Niemand braucht genmanipuliertes Saatgut

Die GMO-Industrie kassiert Dank des massenhaften Einsatz von genmanipuliertem Saatgut ordentlich ab. Dabei zeigt eine unabhängige Studie, dass konventionelles Saatgut genauso gute Erträge bringt.

Von Marco Maier

Wer kennt sie nicht, die vielen von GMO-Konzernen wie Monsanto, Syngenta & Co bezahlten Studien, die immer wieder die Behauptung aufstellen, dass man den wachsenden globalen Lebensmittelbedarf nur mittels gentechnisch manipuliertem Saatgut bedienen kann. Auch die Mainstreammedien verbreiten solche Meldungen immer wieder unreflektiert, weil hinter diesen Konzernen auch große Werbebudgets stecken, die man angesichts der knappen Kassen auch braucht.

Ein Vergleich der New York Times auf Basis von unabhängigen Daten, der sich mit den Ernten von Mais, Raps und Baumwolle der letzten dreißig Jahre beschäftigt, zeigt jedoch: GMO-Saatgut ist weder ertragreicher, noch müssen weniger Pestizide eingesetzt werden. Für die Farmer und Bauern heißt das: Trotz des Kaufs von teurerem gentechnisch verändertem Saatgut und den ebenfalls teureren speziellen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungmitteln, fallen die Ernten nicht besser aus. Höheren Ausgaben stehen also keineswegs höhere Einnahmen gegenüber.

Denn laut dem Vergleich sind die Ernten pro Hektar in den Vereinigten Staaten oder in Kanada nicht deutlich stärker gestiegen als in Deutschland oder Frankreich. Zudem ist beispielsweise der gesamte Verbrauch an Pestiziden in Frankreich seit 1995 stärker zurückgegangen (-65 Prozent bei Insektiziden und Fungiziden bzw. -36 Prozent bei den Herbiziden) als in den USA (-20 Prozent bzw. +25 Prozent).

Während man also bislang hauptsächlich darüber diskutiert, ob der Verzehr von genmanipuliertem Essen gesundheitliche Schäden mit sich bringt und wie die Kennzeichnung von Lebensmitteln ablaufen soll, die entweder gentechnisch verändert sind oder GMO-Bestandteile enthalten, ist dieser Aspekt völlig aus dem Blickfeld geraten. Dabei spielt er eine durchaus sehr große Rolle. Das sollten auch jene Bauern bedenken, die mit dem Gedanken an GMO-Saatgut spielen.

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11 Kommentare

  1. Die ostamerikanische Landsmannschaft braucht natürlich dieses Saatgut, wenn es andere fressen, sie fressen diesen Wahnsinn natürlich nicht, diese widerlichen Satane!

    1. Da waren noch bei uns Protestierer die Genverseuchte Maisfelder zerstört haben. Damals musste man die Felder noch kennzeichnen als Versuchsanlagen. Heute spart man sich diese Schilder

  2. Monsanto mit Gift und Genen (HD) https://www.youtube.com/watch?v=AtddzdXaJwU

    Mit Terminator-Saatgut zur Kontrolle der Völker!
    Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sind einige gigantische Konzerne gemeinsam mit der Regierung der USA daran, die weltweite Kontrolle über sämtliches Saatgut zu erlangen. Es ist gentechnisch so verändert, daß es vor der Wiederaussaat „Selbstmord“ begeht.

    Ihr Ziel hatte Henry Kissinger schon auf den Punkt gebracht: „Kontrolliere die Nahrungsmittel, und du kontrollierst das Volk.“

  3. …Gen Mais..

    wurde in EU legalisiert und zwar wie folgt,,

    Es wird als Zuckerersatzt über die Arrar u. Lebensmittel-Industrie an den Endverbraucher ins Konsumkreis eingeführt..

    s.g. Maisstärke, Maissirup, Isogloctose, Frucktosesirup, usw. usw.

