Parallele Übungen am Balkan: NATO in Montenegro und Russland in Serbien

Aktuell kommen sich Russland und die NATO-Länder am Balkan sehr nahe. Während die NATO mit weiteren Partnern in Montenegro übt, starten Russland, Belarus und Serbien ein gemeinsames Manöver mit dem Titel „Slawische Brüderlichkeit“. Im Kosovo kamen sich NATO und Russland schon einmal gefährlich nahe.

Von Christian Saarländer

Nach Angaben des serbischen Verteidigungsministeriums sind an den gemeinsamen taktischen Übungen 212 russische Fallschirmjäger, 56 Soldaten aus Belarus und 450 Soldaten der serbischen Streitkräfte beteiligt.Unter anderem übt man den Anti-Terrorkampf und den taktischen Feuerkampf. „Serbien ist ein unabhängiger und souveräner Staat, der selbst bestimmt, mit wem militärische Übungen durchgeführt werden“, sagte Außenminister Iviva Dacic gestern in Belgrad. Bereits in der Vergangenheit übte Russland immer wieder mit den serbischen Streitkräften.

https://www.youtube.com/watch?v=F57CHCjrHYE

Gleichzeitig findet in Mazedonien eine Übung der NATO statt, wo unter anderem auch die Ukraine, Israel und Albanien mit ihren Soldaten am Manöver teilnehmen. Nach Angaben von News Front nehmen insgesamt etwa 680 Soldaten an der Katastrophenschutzübung teil, wo auch die Abwehr gegen chemische Waffen trainiert werden soll. Am 19. Mai stimmten die Außenminister der NATO-Länder einem Beitritt Montenegros zu, der aktuell vom amtierenden Ministerpräsidenten Montenegros Djukanovic vorangetrieben wird. Über die Wahlen vor zwei Wochen, wo das pro-westliche Lager und die Befürworter der NATO eine Niederlage erhielten, mauert man noch mit offiziellen Ergebnissen. Derzeit genießt Montenegro innerhalb des Westbündnissses den Status eines Beobachters.

https://twitter.com/NewsFrontDE/status/793348505028980736

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Der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko beklagte laut Sputnik Deutschland jüngst, dass die NATO einen Informationskrieg betreibe, anstatt den Dialog fortzusetzen. Grundlage hierfür wäre der 2002 entstandene NATO-Russland-Rat, der die Beziehungen zwischen der NATO und der Russischen Föderation verbessern soll. Die russische Föderation hat in Brüssel und im belgischen Mons eine ständige Vertretung eingerichtet.

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Im Balkan kamen sich NATO und Russland tatsächlich einmal näher, als man zusammen im SFROR-Einsatz im Jahre 1996 faktisch kooperierte. Allerdings hätte es im Jahre 1999 beinahe einen militärischen Zwischenfall gegeben, als russische Fallschirmjäger eine Operation im Flughafen Pristina starteten und der damalige NATO-Kommandeur Wesley Clark (USA) gegen die Russen militärisch vorgehen wollte. Die KFOR-Kommandeure verweigerten damals die Befehle des Obersten NATO-Kommandeurs und verhinderten somit vermutlich einen Dritten Weltkrieg.

Bücher zum Thema:

Der Terror des Krieges: Der Überfall auf Jugoslawien und die Eroberung Südosteuropas

Russland im Zangengriff: Putins Imperium zwischen NATO, China und Islam.

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10 Kommentare

  1. Die USA und Polen haben im Dezember 2009 ein Abkommen über die Stationierung von Patriot Raketen und Soldaten geschlossen. 2010, war es dann soweit. Die ersten Patriot "Boden-Luft-Raketen", kamen aus Kaiserslautern und wurden in Mohrungen/Ostpreussen aufgestellt. Gegenüber der russischen Exklave in Ostpreussen, Kaliningrad. In der nun auch russische Raketen stationiert wurden.

    Heute frage ich mich, warum nun die Kohl- Administration nicht auf das Angebot einging, das russisch besetzte Ostpreussen wieder zurück zu führen.

    Hätte die polnische Regierung nicht automatisch unter Druck gestanden, ebenfalls in Verhandlungen über zu gehen? Oder, hätte man dort die eingeübte Dauerangst gegenüber der BRD., wieder hoch gefahren? Heute hat Russland das Problem, Menschen und Waren über Polen und Litauen, über Lettland und Weissrussland, nach Russland, oder umgekehrt, zu bringen. Inwieweit das "besetzte" Ostpreussen, nun auch noch unter die Sanktionsmaßnahmen des Westens fällt, ist mir nicht bekannt. Immerhin zählt Russland, als Erbe der Sowjetunion, zu den Siegermächten über das 3. Reich. Aber, ohne Schiffsverbindungen, ist russisch Ostpreussen, in Zukunft, wohl kaum zu versorgen und zu  halten. Hier wiederholt sich Geschichte. Weist man dem Ausbruch des dritten Weltkrieges, immer wieder die fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und Polen, über eine Transferroute, Korridor, durch Polen, nach Danzig nach. Eine Eisenbahnlinie und eine Autobahn, wollte das Reich nach Danzig bauen.

    1. Das sind aber Fragen, die da Sie stellen. Kohl gehört wie Merkel, Hollande, Sarkozy, May, Cameron, H. Clinton. Poroschenko, Schulz usw zu den Angehörigen  jener Landsmannschaft, die seit sehr vielen Jahren Ihre Kolonien mitten in ihre Wirtsvölker platzierten, um sie zu beherrschen. Da können Sie doch nicht davon ausgehen, dass Kohl zu dem derzeitigen Zeitpunkt auch nur eine Bohne für Deutschland getan hätte, das man jetzt -wie üblich durch Dritte- nämlich durch Russland über Ramstein aus Rache vernichten will und wird.

    2. "Weist man dem Ausbruch des dritten Weltkrieges, immer wieder die fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen dem Deutschen Reich und Polen, über eine Transferroute, Korridor, durch Polen, nach Danzig nach".

      Mein Freudscher Fehler. Es war der Zweite Weltkrieg, den man den fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen dem Dritten Reich und Polen mit Schuld gab. Der Dritte Weltkrieg steht vor der Haustür.

  2. Gleichzeitig findet in Mazedonien eine Übung der NATO statt, wo unter anderem auch die Ukraine, Israel und Albanien mit ihren Soldaten am Manöver teilnehmen.

    Israel????? Was hat Israel da zu suchen???? Wohl nichts!!!!!! Und was hat die Ukraine dort zu suchen????

    Das ist Kriegsgeilheit pur!!! Eine epidemische psychisch geistige Erkrankung, die unter den Politikern grassiert, die den 3. Weltkrieg auslösen wird. Mit größter Gewißheit!!! Dieses Verhalten gehört in das neueste DSM  aufgenommen! Unter der Diagnose "Aggressives gewaltorientiertes Regieren". Kurz AGR. Es dürften 98% unter den Militärs und 100 % unter den Politikern daran leiden! Nicht heilbar, nur eine lebenslange Verwahrung in einer forensischen Psychatrie verhindert das schlimmste für die Welt!!!

  3. Man braucht doch keine Euthanasie. Man muß nur das kriegsgeile Gesocks dahinschicken wo es knüppeldicke zur Sache geht. Da werden bestimmt auch ein paar finale Lösungen auf Basis der natürlichen Kriegseinwirkung zustandekommen.Wer für den 3.WK  Politik betreibt, hat sich umgehend nach Syrien oder in die Unkraine in Marsch zu setzen, und der debilen Bevölkerung seinen Heldenmut zu demonstrieren.

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