Neuer Präsident gewählt: Verliert die NATO nun Bulgarien?

Mit der Wahl von Rumen Radew zum Staatspräsidenten setzen die Bulgaren ein politisches Zeichen. Dieser steht für eine Wiederannäherung an Russland. Nun könnte auch eine Neuwahl des Parlaments folgen.

Von Marco Maier

Lange Zeit versuchte die regierende Politik Bulgarien an den Westen zu binden. Das Land wurde Mitglied der NATO und der EU, den Menschen jedoch ging es deshalb nicht besser. Der antirussische Kurs von NATO und EU stieß bei immer mehr Bulgaren auf Widerstand, weshalb sie der prowestlichen Führung nun eine Absage erteilten und den Ex-General Rumen Radew der oppositionellen Sozialistischen Partei Bulgariens zum Präsidenten wählten.

Die Ankündigung von Ministerpräsident Boiko Borissow, im Falle des Wahlsiegs des Sozialisten zurückzutreten und der Verzicht auf eine Teilhabe seiner bürglichen GERB-Partei an einer neuen Regierung, dürfte zu baldigen Neuwahlen führen. Dies wäre dann die dritte Parlamentswahl in nur drei Jahren. Dabei könnten die Sozialisten stärkste Kraft werden und das Land unter Umständen wieder aus der NATO führen. Die EU-Mitgliedschaft steht hingegen nicht zur Disposition.

Denn der neugewählte Präsident gilt als entschiedener Gegner der antirussischen Sanktionen der EU und akzeptiert die Entscheidung der Krim-Bewohner zur Rückkehr nach Russland. Auch gilt er als Panslawist, der Moskau immer noch für die Befreiung von der türkischen Besatzung verehrt wird. Radew betont immer wieder das enge historische Verhältnis zwischen den slawischen Völkern Russlands und Bulgariens – etwas, was für viele Bulgaren verständlicherweise völlig unantastbar ist. Kein Wunder also, dass der antirussische Kurs der Mitte-Rechts-Regierung bei vielen Bürgern auf wenig Verständnis stieß.

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24 Kommentare

  1. NATO raus EU drin würde absolut nicht passen, da die Zielvorstellungen von der amerikanischen Ostküste hinsichtlich beider Institutionen  dieselben sind. Wemm ich die Entwicklung richtig interpretiere wird das EU-Schmarotzertum-Deutschland bezahlt unter dem Strich alles oder m u ß  alles bezahlen- bald nicht mehr funtioniert.

  2. Das wird ja wohl die Rettung sein für diese Länder bevor sie von der Eu zerstört werden. Es brodelt, immer mehr sehen was man mit ihren Ländern gemacht hat vor allen das dankbare Griechenland. Irgendwie haben sich die damaligen Amigangster verzockt.

  3. Ein notwendiges Signal der Bevölkerung eines ehemaligen Ostblockstaates an die NATO und die EU, daß sie die Geschichte eines Landes nicht einfach diktatorisch und mit leeren Versprechen und massivem Kapitaleinsatz, der nicht die Bürger erreichen sollte, sondern die entsprechenden Lakaien mit ihren kriminellen Strukturen, einfach nach Belieben auslöschen können.

    Ob sich in naher Zukunft etwas ändern wird, ist fraglich, denn Bulgarien muß bei einer Abwahl der prowestlichen und EU hörigen Regierung mit Stolpersteinen rechnen, die ihm in den Weg gelegt werden!

    Seine Nähe zu Russland ist historisch gewachsen und es war ein rotzfrecher Übergriff seitens der EU und der NATO, diese Freundschaft zu unterminieren und im Zuge des Zerfalls der ehemaligen Sowjetunion diese Freundschaft durch aufgezwungenes Mittragen der Sanktionen und der Mithilfe beim Ausbau der militärischen Phalanx entlang der russsischen Grenze  ruinieren zu versuchen.

    Gott sei dank haben die Bulgaren ihre Geschichte nicht verlernt und tragen so bei, daß Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion eine konstruktive und ich glaube auch friedliche Rolle in der Welt einnehmen kann.

    Die NATO hat es versäumt!

     

    1. Zum Glück  langsam werden die Länder munter und merken, dass der Westen doch nicht so toll ist, wie man dachte. Ich glaube, die ehemalign DDR-Bürger haben das schon lange geschnallt.

