Schwester Guadalupe: „Der Westen finanziert die Terroristen in Syrien“

Die argentinische Missionarin, Schwester Guadalupe, war einige Jahre in Aleppo. Im Januar 2011 kam die katholische Ordensfrau nach Syrien und sie nimmt im Interview mit Portugals TV-Sender RTP die syrische Regierung in Schutz. Den Westen, Saudi-Arabien und die Medien aber kritisiert die Missionarin zu tiefst. Es ist ein bewegender Einblick, doch kann sie keinen Überblick bieten.

 Von Rui Filipe Gutschmidt

 „Syrien war ein sehr friedliches, sehr ruhiges Land“, so die im blauem Gewand zum Interview erschienene Nonne. Und sie fuhr fort: „Ich brauchte Ruhe, also bat ich meine Vorgesetzten, dass sie mich nach Syrien, nach Aleppo schicken.“ Die Ironie in ihren Worten ist ihr durchaus bewusst und so kann sich Schwester Guadalupe auch ein Grinsen nicht verkneifen. „Ich kam im Januar 2011 an, … im Januar 2011… und im März brach der Krieg aus!“ Nun ja, sie hatte immerhin knappe zwei Monate um sich auszuruhen. Doch scheinbar hatte ihr Gott andere Ideen für sie und für ihre Mission in dem Land. Schließlich ist sie ja auch Missionarin, was ihr aber auch zum Verhängnis hätte werden können. Schließlich gehen die Djihadisten vom Daesh nicht zimperlich mit missionierenden Christen um. Aber ihr Kopf ist noch dran und so kann sie uns, Gott sei Dank, von dem berichten, was sie in Aleppo gesehen und erlebt hat.

In den nächsten vier Jahren erlebte die junge Frau die Hölle des Krieges: „Auf den Straßen, die ganze Zeit, fallen Projektile, Raketen, Schüsse, Granaten… so viele Verwundete, so viele Tote. Das ist dort etwas alltägliches! Man muss bedenken, wenn es ein Attentat in Europa gibt, nur eines…, spricht man die ganze Woche davon…!“ Sie hätte Aleppo wieder verlassen können, entschied sich aber dafür zu bleiben. Das gab ihr eine ganz neue Perspektive vom Krieg: „Es ist kein Bürgerkrieg in Syrien. Es ist nicht das syrische Volk, dass sich gegen die Regierung erhoben hat. Das ist eine Lüge von denjenigen, die diesen Krieg anzettelten und die die Medien und den Informationsfluss missbrauchen, manipulieren, damit im Westen die Menschen glauben, dass es das syrische Volk ist, dass dort auf der Straße kämpft…, nein…“ 

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Auf die Frage hin, wer dort kämpft, kommt so ziemlich die gleiche Antwort wie sie Bashar al-Assad in seinem Interview an RTP gegeben hatte. „Es sind Gruppen von außerhalb Syriens, terroristische Gruppierungen, es sind Söldnertruppen, bezahlte Gruppierungen. Also diejenigen, die diesen Krieg finanzieren, Länder des Mittleren Ostens (Nahost) wie Saudi-Arabien und die Länder des Westens, welche die Rebellen unterstützen, unterstützen letzten Endes den Terrorismus. Dazu reicht es eben, Waffen zu verkaufen. Waffen an die moderate Opposition zu verkaufen, da es diese nicht gibt, da es diese nie gab!“ Überzeugt von ihren Worten und von der Richtigkeit des Handelns der syrischen Regierung, nimmt Schwester Guadalupe die Armee in Schutz, die der Westen unzähliger Kriegsverbrechen beschuldigt.

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„Die einzige Verteidigung des syrischen Volkes in diesen fünf Jahren, der einzige Schutz, ist ihre eigene nationale Armee und jetzt in letzter Zeit noch Russland.“ Auf die Frage nach eben diesen Verbrechen sagte die Missionarin, dass „nur der Horror der einen Seite gezeigt wird und nie der Horror der anderen. Ich rede von dem, was ich selbst erlebt habe, was ich mit diesen meinen Augen sah.“ Es ist die Sicht einer gläubigen Frau, die viel gesehen, viel erlebt, zu viel Schmerz mitgefühlt hat. Vier Jahre in Aleppo, auf Seiten der Regierung haben ihr einen tiefen Einblick in die Grauen des Krieges gewehrt, aber nicht einen unparteiischen Überblick. Als Frau des Glaubens, glaubt sie schnell alles, was auf Seiten der Regierung als Wahrheit unumstößlich gilt. Im Krieg aber, so weiß ein jeder Offizier, ist die Wahrheit immer das erste Opfer! Nur weil sie nie eine moderate Opposition zu Sicht bekam und diese konsequent von al-Assads Regierung geleugnet wird, heißt es nicht, dass es diese nicht gibt. Doch sie ist kaum noch vorhanden. Die Kurden aber sind keine Erfindung der USA und sie sind ganz gewiss keine Islamisten. Nur wenn man Berichte von allen Seiten ansieht, kann man am Ende einen Überblick bekommen, statt nur einen Einblick. Davon einmal abgesehen, zeigt der Bericht der Ordensfrau eine Stadt, die Gott scheinbar verlassen hat. Ihre Präsenz in Aleppo aber, beweist dann doch das Gegenteil, auch wenn sie jetzt im Moment nicht mehr vor Ort ist. Andere kümmern sich um die Opfer des Krieges an ihrer statt.

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13 Kommentare

  1. Man schaue sich diesen Engel genau an.

    Von ihnen gibt es viel zu wenige in dieser Welt. Sie wirken in die Gegenrichtung der Psychopathen im (blutrotem) Weißen Haus.

