Gouverneur der Banco de Portugal nennt EU-Kommissare „ignorante Analphabeten“

Die EU-Kommission hatte das Rettungsprogramm, zumindest den Teil der Bankenrettung, als gescheitert bezeichnet. Carlos Costa, der Gouverneur der portugiesischen Zentralbank, empfindet diese Aussage als Beleidigung. Seine Antwort war nicht minder beleidigend.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Der Gouverneur der portugiesischen Zentralbank ist sauer. Seines Erachtens nach ist die Kritik seitens der EU-Kommission am Restrukturierungsprogramm der portugiesischen Banken völlig aus der Luft gegriffen. Die portugiesische Zentralbank soll zu wenig unternommen haben, um die Rekapitalisierung der Banken stärker voranzutreiben. Außerdem habe die Institution unter der Leitung von Carlos Costa zu wenig Druck gemacht und auch die Aufsichtspflicht nicht ernst genug genommen. Somit haben die Brüsseler Kommissare Carlos Costa persönlich angegriffen. Seine Antwort war nicht weniger aggressiv.

„Das System ist viel robuster, obwohl es signifikante Verluste und Ungleichgewichte innerhalb der letzten Zeit ausgleichen musste. Das bedeutet, dass die Banken viel widerstandsfähiger waren, als es normalerweise gesagt wird und diejenigen, die sagen, dass das Rettungsprogramm insbesondere hinsichtlich der Bankenrettung ein Fehlschlag war, die wissen sicherlich nicht wovon sie reden. Es ist eine Beleidigung gegenüber denen, die das Rettungsprogramm erarbeitet haben und es ist eine Beleidigung gegenüber der Banco de Portugal, was ich ehrlicherweise nicht verstehe und was von großer Ignoranz, um nicht zu sagen von Analphabetismus zeugt“, so Costa.

Doch ist das so, wie es Portugals oberster Banker sagt? Wenn man sich ansieht, was im Bankensektor des kleinen Landes so alles schief gelaufen ist, dann könnte man meinen, dass die Kommissare recht haben. Die Pleiten der BPN, der BES (Banco Espirito Santo) – die nicht nur Portugals Wirtschaft, sondern vor allem auch Unternehmen in Brasilien, Angola und der Schweiz – in einem Pol krimineller Energie – geschädigt haben und jetzt als „Good Bank“ Novo Banco zum Verkauf steht und die BANIF, die wie auch die BES, viele im Ausland lebende Portugiesen und auf Madeira lebende Ausländer (Briten, Deutsche, Niederländer…) um ihre Ersparnisse brachten, haben dem Ruf der portugiesischen Banker schwer geschadet. Doch das ist Schnee von gestern und hat nichts mit den jetzigen Vorwürfen zu tun.

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Tatsächlich haben Portugals Banken viel getan, um solche Situationen zu verhindern. Nicht umsonst hat Portugals Regierung grünes Licht von der EU bekommen, um die staatliche Caixa Geral de Depositos – CGD – zu kapitalisieren. Bis zu 5 Milliarden Euro könnte der Spaß dem Steuerzahler kosten, der aber im Gegenzug eine Bank bekommt, mit der die Wirtschaft des Landes angekurbelt werden kann. Auch Chinas Banken glauben an die Zukunft des Landes und kaufen sich Anteile an den portugiesischen Geldinstituten. So geschehen letzte Woche, als die Fosun 16,7 Prozent der Millennium BCP übernahm und weitere Geschäfte ankündigte. So hat Carlos Costa am Ende wohl doch Recht. Wenn die EU-Kommissare nicht sehen, was die Chinesen sehen, dann sind sie sicherlich ignorante Analphabeten…

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20 Kommentare

  1. Gegenvorschlag.

    Statt der Bank fünf Miliarden in den Rachen zu werfen könnte man auch den Bankvorstand ins Gefängnis werfen und die fünf Miliarden unverzinslich in die Wirtschaft des Landes stecken.

    Zinsen bremsen die Konjunktur – zinslose Kredite befeuern sie.