  4. *lol*, ist nicht mehr als ein neues Bühnestück vor alten Kulissen, es lebe die Illusion und vor allem diejeniegen die darauf reinfallen und sodann stützend wirken.

    Sollte Bulgarien jetzt ernsthaft erwägen auszuscheren. dürfte z.B. ein Besuch der "Economic Hit Men" anstehen. Der Instrumentenkoffer der "Guten" hat reichlich böses Werkzeug intus um Abweichler gefügig zu machen bzw. zu verdeutlichen, was unter "Wertegemeinschaft" tatsächlich zu verstehen ist.

      1. Bis zur Erfüllung aller avisierten Ziele hat gods own country umlimitieren Kredit bzw. Zugriff auf bedrucktes Papier oder digitales Nullsummenspiel. Und den Zugriff auf Resourcen sichert ein imperial aufgestelltes Militär, für das in erheblichem Maße andere aufzukommen haben. Perversion, die auch in der Gegenwart -mittlerweile hyperaktiv- ihr Unwesen treibt.

        1. hmm, die Aufgabenstellung ist Deutsches Knowhow und Technologie an Russische Bodenschätze zu führen und die Eurasische Schachpartie ist beendet, das Brett für Langezeit geschlossen. Wollen sehen ob Ronald Mc Donald dem Glanz des Goldes wiederstehen kann. Ich denke nicht. Gier, Moral und Gesetzlosigkeit sind der Stolperstein des alten Imperialen Systems.

  5. Vielleicht sollte die Frau Merkel mal nach Bulgarien reisen und den Bulgaren, Ungarn etc.erklären das die Türkei längst nicht mehr so ist, sie ihre ressentiment gegen die Türken ablegen sollten. :-))

    Sollte das nicht fruchten können wir auch den pazifisten Joschka Fischer von den Grünen bzw. seinen Nachfolger Cem schicken. Um der Sache den nötigen nachdruck zu verleihen.

    Respekt vor den Russen. Nach Jahrzehntelanger abwärtsfahrt und demütigungen ham se erfolgreich die Kurve gekriegt.

  6. Was wir alles erdulden WOLLEN, nur damit die USA ihren größten Konkurrenten Russland los wird. Man muss schon eine besondere Art Mensch sein, um sich als Europäer oder besser: als Deutscher bezeichnen zu dürfen. Eine einfache DOOFHEIT reicht da schon lange nicht mehr aus.

    Ich will’s nur mal frei und offen sagen, und auf Diskriminierung und so einen Sch*** sch***e ich völlig!! Die Probleme in d. fingen an, als der Osten geöffnet wurde. Die Mauer hätte mal schön stehen bleiben sollen. Tieeeeeeeef durchatmen , ong , ong , ong … „Ihr bleibt jetzt alle schön da, wo ihr seid. Sonst fliegen die Kugeln nämlich von West nach Ost“

    „Und dann sehen wir erstmal weiter, was uns die DDR bringt … ob wir euch überhaupt haben wollen. Und die 100 DM ‚Begrüßungsgeld‘ …. vergesst es!!! Erstmal zahlt ihr Eintritt, um am Fortschritt teilzunehmen bzw. um diesen zu besichtigen“

    Wenn Raumkampfkreuzer Rommel damals Kanzler gewesen wäre, dann wäre die ganze SCH*****E nie passiert. Dann wären Wir jetzt Weltmacht Nr. 1, Deutsch wäre Weltsprache und Clinton & Co würden uns nicht mal die Schuhe putzen – die Ekelgefahr wäre zu groß! Beim nä. Brückenbau würden sie im Beton verschwinden. So würde das aussehen. Contra & Co gäbe es nicht. Denn es gäbe nichts zu kritisieren. So würde das aussehen, wenn Raumkampfkreuzer Rommel Bundeskanzler wäre. Nur gute Nachrichten, rund um die Uhr.

    Und der Osten wäre noch der Osten: Hinter einer dicken Mauer. Doppelt so hoch wie vorher!

    1. das problem damals war, dass man seine emotionen allem vorangestellt hat. 

