Die Clinton Foundation erhält jährlich mehrere Millionen Dollar an Spenden. Doch mit Wohltätigkeit hat die Familienstiftung nicht viel am Hut.
Von Marco Maier
Eine jüngst veröffentlichte Steuererklärung der Clinton Foundation zeigt auf, dass diese wohl tatsächlich nur der Selbstbereicherung der Familie dient. Anstatt wie auf der Webseite der Stiftung angekündigt wohltätigen Zwecken zu dienen, hortet man das Geld und gibt es für alle möglichen Dinge aus - aber eben nur nicht für das, was sie offiziell verkündet. Bereits im Jahr 2007 gab ein Top-Vertreter der Clinton Foundation zu, dass die Stiftung keinen wohltätigen Zwecken dient. "This is not charity" ("Das ist keine Wohltätigkeit"), sagte Ira Magaziner der US-Publikation "The Atlantic". Und ja, von 2011 bis 2013 lagen die karitativen Ausgaben der Familienstiftung der Clintons bei jeweils unter 10 Prozent der Gesamtausgaben.
Entsprechend der Steuererklärung für 2014 sitzt die Clinton Foundation derzeit auf 354 Millionen Dollar an Anlagen, darunter 125 Millionen Dollar an Cash und 108 Millionen Dollar an Eigentum und Ausrüstung. Den Einnahmen von 177,8 Millionen Dollar standen 91,3 Millionen Dollar an Ausgaben gegenüber. Davor flossen knappe 5,2 Millionen Dollar (5,7 Prozent) für wohltätige Zwecke, ganze 34,8 Millionen Dollar (38,2 Prozent) wurden für das Personal ausgegeben und in "andere Ausgaben" flossen ganze 50,4 Millionen Dollar (55,2 Prozent). Unterm Strich blieben so noch 86,5 Millionen Dollar übrig.

Interessant ist: Während die Einnahmen 2014 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent anstiegen, verzeichneten die Ausgaben bei den karitativen Zwecken ein Minus von mehr als 40 Prozent. Kein Wunder also, dass 64 republikanische Abgeordnete dazu auffordern, die ganze Clinton Foundation durch die US-Behörden komplett durchleuchten zu lassen, weil dies ein "gesetzloses pay-to-play-Geschäft" sei, welches "unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit" agiere. Unter anderem die Steuerbehörde IRS, das FBI und die Bundeshandelskommission FTC sollen sich der Sache annehmen.
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Dass solche Stiftungen den Zweck haben Großkapitalisten die Möglichkeit zu geben unentdeckt die Demokratie mit Kapital zu unterhöhlen ist aber allgemein bekannt. Denn dafür werden sie auch erst gegründet.
In den USA gibt es zahlreiche solcher Lobby-Stiftungen. Ihre Existenz wurde fatalerweise vom obersten Gericht erst legitimiert. Insofern ist die Aufregung in diesem Fall eher kurios.
Trump wurde von den Amerikaner gewählt, weil sie mit diesem Kapital-Establishment unzufrieden waren. Es ist allerdings zu vermuten, dass auch Trump auf diesem Wege Wahlkampfspenden erhielt. Dies legt die Tatsache nahe, dass sein Spendeneintreiber ein ehemaliger GoldmanSachs-Manager war.
Ob Trump also ein Blender ist oder über genug Eigendynamik verfügt um eine neue Politik zu machen, wird man abwarten müssen.
Und sowas wie die Clinton hat Merkel sich gewünscht !? Diese Drecksäcke nennen sich auch noch Demokraten.
@Frost, muss Ihnen wieder recht geben.