Betriebsbedingte Kündigungen: Der Spiegel auf Sinkkurs?

Die anhaltend schwierige Lage auf dem deutschen Medienmarkt führt nun zu einer Kündigungswelle beim Spiegel-Verlag. Die deutschen Massenmedien bauen ab.

Von Marco Maier

Neben diversen Vorruheständen und internen Weitervermittlungen blieben beim Spiegel-Verlag noch 35 Mitarbeiter übrig, die nun bis Ende des nächsten Jahres ihren Job verlieren werden, wie das Branchenmedium Meedia berichtet. Zudem werden Vertrieb und Vermarktung ausgegliedert. Durch die sogenannte Schlankheitskur sollten 149 von 727 Stellen wegfallen. Davon entfielen rund 35 Vollzeitstellen auf die Redaktion, 14 auf die Dokumentation und 100 auf den Verlag. Immerhin mehr als 110 Mitarbeiter seien "freiwillig" ausgeschieden und haben die Abfindung von 1,3 Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr angenommen, heißt es bei Meedia.

Der Bereinigungsprozess in der deutschen Medienlandschaft trifft damit auch das größte deutsche Wochenmagazin. Dieses musste bereits seit dem Jahr 2010, als noch knapp über eine Million Exemplare im dritten Quartal verkauft wurden und es noch 465.000 Abonnenten gab einen Verkaufsrückgang von 22 Prozent auf nun knapp 800.000 Exemplare, sowie einen Rückgang von rund 20 Prozent bei den Abos auf 373.000 verkraften.

Damit reiht sich der Verlag in die lange Reihe jener Medienkonzerne ein, die schon in den letzten Monaten und Jahren Titel einstampfen mussten, Redaktionen zusammenlegten und Mitarbeiter entließen. Ein Blick auf die deutsche Medienlandschaft zeigt zudem, dass zwar immer wieder neue Titel auf den Markt kommen und teils auch erfolgreich sind, doch die meisten davon sind (Siehe auch "Landlust") nicht im Bereich Politik & Wirtschaft angesiedelt.

So zeigt die Auswertung der IVW, dass die Tageszeitungen im dritten Quartal eine im Durchschnitt um rund 7,6 Prozent geringere Auflagenzahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreichten. Die Wochenzeitungen mussten einen kleinen Verlust von rund 0,6 Prozent hinnehmen. Bei den Publikumszeitschriften gab es ein Minus von etwa 5,8 Prozent – obwohl neue Titel hinzukamen. Da sind weitere Sparmaßnahmen – insbesondere bei den Mitarbeitern – nur eine logische Folge.

Loading...

Bücher zum Thema:

Wenn ihnen dieser Artikel gefallen hat, können sie uns mit einer Spende (hier) unterstützen. Es besteht auch die Möglichkeit ein ePaper oder ein eBook im Shop (hier) käuflich zu erwerben.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

15 Kommentare

  1. Bravo-san eh nur dreckige Abschreiber und OHNE Charakter! Und in Zukunft übernimmt das Abschreiben ein Roboter. Es geschieht EUCH recht,ihr dämlichen gebildeten  verbildeten Verlagshuren!

     

    Ab zu  Hartz IV!! Oder noch besser,den Arsch putzen von EUREN lieben neuen Gästen………..gemma!

  2. Bravo-san eh nur dreckige Abschreiber und OHNE Charakter! Und in Zukunft übernimmt das Abschreiben ein Roboter. Es geschieht EUCH recht,ihr dämlichen gebildeten  verbildeten Verlagslügner!

     

    Ab zu  Hartz IV!! Oder noch besser,den Ar+sch putzen von EUREN lieben neuen Gästen………..gemma!

  3. Und so schaut Journalismus aus!!

    „Eagles of Death Metal“ – Teilnahme an Gedenken verweigert

    Die Rockband um den Sänger und Gitarristen Jesse Hughes stand am 13. November 2015 auf der Bühne, als Terroristen 90 Fans der Band ermordeten. Nun wurde ihnen wegen kritischer Äußerungen der Zutritt zur Gedenkveranstaltung verweigert.

     „Im Krankenhaus wurden mir Splitter von menschlichen Zähnen und Knochen aus dem Gesicht gezogen. Einen Schritt vor mir wurde einem Mädchen der Kopf weggeschossen“ – so erlebte Jesse Hughes, Frontmann von „Eagles of Death Metal“ den Terroranschlag am 13. November 2015, bei dem insgesamt 160 Menschen getötet wurden.