      ERSTMAL feiern wir die vereinigung dessen, was zusammengehört, welche juristischen konsequenzen das hat – das sehen wir dann. 

      dabei wurde die absolut von allem befreiten mitteldeutschen gebiete einen monat, nachdem die DDR nicht mehr existierte an die BRD angeschlossen… anstatt die BRD an das befreite "Deutschland" anzuschliessen.

      gekostet hat die umkehrung den angesprochenen hunni – also gerad' mal so 2 stangen zigaretten und schon hält jeder die klappe.  

    2. 🙁  Is aber leider anders gekommen. Die DDR hat den "westen" übernommen. Und ne FDJ Sekretärin wurde Kanzler und nich der Raumkampfkreuzer Rommel. Und weil das so ist wollen wir jetzt auch den totalen Sieg. Allerdings nicht durch Kapitulation. Nein wir wollen aufzeigen welche kriminelle Energie hinter dem System steckt und wie Gesetzlos es wirklich ist. Andernfalls kommt es durch die Hintertür zurück. Oder war es doch anders herum. Keine Ahnung, hab's vergessen. Auch egal. Wichtig ist, am Ende besiegt das neue das alte und aus Bund wird immer Grau und Grau findet niemand schön weil es die Sinne nicht anregt.

      1. Ja warum haben sich das die Wessis gefallen lassen, von Osten übernommen zu werden, frage ich mich oft.

        Bei uns im Osten gab es nach der Wende einenSpruch ; "Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, der Wessi machr es anders rum" Ist was wahres daran, sonst hätten wir jetzt nicht solch Zustände.

        1. eine "wende" ist eine drehung um 180°. 

          ihr habt eine um 360° hingelegt – ähnlich, wie auf einer wendeltreppe oder parkhauseinfahrt geht es in exakt die selbe richtung, wie damals, nur ein "level" höher. 

    3. … ctzn5 war damals noch jung und hübsch und ging in "westberlin" (so, wie der "ossi" es in einem wort schrieb) zur schule. 11.5 monate nach der maueröffnung wurde ich gefragt: "und, russe – gehste auch feiern"? ich habe nichts zum feiern. "ääh, unser russe, schon wieder". 

      begriffen hat's weder der ossi, noch der wessi. 

    4. Stimmt, viele "Ossis" bedauern die sogenannte "Wiedervereinigung" inzwischen auch und nicht nur in Sachsenland macht das Wort von der "Sezession" die Runde. Hätte man die "Ossis" (eigentlich ja "Mittis") vorher über die globalistisch von langer geplante Umvolkung aufgeklärt, dann würde "Wessiland" in Gestalt der BRiD jetzt ganz allein multikulturell absaufen, da könnt ihr Gift drauf nehmen.

    5. Aus politischer Sicht wurde der Westen vom Osten übernommen. Das stimmt wohl.

      In wirtschaftlicher Sicht war es anders. Das war der ganz große Basar, der Schlussverkauf, die Räumung. „DDR wird geschlossen. Kommt alle und bietet“, so hieß es 1988. Wie bei Ebay. Und JA, ich rede von 1988, ein Jahr vor dem „Mauerfall“.

      1989, als dann die Mauer fiel, gab es kaum noch etwas wertvolles, was die Treuhand nicht schon in „trockene Tücher“ gewickelt hätte. Sprich: Die Verträge waren gemacht. Die Infrastruktur gehörte schon lange vor dem „Tag X“ in 1989 den Konzernen des WESTENS.

      Wer daran zweifelt, ich kenne einen Zeitzeugen: Nämlich mich. Raumkampfkreuzer Rommel war dabei.

  7. Die Menschen im Osten haben damals die Zustände nicht gemacht das waren diese Stasiverbrecher die sich durch Lug und Betrug in die jetzige Regierung geschlichen haben und hier weiter machen.

  8. ..Bulgaren sind identitätslose Geister

    daran wirt sich auch in 100j. nicht ändern..

    Das die Regierung disput korrupt u. rechtsradikal.. es wird noch immer mit eisernerfaust u. feudal geherrscht..

    Das Mischvolk setzt sich aus 100'ten Ethnien mit zich Sprachen u. Dialekten sowie Religionen zusammen..

    Nur "Militärs" sind befugt ein solches Pulverfass zu regieren.. 

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