Diverse Banknoten.

Credit Suisse veröffentlichte den aktuellen "Global Wealth Report". Das Ergebnis: 33 Millionen Menschen besitzen 116,7 Billionen Dollar an Vermögen und die globale Mittelschicht schwindet.

Von Marco Maier

Der jährliche "Global Wealh Report" der Credit Suisse ist wieder verfügbar. Im Prinzip zeigt er jedes Jahr erneut auf, wie sehr die Superreichen – das finanzielle Establishment – immer mehr Geld und Besitz horten, während den Massen kaum etwas übrig bleibt. Auch zeigt der Bericht auf, weshalb immer mehr Menschen für die Finanzoligarchie nur noch Hass und Verachtung übrig haben.

Laut dem Bericht besitzen rund 33 Millionen (erwachsene) Menschen (oder 0,7 Prozent) weltweit eine Million Dollar an Vermögen oder mehr. Das sind insgesamt 116,6 Billionen Dollar oder 45,6 Prozent des Gesamtvermögens. 365 Millionen Menschen (oder 7,5 Prozent) besitzen demnach zwischen 100.000 und einer Million Dollar. Das sind insgesamt 103,9 Billionen Dollar oder 40,6 Prozent des Gesamtvermögens.

Zwischen 10.000 und 100.000 Dollar an Vermögen könnten 897 Millionen Menschen (18,5 Prozent) vorweisen. Diese besitzen nur 29,1 Billionen Dollar oder 11,4 Prozent des Gesamtvermögens. Die überwältigende Mehrheit der Menschheit, nämlich 3.546 Millionen Erwachsene (73,2 Prozent) besitzt weniger als 10.000 Dollar. Insgesamt verfügen sie über 6,1 Billionen Dollar, was lediglich 2,4 Prozent des globalen Vermögens darstellt. Dies zeigt auch die nachfolgende Pyramide:

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cs-wealth-1

Doch im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, dass zwar die Zahl der Dollar-Millionäre absolut und anteilsmäßig leicht zunahm, viel mehr jedoch die Anzahl der armen Menschen, während insbesondere die untere Mittelschicht dramatisch verloren hat – sowohl in absoluten Zahlen (rund 150 Millionen weniger), als auch prozentual (Minus fünf Prozentpunkte oder mehr als ein Fünftel). Dies zeigt die nachfolgende Grafik deutlich auf.

global-wealth-2015

Angesichts dieser Entwicklung darf man sich nicht darüber wundern, wenn "Populisten" schrittweise ein Land nach dem anderen übernehmen. Die Ausblutung der Mittelschicht sorgt eben auch für eine Revolte. Einerseits jener, die noch etwas zu verlieren haben – andererseits aber auch von jenen, die es satt haben, stets auf der Verliererseite zu stehen.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Armen könnten endlich aufhören, sich wie die Karnickel zu vermehren. Und eingenommenes Geld könnte gespart werden, statt ein Eiphone zu kaufen, nur weil die Reichen auch eines haben.

    Kleiner Trost: 70 % aller Vermögen werden von der ersten Erbengeneration verfrühstückt. Die zweite Generation sorgt dafür, daß von 90 % nichts bleibt.

    • 70 % aller Vermögen werden von der ersten Erbengeneration verfrühstückt.

      …"verfrühstückt" bedeutet, erneut nach oben umverteilt. Oder anders gesagt, von den  Superreichen abgesaugt.

      Weiterhin betrifft diese 70%-These nur die Erben kleinerer übersichtlicher Vermögen, also den "Standard-Erben", welcher mit seinem geerbten Häuschen oder paar 100.000 $ trotz Erbe weiterhin zur Mittelschicht gehört.

      Hingegen kann man Vermögen ab 200-300 Mio. $ nicht mehr "verfrühstücken"! Man wird im Zinseszinssystem das Geld einfach nicht mehr so schnell los, wie es als "Rendite" (=leistungsloses Einkommen) nachfließt !!!

      Zusammengefasst: Die Verteilung nach oben beschleunigt sich durch den Vorgang der Erbschaft – nicht zuletzt, weil der Staat mittels Erbschaftssteuer (= Steuer auf bereits voll besteuertes Einkommen) das Erbe bereits deutlich reduziert.

  2. Das war und ist ja die Absicht der verkommenen "Elite, deren elitärer Rang sich nur auf ihr Geld und ihren miesen Charakter bezieht!

    Aber sie bekommen es reziprok zurück. Ohne, daß sie es merken. Man merkt es von an außen an der Sucht immer reicher und mächtiger zu werden, weil die innere seelische Aushöhlung sie dazu zwingt, mit diesem Ersatz ihr jämmerliches degeneriertes Sein zu rechtfertigen und zu ertragen!!!!!

    Ihr Ende hat mit ihrer Falschausrichtung seinen Anfang genommen und steuert auf die Hölle zu. Die auch ihrem Zustand entspricht!

     

     

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