Innenministerium: Migranten aus dem Mittelmeer direkt zurückschicken

Bootsmigranten die im Mittelmeer herausgefischt werden, sollen nun umgehend wieder nach Afrika zurückgebracht werden, so das Bundesinnenministerium. Damit will man die Menschen dazu bringen, es gar nicht erst einmal zu versuchen, die gefährliche Überfahrt zu wagen.

Von Redaktion/dts

Das Bundesinnenministerium spricht sich dafür aus, im Mittelmeer gerettete Migranten möglichst direkt nach Afrika zurückzuschicken. Das bestätigte das Haus von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) der "Welt am Sonntag". "Die fehlende Aussicht auf das Erreichen der europäischen Küste könnte ein Grund sein, warum die Migranten davon absehen, unter Einsatz ihres Lebens und hoher eigener finanzieller Mittel, die gefährliche Reise anzutreten", erklärte eine Sprecherin. "Ziel muss es sein, den Schleuserorganisationen die Grundlage für ihre Geschäfte zu entziehen und die Migranten vor der lebensgefährlichen Überquerung des Mittelmeeres zu bewahren."

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Australien, wo die Zahl der illegalen Einreisen auf fast null zurückgegangen ist. Migranten, die von Libyen in See stechen, sollen dem Vorschlag zufolge nicht nach Libyen, sondern in ein anderes nordafrikanisches Land gebracht werden, wie zum Beispiel Tunesien oder Ägypten. Dort könnten sie ihren Asylantrag für Europa stellen. Ist dieser erfolgreich, würden sie sicher auf den Kontinent gebracht. Hinter dem Vorschlag steckt die Hoffnung, dass afrikanische Migranten bereits nach kurzer Zeit erkennen, dass die gefährliche Überfahrt nach Italien aussichtslos ist. Die Zahl der Flüchtlinge könnte so bereits nach wenigen Tagen rapide absinken. 160.000 Migranten sind in diesem Jahr bereits in Italien angekommen. Allein im Oktober zählten die Behörden rund 28.000 neue Asylsuchende – fast drei Mal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Viele von ihnen versuchen in andere EU-Staaten weiterzureisen.

Lesen Sie auch:  71 Prozent der Franzosen sagen: "Das Boot ist voll"

Die Opposition übt scharfe Kritik an dem Vorschlag: "Das Innenministerium behandelt Geflüchtete wie eine ansteckende Krankheit, die man sich vom Hals halten will", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. "Wer Menschen auf der Flucht schon das Recht auf ein faires Verfahren verwehrt, handelt sowohl flüchtlingspolitisch als auch rechtlich mehr als fragwürdig." Es werde keine zukunftsweisende Flüchtlingspolitik geben, wenn Deutschland in Europa weiter auf Abschottung, statt auf eine gemeinsame Lösung der Probleme setze. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, sagte der Zeitung: "Das wäre ein humanitärer Skandal und ein weiterer Schritt zur Abschaffung des Asylrechts." Er sprach sich für legale Fluchtwege in die EU aus. "Die Asylprüfung muss in Deutschland erfolgen, denn das Recht auf Asyl bedeutet auch, den Zugang zu rechtsstaatlichen Mitteln, das heißt zu Anwälten, Beratungsstellen und so weiter zu haben." Das sei bei Antragsverfahren im Ausland nicht gegeben. "Der australische Umgang mit Flüchtlingen ist absolut inakzeptabel, Deutschland und die EU dürfen sich daran keinesfalls orientieren", sagte Riexinger.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums gibt es noch keine konkreten Pläne oder Gespräche auf EU-Ebene. Die Einhaltung von rechtsstaatlichen Verfahren und die Beachtung der Menschenrechtskonvention seien "unabdingbare Voraussetzungen" auch für künftige Überlegungen, heißt es.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

23 Kommentare

    1. In Ergänzung zu dem Artikel im Fassadenkratzer sollten sich die naiven Politiker lieber einmal Gedanken über den weiteren Weg der Einwanderer aus Schwarzafrika machen, wenn diese dazu schon nicht in der Lage sind, die es neben dem riskanten Weg über das Mittelmeer riskieren in Alcatraz Lagern wie in dem Dschungel von Calais oder auf Sizilien zu landen.

