten welche kursieren sind reine Spekulation, meist von Lobbyisten und "gewöhnlich gut informierten Kreisen", also allesamt Schnuppe. 

    Wie wäre es mal mit abwarten und danach schauen wen er in welches Amt beruft?
    Was soll dieses gebashe?

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