    Der mittelfristige Effekt zinsloser Kredite ist die Vollbeschäftigung.

    1. Wenn es eine private Bank wäre, ja. Aber als Staatsbank geht das Geld ja „direkt“ in die Wirtschaft. Einer muss ja entscheiden wer das Geld bekommt. Mauscheleien machen mir da mehr Sorgen…

      1. Ausgerechnet IHNEN machen Mauscheleien Sorgen?

        Sie sind doch der größte Mauscheler von allen. Ein Lauser, der in Straßenschuhen die Kirche betritt. Sie wissen nicht, was sich gehört.

      2. Die portugisische Staatsbank zieht das Geld, dass sie dem Unternehmen leiht über Zinsen wieder heraus und senkt damit dessen Rentabilität. Das Unternehmen muß also gegen ein Zinsspiel arbeiten, daher kann es manche Produkte wegen Unrentabilität nicht produzieren, stellt also dafür niemand ein. Nebenbei kürzt es Löhne um die Zinsen zu bedienen.

        Ein solches Vorgehen ist offensichtlich kontraproduktiv.

        Ein sinnvolles Finanzsystem sähe so aus, dass sich eine Staatsbank selber Kredit gibt – und nicht wie bei uns einer Privatbank gegen Lombardsatz.

        Mit diesem selber geschöpftem Geld vergibt es unverzinsliche Kredite an die Wirtschaft und an Privatpersonen zum Hausbau.

        Eine Inflation wird vermieden, indem man wie heute pro Jahr nur ein gesundes Kontingent an Krediten vergibt.

        Mit einem ähnlichem System hat hier übrigens der Adolf über sogenannte "Mefo-Wechsel" den Staat innerhalb kurzer Zeit zum führenden Wirtschaftsstandort in Europa gemacht und nebenbei für Vollbeschäftigung gesorgt.

    2. "Der mittelfristige Effekt zinsloser Kredite ist die Vollbeschäftigung."

       

      ja klar, wir könn uns vor arbeit kaum retten, nur bezahlt wird sie nicht anständig.zinslose kredite nutzen nur scheiss börsen vampiren etwas die so geld umsonst bekommen, um zu zocken.uns bleiben nur die steuern, das hungertuch und die verelendung.

      1. Richtig, um die Verhältnisse in einem Wirtschaftssystem wieder zu normalisieren bedarf es noch weiterer Maßnahmen.

        Hier gibt es zwei Varianten, eine moderate und eine radikale:

        Die Moderate erhöht Mindestlohn auf eine Höhe, welche gemäß dem Menschenrecht zu einem wie es dort heißt "befriedigender Entlohnung die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht" führt. Desweiteren wird ein angemessener Teil der Gewinne über Steuern abgeschöpft und der Allgemeinheit zugeführt.

        Die Radikale sieht einen Umstieg auf ein Wertschöpfungssystem vor, in dem Unternehmertum, Gewinn und Kapitalakkumulation abgeschafft sind und die Entlohnung nach tatsächlicher persönlicher Leistung erfolgt.

  2. Wenn es eine private Bank wäre, ja.

    ——-

    Ach, und wieso hat der Staat Portugal immense Schulden und sitzt in der Schuldenfalle, von der es nie mehr runterkommen wird?

    Wenn der Staat Portugal sein Geld selbst herstellen würde, dann wäre es  zinsfrei und Waren und Dienstleistungen könnten schlagartig um ca. 40 Prozent sinken.

    Aber das ist die sog. 'Systemfrage', wofür schon 4 US-Präsidenten von 'verwirrten Einzeltätern' erschossen wurden.

    Mir machen die Mauscheleien und der unnötige Tribut an die Hochfinanzmischpoke Sorge!

     

    1. Banken müssen in Staats – resp. Bürgerhand sein

      Nur so funktioniert die Geldmengenregulierung und damit die Inflationssteuerung.

      Was nützt es denn Schon, wenn eine Regierung und ein Land sich Mühe geben, auf einen grünen Zweig zu kommen und die EZB (die durch diese EU-Parasiten spricht) mit einem einzigen Federstrich wieder alles zunichte machen kann.