      Wenn es die meistern in Deutschland verbliebenen Gastarbeiter nicht einmal geschafft haben sich aus einer dauerhaften Unterschicht im Arbeits- und Wohnungsmarkt zu befreien und  auch im Alter am unteren Rand der Gesellschaft überrepräsentiert sind und sich mit niedrigen Renten, einem hohen Armutsrisiko und bescheidenen Wohnverhältnissen begnügen müssen, wie es dann erst mit den Einwanderern aus Schwarzafrika aussehen muß? Da ist doch eine Ghettobildung, mit Zuständen wie in Frankreich und den U.S.A. mit hohen Kriminalitätraten, unausweichlich, zumal unsere Sicherheitskräfte schon jetzt mit dem  Zustand der in Deutschland lebenden illegalen Zuwanderern überfordert ist. So sollten  die immer wieder auf der fremdenfeindlichen Klaviatur spielenden Politiker lieber einmal ihre Augen auf unsere amerikanischen Freunde richten, wo es im Moment, aus eigener Erfahrung, nicht einmal möglich ist als ausgebildete Fachkraft ein begrenztes Arbeitsvisum in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu bekommen, einer U.S.A. die sich über das übertriebene Helfersyndrom einer offensichtlich ausgerasteten EU, wenn man der U.S. Presse folgt, nur noch wundern kann.

       

  1. Die Bundesrepublikanischen Politiker und Medien sind in zwischen völlig unglaubwürdig geworden !

    Alles charakterlose Wendehaelse  !

    Wo kein Stolz und Ehre, dort regiert die Lüge !

    1. @m.

      In diesem Fall, also der Rückführung der Boote an den Strand wo sie abgelegt haben, könnte gedanklich etwas dran sein, denn die haben was die Schwarzafrikaner in Massen anbelangt zwischenzeitlich selbst das große Fracksausen, denn wenn sie diese Problematik nicht in den Griff bekommen werden sie politisch untergehen, denn wenn sich die Fremden aus Afrika bis zur nächsten Wahl  in den Städten und Dörfern multiplizieren ist es Schuß mit lustig und die Bürger wählen sich spätestens dann eine neue Regierung. Das wissen die und deshalb dieser Gedanke und was die Ost- und Westkommunisten anbelangt, so können die bellen solange sie wollen denn sie können ehedem nichts ändern und wenn sie den fatalen Fehler machen Merkel vorzeitig abzulösen wären wir diese ja dann los, aber die Strafe wird dann Rot-Rot-Grün 2017 in voller Härte treffen, wenn sie an diesem Irrsinn der massenhaften Einwanderung festhalten.

  2. Na klar, die kommen jetzt ja nahezu alle mit dem Infiltanten-Nachtflieger. Lieb Vaterland mag ruhig sein! Diese Verarschung verdient die Höchsstrafe und so was schimpft sich Volljurist!!

    1. @ Samuel

      Die kommen jetzt ja nahezu alle mit dem Infiltanten-Nachtflieger

      ——–

      Klar, die 'we take 'em all Airlines' von Murksel/Soros/Rothschild & Konsorten bringt jede Menge flachhirnige Schwerstbereicherer auf sicherer Route ins Abzockerparadies Germoney.

      Gleichwohl ist ja die 'Balkan-Route' nicht tot und allein in Libyen  sitzen ca. 1 Mio , zumeist Dunkel-Afrikanische Schwerstbereicherer und wollen 'nach Lampedusa machen'!

      Also, das wäre schon mal zumindest ein guter Anfang. 

      Die 'we take 'em all Murksel Airlines', die in dutzenden von Nachtflügen die Illegalen Neusiedler (Re-Settlement Programm) reinschaufelt (Mein Bruder, der in der Einflugschneise nach Köln/Bonn wohnt, hat mit das glaubhaft bestätigt) muss halt eben in der Öffentlichkeit publik gemacht werden, da dies dem blöden Schlaf-Michel kaum bekannt sein dürfte, was nächtens so abläuft.

      1. Die Kalamität  für die rechtschaffenden  Konservativen besteht darin, dass es keine konzentrierte Bündelung von Sach-und Fachwissen gibt, die alles ungeheuerliche, rechtsstaatswidrige fesrthält und mit gebündelter ,intellektueller Kraft sich auch Alternativen zu unserem beabsichtigten Untergang ausdenkt. Maas und Co könnten ja dann mal versuchen, das zu verbieten.Die Öffentlichkeit könnte allerdings nur Mundpropaganda sein.

  3. “aus dem Mittelmeer direkt zurückschicken”
    eine wahrlich humane Lösung.

    Im Erdos Reich hat man überlegt (bzw. tut das noch), Döner !!! davon zu machen.

    Ich mein ja nur. Es gibt noch schlimmere als uns Deutsche

  4. Die E.U. will diese Menschen gar nicht zurück schicken. Die wollen eine neue Menschenrasse heranzüchten und eine neue europäische Nation. Den Neuen Menschen. So marxistisch, nationalsozialistisch oder ketzerisch. Das 4.te Reich. Und Staatsbürger die protestieren werden als rechtsextrem angedeutet. Ein böser Traum.

