Syrien: Assad will mindestens bis 2021 im Amt bleiben

Bereits vor dem Ausbruch der ersten Unruhen hat Präsident Assad politische Reformen angekündigt, die jedoch wegen des Krieges nicht umgesetzt werden konnten. 2021, mit dem Ende der dritten Amtszeit und dem Sieg über die Extremisten, soll seine Herrschaft vorbei sein.

Von Marco Maier

Die von der syrischen Opposition geforderten politischen Reformen, welche die faktische Alleinherrschaft der Baath-Partei von Präsident Assad beenden sollten, waren schon lange Zeit das Ziel des Präsidenten, der Syrien schrittweise in eine moderne Demokratie umwandeln wollte. Doch die von den USA, Saudi-Arabien und deren Verbündeten angeleierten Proteste, die sich zu einem Krieg ausweiteten, machten dem einen Strich durch die Rechnung.

Nun erklärte Präsident Assad in einem Gespräch mit westlichen Journalisten, dass er zumindest seine dritte Amtszeit bis zum Jahr 2021 abdienen möchte. Allerdings werde es keine politischen Änderungen geben, bis die syrische Armee nicht sämtliche Terrormilizen im Land erfolgreich bekämpft habe. Denn dem syrischen Präsidenten ist durchaus bewusst, dass das Land zuerst befriedet sein muss, bevor man wirklich mit der Umsetzung politischer Reformen beginnen kann.

Vor allem sieht Bashar al-Assad die Vereinigten Staaten von Amerika als treibende Kraft hinter dem Krieg in Syrien. Dies lässt sich auch belegen. Trotz allem werde weiterhin ein Dialog "über verschiedene Kanäle" geführt, selbst mit den Vereinigten Staaten. "Aber das bedeutet nicht, dass wir unsere Souveränität aufgeben oder Syrien in einen Marionettenstaat umwandeln." Er werde auch von innenpolitischen Kritikern unterstützt, die genau wissen, was passiert wenn er und seine Baath-Partei von den vom Ausland unterstützten Extremisten gestürzt werden.

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6 Kommentare

  1. Und nach 2021 geht er in Rente und züchtet Hühner, oder wie?

    Hätte er doch schon vorher machen können.

    Nach 2021 soll dann jemand anderes aus dem Assad Clan an die Macht.

  2. Für die Syrier bleibt zu hoffen, dass Syrien so schnell wie möglich befriedet werde kann. Assad und Putin sollten wissen, dass den USA nicht zu trauen ist und dass die am Motto: "Assad muss weg" festhalten. Anhand von Libyen und Irak kann man bestens sehen, was mit Ländern passiert, wo der angebliche Diktator weggebomt werden.

  3. Die Achse des Bösen hat sich verrechnet das gefällt mir. Völkermord, Länder ruinieren zahlt sich halt nicht ewig aus. Assad hätte schon längst abhauen konnen aber er tat es nicht und hat sein Volk nicht in Stich gelassen. Es wird wieder ein Syrien geben wenn diese Mörderbanden beseitigt sind.

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