      Ich erinnere mich noch : Portugal wurde unter den Rettungsschirm GEZWUNGEN, obwohl, von den Staatsfinanzen her, überhaupt kein Grund bestand, in Portugal irgendwas zu retten.

      Die ganze Aktion hatte den Zweck, den unheivollen  Einfluss der EZB zu vergrößern.

      Die wiederum handelt nach dem Motto : "Lass keine Krise ungenutzt"

      Die Finanzkrise in Europa hätte längst ein Ende gefunden, hätten wir die EZB beizeiten in die Luft gejagt.

      Meine Verwandten in Portugal, einst gehobener Mittelstand, sind inzwischen vollkommen verarmt.

      1. Ihre Verwandten in Portugal haben zu viel in die eigene Tasche gewirtschaftet. Deswegen liegen sie jetzt am Boden. Die Gier war einfach zu groß.

        Immer der Gebende sein, niemals der Nehmende. Tragen Sie ihren Verwandten in Portugal auf, den Rest ihres Geldes der Kirche zu spenden (Gold und Schmuck bitte auch), und zwar alles bis auf den letzten Cent. Dann garantiere Ich Ihnen kraft Meiner gehobenen Stellung im Räderwerk des Segens, dass es ihren Verwandten in Portugal gut gehen wird, sobald sie gestorben sind.

        Wenn Sie einverstanden sind, signalisieren Sie das bitte mit einem entsprechenden Kommentar, sodann wir uns austauschen können und Ich Ihnen über einen exterenen Kanal die Kontonummer feierlich übergeben kann.

        1. Trolle werden nur identifiziert …

          …. aber nicht gefüttert.

          Sie sind wie unsere Invasoren : Beachtet man sie, kommen immer mehr.

          1. Entschuldugung. Ich wußte ja nicht, dass Sie der Autor im Schafspelz sind. Künftig weiß ich es.

            Trotzdem sehen Sie, wohin maßlose Gier führt.

          1. Natürlich, du traumtanzender Nichtprophet. Ich gebe das Geld dann weiter ^^

            Auch das Finanzamt gibt deine Steuergelder weiter an Private. Oder glaubst du, dass mehr als 5% der deutschen Steuern für Ausgaben im Land verwendet werden? Wir von Gottes Gnaden sind wenigstens noch ehrlich (ich jedenfalls) und sagen offen und frei, dass wir (fast) alles verjuxen, was ihr Narren uns via Klingelbeutel oder Kirchensteuer freiwillig zukommen lasst. Ihr seid so dumm, dass es nicht in Worten zu beschreiben ist. Und habt gleichzeiting noch eine große, freche Klappe, als hättet ihr den Überblick. Habt ihr aber nicht mal im entferntesten.

  3. Die Finanzkrise in Europa hätte längst ein Ende gefunden, hätten wir die EZB beizeiten in die Luft gejagt.

    —————-

    Dem kann ich nur beipflichten Die EZB dient nur einem: den Hochfinanzbankstern und dem 'primus inter pares' Rothschild.

    Und die füllen sich die Taschen auf Kosten ihrer Arbeitssklaven.

    Wir erinnern uns. Während der Weimarer Republik befand sich die 'Deutsche Reichsbank' auch in den Händen privater Eigner. Die spekulierten gegen die Mark und trieben die Inflation durch billiges Geld und  sog. Leerverkäufe so an, dass schließlich ein Brot mehrere Millionen Mark kostete.

    …"Was die Kriegsinflation erst zur Hyperinflation werden ließ, waren die Leerverkäufe (Short Sales) der Spekulanten auf fallenden Wert der Mark. Bei dieser manipulativen Operation leihen sich die Banker etwas, das sie nicht besitzen, um es direkt zu verkaufen und nach dem zwangsweise erfolgenden Fall der Preise wieder zurückzukaufen. Die Differenz bildet ihren Gewinn. Die Spekulation in die Mark wurde erst dadurch möglich, daß die Reichsbank Unmengen an Geld zum Verleih ausstellte. Es stand in den Büchern der Banken und wurde zum höchsten Zins verliehen. Als die Reichsbank der unersättlichen Nachfrage nicht länger entsprechen konnte, wurde es andere privaten Geschäftsbanken erlaubt, Geld aus dem Nichts zu erfinden und gegen Zinsen zu verleihen."