    Es gibt kein Fertig/End-Produkt das damit nicht angereichert sogar zu 100% daraus bestehen..

    Den Zuckerrübe ist zur Vergleich um 200 bis 300% teurer als eben Mais.. Gen-Monokulturen..

    Honig aus dem Einzelhandel enthält bis 70% Maissyrup daraus zusammen gebraut..

    Sämtliche Zeug,, wird gezuckert sei dies als Konservierungsmittel od eben Zuckerersatz..

    ..Denn billiger gehts immer..

  4. Gen Mais – auch davon ist Merkel eine große Befürworterin.

    Aber Merkel ist eh von alles – was den Völkern schadet – eine große Abnickerin.

    Beispiele gibt es mehr als genug.

    Merkel will immer der Wirtschaft und den Eliten die Stange halten, aber selbst das bekommt sie nicht hin.

    Deswegen auch die zum Teil Unzufriedenheit aus der Wirtschaftsecke und auch die Atlantiker aus der USA haben sie schon längst abgeschrieben.

     

     

  5. Wenn ich das richtig verstanden habe (ich bin dankbar für ein Gegenargument), dann sind die Genpflanzensamen nur gemeinsam mit einem Pflanzengift zu erhalten, welches alles tötet außer genau diese Genpflanze. Ein gigantisches Geschäft für Bayer, wenn es beides herstellt, praktisch eine Weltherrschaft. Um das Grundwasser auf der Welt muss die Firma sich natürlich nicht kümmern.

    66 Milliarden sind viel Geld. Ich möchte in diesen unsicheren Zeiten nicht in der Haut von Bayer stecken.

  6. @Charlotte

    Sie haben schon richtig verstanden. Das Gensaatgut hat das, was es permanent für sich beansprucht, mittels den Lobbyisten über die Politiker gleich zur Seite gestellt bekommen: den "Arzt, den "Apotheker," das "Apothekerrezept", und den "Anwender". Letzteres sind die an den (staatlichen Schulen ausgebildeten Jungbauern). Ein weiteres Hilfsmittel die Berater für Landwirtschaft (wie Beratungsring). Man ist sogar soweit vorgedrungen, daß heute ein Landwirt gesetzlich keinen Anspruch auf einen EU Beitrag hat, wenn er nicht einen Abschluß einer Landwirtschaftsschule (also vom System ausgebildet) vorweisen kann. Die Politiker, beraterabhängig (weil sie von der Materie nichts verstehen) und zugleich beratungsresistent (weil Dummköpfe oder gekauft)  machen das Maß voll, damit eine permanentes Abhängungsverhältnis für den  "Patentkonstrukteur u. seine Erfindung"  alles so gedeihen und astronomischen Erträge liefern kann. Der Landwird muß dieses Saatgut immer wieder neu (also zu jeder Pflanzung) kaufen, er kann es nicht wie früher selbst vermehren. Die Politiker übernehmen in diesem Spiel die Rolle des Arztes, zementiere aus der Politik die Gesetzesbedingungen.  Und das alles, auf Teufel komm raus! Es wäre noch viel zu sagen, aber es sprengt den Rahmen.

    Alles aus einer Hand und umgekehrt, alles für eine Hand.

    Man glaubt es nicht, daß sich sowas gegen die Bauern durchsetzen konnte/kann. Ist aber leider so. Ich erinnere mich noch s. gut, als Anfang der siebziger Jahre, dem Bauer für diese Entwicklung der Boden Zug um Zug entzogen wurde. Es gab die Warner, jene Leute, die genau aufzeigten wohin dies führt. Aber wie immer, diese Minderheit unterliegt als "Ewiggestrige" in Abstimmungen den "Fortschritlichen, den Modernen"  Der Landwirt ist dabei im Endergebnis in seiner Rolle selbst. Vom Saatmann zum allergrößten Sklaven degradiert.

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