    Es sind Menschen, die nicht zerstören, sondern aufbauen.

    Es sind Menschen, die nicht schießen, sondern heilen.

    Es sind Menschen, die nicht nehmen, sondern geben.

    Es sind Menschen, die nicht hassen, sondern lieben.

    Es sind echte Christen.

    Ich verneige mich vor ihnen in tiefster Hochachtung.

    1.  Und weil die Deutschen gerne aufbauen, heilen, geben, lieben und echte Christen sind werden sie auch verunglimpft, belogen,  betrogen , erschlagen und vergewaltigt ! Bis heute !

  2. …nun Aleppo war neben Orthoxisch-Assyrisch-Aramenisch geprägt,, darunter auch Sunniten u. Co..,, mit zerfall des Osmanischenreich begann der Exodus-Umvolkung-Massenmorde-Massakern…

    die neuen waren die Schiia-Alewiiten u. Wahibiden-Sunniten… die Demoghraphie wurde neu geschrieben..

    Die Papst-Söldnerin in Blau,, ging wohl davon aus das Sie die Kahtlolifizierung mit Ihrem Ordensarmee in Aleppo durch sesetzten zu können..

    Was diese BlaueWitve über Syriens Friedlichkeit labert ist ne Lüge..!! Typisch PapstSöldner-Truppen!!

    Syrien seit 1900 sowieso und erst 1955 mit Israel-Krieg od Libanon-Krieg seit 1970 und somit beginn des ""Assad-Diktatur-Regiem" starben nur schon Kinder weil Sie ein kindischesch weinen od lachen aufgesetzt haben – die durch AssadsArmee getötet wurden.. Nach dem der Senior-Schlächter den sein Trohn an den Junior-Schlächter über gab/platz nahm.. waren die Strassen mit Blut über zogen – Die Geheimarme dürte jeden so mir nix-dir-nix abknallen..  Die Levante/Naher-Millerer Osten ist ein permanentes Kriegsgebiet und Schlachtfeld!!

    Die Blauewitve soll zürück zu Ihrem Papst nach Rom einkehren. So ein Scheinheiligen s.g. Pastor als Papstsöldner kenne/kannte ich auch,, der die Söldnerdienste für den Papst tätig war und die Katholizismuss durch erschleichen u. lügen zu erkaufen.. dieser Verbrecher sich heute "Theolog"

    Der hat etwa 5-Weisen entführt und zu seinem eigenen Adoptiven gemacht und tausende ins Landes inneren eingeschleusst die abnehmer waren Weisenhäusern.

    Einer dieser Adoptiven bin ich bis heute befreundet,, Katholozismuss hat er schon im Jugendalter in die Mülltonne versenkt und heute sucht er sein Frieden bei Freikirchen und Jesus-Ablegern..

    Als Mensch ist der nur noch ein Wrak und tikt auch nicht im Kopf… schwere Kindheitstrauma..

     

  3. Wer sonst als der der dekadente, aggressive Westen gebar diese Fehlgeburt, genannt Terrosristen. Sie sind die Kinder von Terroristen, genannt die "Elite"!!

    Die sich auch an der Verfolgung der Christen und anderer Minderheiten in dieser Region delektieren!!!

    Selbst eine verkommene Sippe satanischer Provenienz, können sie sich nur als solche politisch vermehren!

    Und ihre Pläne sind immer diabolisch, das heißt dazwischenwerfend, spaltend, destruktiv, andauernde Unruhe stiftend!

  4. Da hat die gute Nonne Recht – wenn sie sagt der Westen finanziert die Terroristen in Syrien und von denen dann viele als Syrer (in der Türkei als Flüchtling leben) ganz unkontrolliert nach Deutschland kommen darf.

    Denn jeder der sagt ich bin SYRER hat schon die Freikarte für die nächsten Jahre gezogen.

    Aber es gibt noch ein Problem – jeder der an unsere deutschen Grenzen steht –  darf rein – ob kontrolliert oder auch nicht -spielt eh keine Rolle.

    ES WIRD NIEMAND AN UNSERE GRENZEN DIREKT ZURÜCK GESCHICKT !!!

    Denn es reicht schon, wenn man einfach das Wörtschen ASYL sagen kann !!!!

    Alleine vorigen MONAT (Okt.) sind schreibe und sage 150.000 in Italien und Griechenland angekommen, und wie wir alle wissen – haben sie nur ein Ziel und das ist das  Schlaraffenland Deutschland .

     

  5. Wer soll die Terroristen denn sonst finanzieren. Geld selber drucken und Waffen herstellen werden sie wohl nicht können. Was hier geschieht ist ein schreckliches Verbrechen gegen das Syrische Volk unter Regie des Westens. Diese Leute werden auch nicht vor uns Halt machen da bin ich mir sicher.

  6. Das wird Mutter Terror aber gar nicht gefallen, die von Gott befohlen den Syrern ihr Schicksal bestimmt. Nur hat dieser Gott zwei Hörner und Ziegenfüsse und bringt den Tod über die armen Menschen. 

  7. Das gleiche hat auch der indische Botschafter in Damaskus (2009 – 2012) aus eigener Beobachtung geschildert. Er beschreibt Syrien vor den Ereignissen als ein friedvolles Land ohne unterschwellige Spannungen. Assad sei beliebt gewesen, er habe die Unterstützung von 80 % der Syrer gehabt, also auch eines Großteils der Sunniten, was dazu beitrage, dass er noch immer an der Macht sei. „Es gibt keine angemessene interne Opposition und viele der Probleme in Syrien stammen aus ausländischen Quellen, die versuchen, sich eines ungelegenen Regimes zu entledigen.“

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