    1. nationalistisch?

      Wohl kaum!

      Denn die Nationalen sind der Albtraum der INTERNAZIS!

      Die müssen mit allen Mitteln bekämpf werden, denn 'national' führt 'garantiert zur nächsten Shoah!'

      Wehret also den Anfängen!

  5. Innenministerium: Migranten aus dem Mittelmeer direkt zurückschicken

    ———

    Mit einem Mal? Was WIR SCHON SEIT JAHREN FORDERN?

    Wer's glaubt wird selig!

    S' ist Vor-Wahlkampfzeit!

    Natürlich ist diese Methode, welche die Australier aber auch die Spanier seit langem anwenden die richtige Lösung. Und Menschenopfer, welche von den gewissenlosen Schleppern billigend in Kauf genommen werden, gehören auch der Vergangenheit an.

    Komisch, dass diese Einsicht mit einem mal beim Ossi, Misere, angekommen ist.

    Hans-Werner Sinn (Ifo-Institut) Spanien nimmt kaum Flüchtlinge auf!

    Anhand Spaniens Umgang mit den Flüchtligen, erklärt Hans Werner Sinn Gesinnungsethik vs. Verantwortungsethik nach Max Weber.

    https://www.youtube.com/watch?v=Cevd4mAOD3I

     

    1. Wers glaubt wird selig,richtig! Immerhin muß den Systempolitikern das Wasser bis zum Halse stehen wenn sie auf einmal "Pegidaforderungen" als die ihren ausgeben! Das zu beobachten ist besser als Umfragen!

      1. Das ist doch Murksels Spezialrezept, vor jeder Wahl hat sie der Opposition die vielversprechendsten Parteipunkte geklaut, hat damit für sich geworben und den andern damit den Wind aus den Segeln genommen. Das macht die schon immer so.

         

         

         

  6. Wie sich doch in dieser Frage die Ost- und Westkommunisten einig sind. Die verfolgen beide das Ziel die deutsche Nationaltümmelei auszurotten und dazu sind ihnen alle Mittel recht, wenn die Konservativen es denn zulassen.

  7. Das sind ja Blitzmerker. 

    Aber wieso sollte man diesen Politschranzen noch ein einziges Wort glauben? Die Wahl rückt näher, daher der vorgegaugelte Sinneswandel. 

    Wer sich nicht verteidigt wird einfach überrannt, so einfach ist das.

    Dieses humanistische Betroffenheitsgesabber wird spätestens dann abgestellt, wenn die angerührte Misere überquillt.

  8. Wenn es nur ein politische Entscheidung ist, ob die am Meer aufgenommenen illegalen Zuwanderer nach Europa oder zurück in das Ursprungsland gebracht werden,

    kann davon ausgegenagen werden, dass die illegalen Zuwanderer von Frontex gezielt nach Europa gebracht wurden. Frontex hat damit praktisch das Taxi für die illegalen Zuwanderer nach Europa gemacht .  Das wäre ein echter Skandal mit gewaltigen Folgen. — Dass die illegalen Zuwanderer Flüchtlinge im Sinne der internationalen Flüchtlingskonvention seien, und sogar nach vielen sicheren Drittstaaten in Deutschland Asylrecht hätten, war (m.E.) immer nur eine Lüge.

  9. Als Entschädigung sollte sich jeder Abgewiesene einen Politiker*in seiner Wahl des ursprünglich angestrebten Ziellandes mitnehmen können. Dieser kann ihm dann in seinem Ursprungsland die gewünschte Sprache beibringen, das notwendige Wissen vermitteln, die Werte der Wertgemeinschaft, das Flirten lernen und falls er einfach ein bißchen geil sein sollte, auch mal … seine/ihre Toleranz austesten. Der Politiker*in sollte dann jedoch aufgrund der Weltoffenheit und Toleranz die Kultur und Religion des Einladenden annehmen, weil sonst wäre das rassistisch, intolerant und irgendwie doof oder noch schlimmer deutsch.

  10. Zu @leidernichtgeil. Ist eine wundebare Idee. Die Fremdenlover können doch in die entsprechenden Länder trampen, sich dort integrieren lassen und glücklich mit den Einheimischen in deren Länder hausen. Warum soll man Länder mit Individuen vollstopfen und andere Länder leiden an zunehmender Leere? Könnte mir vorstellen, wie- sehr sich die Einheimischen über die vielen Ungläubigen freuen würden. Können sich die Einwanderer und dort Einheimischen auch paaren. Wäre sicher dasselbe Ergebnis zu erwarten. Ist dann sicher auch eine Neue Welt(un)Ordnung) zu erwarten. Kopftuch mitnehmen und Bart wachsen lassen!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.