Experten: Schülern Benutzung eigener Smartphhones im Unterricht erlauben

Die Smartphones und Tablets der Schüler sollten auch im Unterricht Verwendung finden dürfen, so diverse Politiker und Bildungsexperten. Damit könne man den Unterricht deutlich besser gestalten.

Von Redaktion/dts

Politiker und Bildungsexperten plädieren dafür, Schülern die Benutzung ihrer eigenen Smartphones und Computer im Unterricht explizit zu erlauben: "Eine adäquate Ausstattung mit Tablets, Smartphones oder Rechnern für alle Schüler kann sich kein Land leisten. Kein Haushalt ist auf diese Größenordnung eingestellt", sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) der "Welt". Rabe koordiniert in der Kultusministerkonferenz auch die Bundesländer, in denen Sozialdemokraten das Kultusressort führen.

"Alle Länder und insbesondere die SPD- und Grünen-geführten beschäftigen sich deshalb mit dem Thema, die Geräte, die Schüler schon besitzen, in den Unterricht einzubinden und zu erlauben." Auch der Koordinator der Unionsländer, Bayerns Ressortchef Ludwig Spaenle (CSU), lässt eine grundsätzliche Offenheit für das Thema erkennen. "Wir werden die hierzu bestehenden Initiativen – bring your own device – weiter begleiten", sagte Spaenle der "Welt".

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, spricht sich ebenfalls für diesen Paradigmenwechsel aus. "Im Moment ist doch die Realität, dass ein Drittel aller Geräte an den Schulen aus technischen Gründen nicht benutzbar ist", sagte Meidinger. Jede dritte Stunde, die auf digitale Technik angewiesen sei, falle deshalb aus. Der Philologenchef plädiert deshalb ebenfalls für den Einsatz von Schüler-Hardware. "Es kann nicht verboten sein, diese Ressourcen zu nutzen." Zuletzt hatte die Kultussenatorin von Bremen und amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), Handyverbote als "von gestern" bezeichnet und die Einbeziehung schülereigener Geräte angeregt. Gerade weil Schüler in der Regel über Geräte verfügten, die technisch auf dem neuesten Stand seien.

Dabei müssten laut Rabe dennoch einige Bedingungen erfüllt sein: "Die Schulen müssen ein Budget bekommen, aus dem sie Schülern, die aus welchen Gründen auch immer, kein eigenes Gerät haben, eines zur Verfügung stellen können." Darüber hinaus müsste der Gesetzgeber dafür sorgen, dass eine gewisse Einheitlichkeit bei den Endgeräten erreicht werde. "Ansonsten wird es für Lehrer zu kompliziert." Dem pflichtet Spaenle bei: "Es muss sichergestellt sein, dass die Leistungsfähigkeit der einzelnen Geräte der Schüler miteinander vergleichbar ist." Am Mittwoch und Donnerstag findet in Saarbrücken der nationale IT-Gipfel statt, der sich dieses Mal der digitalen Bildung widmet.

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9 Kommentare

  1. Kein Geld für Zeitgemäße Unterrichtsunterlagen, aber 2-stellige Milliarden Beiträge jedes Jahr für vermeindliche Flüchtlinge die über Jahrzehnte unserer Sozial System aussaugen werden.

    Merkt Ihr was hier falsch läuft?

    1. Da läuft nichts falsch.

      Oh je, ein Verschwörungstheoretiker. Vielleich, vielleich auch nicht. Ich halte mich da immer an die alte Regel, das nichts in der Politik einfach mal " so " passiert. Alles erfüllt immer einen bestimmten Zweck. Was tatsächlich dahinter steckt, überlasse ich ihrer Phantasie. Meine ist schon längst an ihre Grenzen gestossen.

  2. "Eine adäquate Ausstattung mit Tablets, Smartphones oder Rechnern für alle Schüler kann sich kein Land leisten. Kein Haushalt ist auf diese Größenordnung eingestellt", sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) der "Welt".

    Der Schwachsinn der tagtäglich von deutschen Politikern abgesondert wird, nimmt scheinbar kein Ende! Für deutsche Schüler, deren Eltern dieses Wirtschaftskonstrukt seit Jahrzehnten mit Steuern mästen, nebst Schwachköpfen von deutschen Politikern, die sich Deutschland ja so gigantisch verpflichtet fühlen, sind keine finanziellen Mittel vorhanden!

    Man sollte alle deutschen Politikern des Landes verweisen, die sich solch einen Nonsens auf die Fahne schreiben!

  3. Handy-Strahlung spielt keine Rolle mehr?

    "Die Experten" sprechen, die unsere Kinder vom Schreiben und Denken komplett entwöhnen und zu reinen Mülltonnen machen möchten.

  4. Vorreiter bei der Propaganda für die Digitalisierung an Schulen scheint mir die SZ:

    http://www.sueddeutsche.de/bildung/digitalisierung-an-schulen-erklaer-das-mal-dem-lehrer-1.3207479

    Wie das global angegangen wird, um die Agenda 2030 durchzusetzen (da ist mehr, nur als Anregung):

    http://www.unesco.org/new/en/education/themes/leading-the-international-agenda/rethinking-education/resources/

    Und mein persönlicher Guru ist Prof. Manfred Spitzer (Youtube). Der rollt das alles wunderschön auf.

  5. Und das gleiche leses ich passend im Ausland. Tja, wer solche Idioten wie im Moment und in der Zukunft züchtet, der braucht auch kein Buch mehr. Aber es geht natürlich um etwas anderes. Das Deutsche geht hier quasi im Schnellgang vor die Hunde. Was soll der Musel auch Deutsches lernen.Oha, ich ahne fürchterliches für die Welt. EIn Chaos aus Trotteln und religiösen Fanatikern.

  6. Ich habe da auch keine Lösung. Mein Vorschlag wäre (und würde auch den Kirchen einiges an Geld einsparen), die Personen Rabe, Spaenle, Meidinger und Bogedan als Klöppel für Kirchenglocken einzusetzen. Wenn deren Kopf dann irgendwann zersprungen ist, was angesichts der Härte des Holzes hoffentlich recht lange dauert, findet sich bestimmt rasch Ersatz.

  7. Der "richtige" Weg, damit die grassierende Massenverblödung möglichst früh in die Köpfe zementiert wird. Und logo, die Politik und "Experten" als willf#hriger Umsetzer stets zur Stelle bzw. vorderster Front.

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