    Diesen Verbrechern muss das Handwerk gelegt werden, sie lassen die Völker ausbluten und füllen sich schamlos die Taschen.

    Die Parole muss lauten: Hängt sie hoch oder schmeißt sie in den Kerker – diese Menschenfeinde.

     

     

     

  4. Die Kommissare der EU legen auch keinen Wert darauf, von irgend etwas groß Ahnung zu haben, das ist doch auch nicht ihre Aufgabe. Sie sind die Geldhuren der ostamerikanischen "Eliten" , die über einige wenige Personen ihre satanischen Absichteni n Europa  durchzusetzen versuchen. Nicht mehr und nicht weniger. Die groen Gedanken, die wir uns anstellen verstehen die doch gar nicht und wollen sie auch nicht verstehen.

    1. @ Samuel

      Das ganze hat ja Methode. Die Menschen werden ja bewusst darüber im Unklaren gelassen, was Geld ist, damit man sie auf ewig und alle Zeiten ohne Probleme ausplündern kann,

      Die Reichen werden somit  immer reicher und die Armen immer ärmer. 

      Der Grund für diesen Missstand liegt in unserem Geldsystem, dass eigentlich gar nicht 'unser'  Geldsystem ist, denn es ist das Geldsystem der schlimmsten Schwerstkriminellen dieser Welt.

      Wir erinnern uns. Als Europa noch christlich war, war der Zins -aus guten Gründen- verboten. Im Islam ist das offiziell auch heute noch so.Denn Mohammed kannte nur zu gut seine Pappenheimer:

      …"Wegen Ungerechtigkeit derer, die dem Judentum angehören, hatten Wir ihnen gute Dinge verboten, die ihnen erlaubt gewesen waren, und weil sie viel von Allahs Weg abhielten, und (weil sie) Zins nahmen, wo es ihnen doch verboten worden war, und den Besitz der Menschen in unrechter Weise aufzehrten. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen schmerzhafte Strafe bereitet. Aber diejenigen unter ihnen, die im Wissen fest gegründet sind, und die Gläubigen glauben an das, was zu dir (an Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, und diejenigen, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Allah und den Jüngsten Tag glauben. Ihnen werden Wir großartigen Lohn geben". – Koran, Sure 4, V. 160-162

      "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh!" –  Henry Ford

  5. Was ein Schitt. Wen interessiert, was der Gouverneur der Banco de Portugal sagt.

    Herr Gutschmidt, Sie sollten lieber über die Kirche schreiben. Das täte Ihrer entrückten Seele gut, auf den Weg zurück zu finden.

    1. Wen interessiert, was der Gouverneur der Banco de Portugal sagt.

      Mich und Jeden, der den Menschen ihren kleinen und hart erarbeiteten Wohlstand gönnt.

      Dich wohl eher nicht, wie ich vermute.

      1. Das ist völlig korrekt.

        Das Geld fällt Uns sozusagen in den Schoß. Jedenfalls solange es noch Narren gibt. Doch darüber machen Wir uns keine Sorgen. Stirbt einer, werden zwei neue Narren geboren, die garantiert ihren Obulus zahlen, den Wir dann verprassen können, ohne Unsere Hände mit schmutziger und anstrengender Arbeit beflecken zu müssen. Wir lassen sozusagen die Dummen für Uns arbeiten, und schneiden Uns von deren kleinen und hart erarbeiteten Wohlstand eine dicke Scheibe ab. Wir trinken so manche Flasche dicken Weines, wo ein anderer sich nur ein Gläschen abgestandenes Wasser leisten kann. Prost Hanjost.

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