Iranisches Schiff zielte auf US-Helikopter, schoss aber nicht

Das Pentagon verurteilt das „provokante” Verhalten, wobei der US-Helikopter vor der iranischen Küste unterwegs war.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Das Pentagon hat heute einen neuen Vorwand gefunden, über den Iran aufgebracht zu sein, indem es behauptete, dass sich dieser bei einem Zwischenfall vor der iranischen Küste auf eine „provokante“ und „unprofessionelle“ Weise verhalten hat. Laut Berichten sei auf einen MH-60 Helikopter der Vereinigten Staaten von Amerika, der gerade außerhalb der iranischen Hoheitsgewässer unterwegs war, mit irgendetwas gezielt worden.

Eines der kleinen iranischen Schiffe in den iranischen Hoheitsgewässern vor der iranischen Küste soll auf den Helikopter mit einer Art Waffe „gezielt“ haben. Einige Berichte meinten, es sei ein Maschinengewehr gewesen, andere hingegen behaupten, dass das nicht sicher sei. So oder so, es wurden keine Schüsse abgegeben.

Das Pentagon betonte, dass sich die Soldaten in dem Helikopter „nicht bedroht fühlten,“ dass sie aber noch immer eine Wut auf den Iran hätten, und behauptete, dass es sich bei dem Beschuss, der nicht stattfand, um eine „Eskalation“ handelt. Schließlich flog der Helikopter zurück zum Flugzeugträger, der immer vor der Küste des Iran parkt für den Fall, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika entschließen, die jahrelangen Drohungen, das Land anzugreifen, in die Tat umzusetzen.

Das ist der letzte in einer langen Serie von Zwischenfällen, in deren Verlauf iranische Schiffe vor der iranischen Küste liegende militärische Einrichtungen der Vereinigten Staaten von Amerika nicht beschossen haben, was jedesmal wütende Verurteilungen durch das Pentagon und einige Tage lang kriegerische Äußerungen seitens Regierungsvertretern der Vereinigten Staaten von Amerika zur Folge hatte.

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6 Kommentare

  1. Wohl eher "nicht können".Es war auf iranischer Seite keine mit Raketen ausgerüstete Waffe. Vielleicht befand sich der "US-"Hubschrauber somit auch ausserhalb der Wirkungsreichweite des Geschützes. Denn dessen Radarstrahl hat eine wesentlich größere Reichweite als die der Geschosse.  Grüße aus Oberbayern

    P.S. "nicht wollen" außerdem, das wäre möglich

    1. Ansonsten Kompliment, Jason, für den Artikel. Man sollte sich wirklich überlegen, ob der Iran nicht mehr als einen handfesten, berechtigten Grund besäße, sich vor Unachtsamkeit bezüglich des unberechenbaren US-Militärs – zumal vielfach und auch in Nachbarländern – zu hüten.

      Wie beschränkt (US-Administration) ist es, dem Iran angesichts zunehmend in der Breite bekanntwerdender Tatsachen eine Provokation oder gar Eskalation zu unterstellen. Und die Piloten fühlten sich nach deren eigener Aussage auch "gar nicht bedroht". ("Not at all"). Und dennoch versucht man, etwas daraus herauszumanipulieren. Tja. Vielleicht wollen die echten und elitären, aber leider gefühl- und herzlosen Neocons (wie ich sie nenne) noch vor Antritt D. Trumps doch noch Ihre beschränkten Pläne stemmen.    Schönen Mittwoch noch

  2. Nur zu gern hätten die Neocons in den USA einen Tonkin-Vorfall gegen den Iran gehabt.

    Die Israellobby möchte die amerikanischen Völker gerne gegen die politischen Feinde Israels hetzen. In Syrien hat das ja schon geklappt. Nun möchte man dies beim Iran, der die Hisbollah mit modernen Raketensystemen beliefert ebenfalls machen.

    Insofern sehe ich es mit einiger Sorge, dass Trump gegen den Iran wettert und einen Kriegstreiber wie Mitt Romney zum Außenminister machen will, welcher bereits in der New York Times einen Krieg gegen den Iran propagierte.

    Die jüngste Lieferung der S-300 Rußlands an den Iran soll bei der US-Administration wohl ein wenig Beißhemmung bewirken.

    Angesichts des Unwillens Rußlands Syrien von den USA zerstören zu lassen ist zu vermuten, dass es beim Iran ähnlich reagiert. Ein Irankrieg könnte also aufgrund massiver Waffenlieferungen Rußlands für die USA zum zweiten Vietnam werden. Dafür hat die USA aber nicht mehr die Finanzen.

    Der Irakkrieg war für die USA bereits ein finanzielles Desaster – am Iran könnte sie sich verschlucken.

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