Schröder: Tierwohllabel muss für Tiere „einen Mehrwert bringen“

Das geplante staatliche Tierschutzlabel müsse einen deutlichen Mehrwert für die Tiere bringen, so der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Von Redaktion/dts

Der Deutsche Tierschutzbund hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) aufgefordert, für das geplante staatliche Tierschutzlabel Haltungsbedingungen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard vorzugeben: "Ein Tierwohllabel muss für die Tiere einen Mehrwert bringen", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Diesen Anspruch erfülle die privatwirtschaftliche Initiative Tierwohl nicht. "Wir können daher dem Bundesminister nur dringend davon abraten, die Initiative als Blaupause zu nehmen", sagte Schröder.

Es brauche schon bessere Bedingungen im Stall, damit die heutige, konventionelle Tierhaltung gesellschaftliche Akzeptanz zurückbekommt und ein Tierwohllabel verdient, so Schröder. In einem Interview mit der Zeitung hatte zuvor Bauernverbands-Generalsekretär Bernhard Krüsken eine Verzahnung von staatlichem Label und Initiative Tierwohl ins Spiel gebracht. "Es gibt Synergien, denn die Initiative hat ein engmaschiges Kontrollnetz, auf das das Label zurückgreifen könnte. Ein Parallelsystem würde enorme Kosten verursachen", sagte Krüsken. Das staatliche Label könne nur im Verbund mit der Initiative zum Erfolg werden. Der Tierschutzbund selbst war in diesem Jahr aus dem Beirat der Initiative ausgetreten, bei der Landwirte für bessere Haltungsbedingungen Ausgleichszahlungen vom Handel erhalten.

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7 Kommentare

  1. Was ist mit den Fleisch das aus den Ausland kommt ? Tierwohllabel so etwas bescheuertes. Das ist sowas wie die glücklichen Schweine deren Werbung in jeder Metzgerei zu finden war. Der Fleischverkauf soll ja zurückgehen, versucht man jetzt Werbung zu machen.

  2. Wem es ernst ist um das wohl der Tiere …

    der muss zuerst das Schächten verbieten.

    Das ist der einzige Weg zur Glaubwürdigkeit – alles andere ist Wortgeklingel.

    Ich frage mich schon lange, wieso die bekannten Tierschutz – Fanatiker von Peta das Schächten nicht thematisieren.

    Vielleicht haben die ja auch eine verborgene Agenda?

  3. Tierschutzbund? Meiner Meinung nach ist der als Schutz der Menschen vor den Tieren gedacht. Können die ja alles mit ihnen tun , weil sie sich für die Krone der Schöpfung halten.  In Wien gibt es Tafeln in Rasen mit der Ausschrift:.. Laut Tierschutz, Vögel füttern verboten…  Wie kann ein Nichtfüttern ein Tierschutz sein? Ist nur  bei Tieren, die besondere Nahrung benötigen angezeigt. Beherrschung von unschuldigen Lebewesen, die auch ein bißchen Essen wollen und sitzen dürfen, wo sie wollen. In der Stadt sind Wildvögel froh, wenn sie irgendetwas Fressbares nach langem Suchen, finden. Das ist also Tierschutz??`? Füttert jemand trotzdem, kommt die Polizei und man muß €75 bezahlen oder ins Gefängnis für 12 Stunden gehen. Würde vorschlagen, den Begriff Tierschutz nicht zu verwenden, ist nämlich keiner. Dreck in der Stadt darf nicht sein?!. Nicht durch Vögel. Menschendreck überall ist ganz etwas etwas anderes! Esse schon Jahrzehnte keine Tierleichen mehr. Soll man dazu auch gezwungen werden, weil dem Menschen dann angeblich etwas feht. Was sind die angeblichen Tierschützer eigentlich? Wollen die Geld verdienen und Leuten, die den Tieren etwas Gutes tun wollen, beherrschen.

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