    Ein Jahr danach sind alle Spuren im Pariser Konzertsaal Bataclan beseitigt. Zur Wiederöffnung spielte der britische Musiker „Sting“ vor 1500 Gästen und Spitzenpolitikern. Nicht teilnehmen durften Mitglieder von „Eagles of Death Metal“, denen der Zutritt zur Gedenkveranstaltung verwehrt wurde.

    Kritische Äußerungen als Grund

    „Sie kamen, ich habe sie rausgehaut“, berichtet der Clubmanager. Der Grund: Frontmann Hughes behauptete in einem Interview, dass Sicherheitsbeamte in den Anschlag involviert waren. Später hatte er die Behauptung nach Protesten zurückgenommen. Außerdem kritisierte er die Politische Korrektheit und den Umgang mit dem Attentat: „Die Furcht, Muslime zu beleidigen, ist die größte Waffe der Terroristen. […] Ich lief durch Paris und war angewidert vom Ausbleiben des Zorns […] Sie schienen besorgter zu sein, dass Fremdenhass gefördert werden könnte, als die Terroristen zu verurteilen.“

    Gemischte Reaktionen

    Wegen des Interviews wurde die Band inzwischen auch bei den zwei französischen Festivals „Rock en Seine“ und „Cabaret Vert“ ausgeladen. Das renommierte Debattenmagazin „Cicero“ kommentierte die Ausladung: „Man hat zuweilen das Gefühl, die entschiedene Ablehnung dieser politischen Positionierung des Leadsängers sei wichtiger als die Notwendigkeit, Meinungs- und Redefreiheit gegenüber islamistischen Terroristen zu verteidigen. Die Ausladung kommt einer nachträglichen Aufwertung derer gleich, die sie damals zum Schweigen bringen wollten.“

    http://www.info-direkt.eu/eagles-of-death-metal-teilnahme-an-gedenken-verweigert/

    Thanx contra mag. Thanx info-direkt!

  4. Es ist bedauerlich, dass Menschen ihren Job verlieren, aber der Spiegel ist selber Schuld. Ich habe das Blatt sehr lange gelesen, es wurde schlechter, seichter und daher immer unwichtiger.

    Manche Mitarbeiter sind auch selbst Schuld, wenn sie sich auf Blattlinie haben trimmen lassen! Die Arroganz die manche mitbrachten, weil sie vom Spielgel waren, hat auch zum Niedergang beigetragen.

    Na ja, wie sagt man so schön: "Im Spiegel sieht man alles verkehrt herum!"

    Das arrogante Hamburger Meinungskartell von Zeit, Stern und Spiegel wird weiter an Bedeutung verlieren – gut so!

    1. Zurück mit den Fischeinwickelpapiermachern  in die ostdeutsche Vergangenheit,  ohne Rückreisetickett in die Zukunft auf dem Zeitstrahl!  Die Wurstblätter, die dort auf die Schmierfinger warten, hießen " Neues Deutschland"  oder "Freie Erde" (haha, der Name war besonders dreist!!!)  –  Über das Foto von meinem damals zweijährigen Sohn auf dem Nachttopf, Brille ohne Gläser auf der Nase und dieses Machwerk  ausgebreitet in den Händen, lachen wir heute noch.  

      Diese elenden Lügenbolde wandeln von einem Zeitalter ins nächste. Immer die gleichen Monster. 

    2. Müllabfuhr ist gut. Dieser "SPEIGEL hat nichst mehr mit dem Volk zu tun, denn das Volk ist je deren Problem, nur will das Volk den "Speigel" nicht mehr lesen. Nichts desto Trotz, werde ich das Blatt noch nicht mal online lesen, auch wenn es kostenlos ist . Ich hoffe nur, dass diese Lügenpresse sterben wird.  Dieser Kriegshetzer mit all ihren Verbündeten sind überfällig für einen wirklichen "Gerichtshof". 

  5. Habe null Mitleid mit den Entlassenen von diesem Schmierenblatt welches ich auch mal Jahrelang las.Es ist genau so runtergekommen und verwahrlost wie die anderen angepaßten Speichelleckerblätter im Deutschen Medienwald-außer Compakt von Elsässer.

  6. Selbst schuld, wenn man die Realität verweigert und sich nur nach Berlin richtet.

    Spiegel ist weiss Gott nicht der einzige Verlag der im Sturzflug zu Boden fliegt.Viele andere Verlage haben nämlich das gleiche Problem .

    Freie Presse findet man eh nur noch bei den alternativen Medien.

     

  7. Die Hurenpresse hat nichts anderes verdient! Und ich hoffe, die anderen Main Stream Medien folgen nach! Was für ein Abschaum für die Demokratie!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.