Allianz-Berater empfiehlt EU-Staaten höhere Steuern für Reiche

Als Reaktion auf den Sieg Donald Trumps müssten die EU-Staaten die Reichen stärker in die Verantwortung nehmen, so ein Berater des Finanzkonzerns Allianz. Auch Strukturreformen seine wichtig.

Von Redaktion/dts

Mohamed El-Erian, Berater des Finanzkonzerns Allianz, legt den europäischen Staaten nahe, die Steuern für reiche Bürger zu erhöhen, um dem Populismus den Wind aus den Segeln zu nehmen. "Ich fordere nicht, die Steuern für die Reichen zu senken – ganz im Gegenteil, wir sollten sie erhöhen", sagte El-Erian der "Welt am Sonntag". Nach dem Wahlsieg Donald Trumps in den USA warnt der langjährige Chef der Fondsgesellschaft Pimco die Europäer, populistische Tendenzen nicht ernst genug zu nehmen.

"Europa unterschätzt wahrscheinlich noch die Gewalt der populistischen Bewegung", sagte der Ökonom der Zeitung. "Sie sollten diese Entwicklung in Europa nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese Frustration ist nicht auf die USA beschränkt." In den USA sei die aufgestaute Wut der Wähler auf das Establishment unterschätzt worden, auch weil vor der Wahl niemand zugeben wollte, mit Trump zu sympathisieren.

El-Erian macht vor allem die Wachstumsschwäche, die seit Ausbruch der Finanzkrise viele Volkswirtschaften gefangen hält, verantwortlich für den erstarkenden Populismus. Das stabile aber geringe Wachstum verstärke die wirtschaftliche Ungleichheit und nehme den Menschen die Perspektive. "Wenn ein Teil der Gesellschaft überdurchschnittlich stark vom Wachstum profitiert, ein anderer Teil aber nicht, dann ist die Reaktion Wut", sagte der Investor. "Wir leben in einer Welt, wo das Establishment angegriffen wird und in die Defensive gerät."

Der Ökonom empfiehlt der Politik deshalb, sich wieder aktiver darum zu bemühen, das Wachstum anzukurbeln. Zu lange hätten Politiker diese Aufgabe den Notenbanken überlassen. Die Instrumente der Zentralbanken seien jedoch zunehmend wirkungslos und entwickelten immer stärker schädliche Nebenwirkungen. Es sei jetzt an der Politik, mit Strukturreformen und höheren Investitionen ihren Teil zur Stärkung der Konjunktur zu leisten. Auch höhere Steuern für Reiche sollten Teil dieser Bemühungen sein.

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15 Kommentare

  1. Die Umverteilung von oben nach unten widerspricht aber den Leitlinien der Altparteien, denn ihr Ziel ist es über Unternehmenssteuerreform, Absenkung des Spitzensteuersatzes sowie Agenda 2010 und Rentenabsenkung von unten nach oben umzuverteilen. Dafür bezahlen die Konzerne sie mit Nebenjobs und Parteispenden.

    Um neuen Parteien wie AfD das Wasser abzugraben müßten die Altparteien also die Interessen ihrer Geldgeber verraten – das wollen diese in ihrer Habgier aber nicht.

    Es ist also zu erwarten, dass die Sturheit der Altparteien zu ihrer Abwahl führen wird. Darauf freue ich mich schon!

  2. Dummes Zeug

    Wenn einer sein Vermögen ehrlich erworben und bereits versteuert hat, sollte er es auch behalten dürfen.

    Die betrügerischen Schlingel, auf die, wie man uns weismacht, dieses Gesetz abzielt, werden genausoviel Steuern zahlen wie vorher – nämlich gar keine.

    Hier geht es nur darum, den Mittelstand ein weiteres mal zu schröpfen.

    Das kann sogar ich, der "arm" ist, sehen.

  3. Und ich empfehle Deutschland den Deutschen ohne zu alimentierende Invasoren,ohne Haushalszahlungen für andere EU-Staaten, ohne Zwangszahlungen an die amertkanische Ost küste und Deutschland kann die Steuern auf allen Ebenen halbieren und jeder Deutsche hat das doppelte in der Tasche!

    1. So isset und man konnte jedem Deutschen  ein bedingungsloses Grundeinkommen garantieren.

      Jeder der Invasoren bzw. Neusiedler (Re-Settlement)  kostet den Steuerzahler min 1,3 Mio Euronen

       Eine Studie, welche die brit. Regierung in Auftrag gegeben hatte, kam zu dem Ergebnis, dass jeder Illegale/Migrant den brit. Steuerzahler 1 Mio brit. Pfund kostet.

      Da Deutschland noch mehr freie Sozialkohle ausspuckt, kann man gut noch 20 Prozent drauflegen  Das wären dan ca. 1,3 MIO EURONEN

      Guckst Du hier:

      Daily Mail: Each illegal Immigrant costs 1 Million says Study

      http://www.dailymail.co.uk/news/article-1177133/Each-illegal-immigrant-costs-1m-says-study-Government-faces-calls-amnesty.html

      1. Analysis: Immigrants Costs Taxpayers Up To £17 Billion a Year

        Für Murksel und Co. sind die Illegalen und Neusiedler, welche die Bevölkerung Deutschlands austauschen sollen ein Gewinn.

        In GB hat eine Studie offenbart, dass Immigration aus nicht-europäischen Ländern, aber auch aus den ehemaligen Ostblock- und den Balkan-Ländern  ein Riesen-Verlustgeschäft ist.

        Mass migration to the United Kingdom has been found to cost the Exchequer billions of pounds in a new analysis of academic studies just days before Britain’s referendum on the European Union

        http://www.breitbart.com/london/2016/06/20/analysis-immigrants-costs-exchequer-17-billion-year/

         

         

  4. Proplem ist nur das die USA die Steuern für Reiche unter Trump weiter senken wollen. Während wir hier erhöhen wird also das Kapital, das hier erwirtschaftet wurde weiterhin auswandern. Da gibt es also ein, zwei, kleine Probleme bei, Herr El-Erian. Das eine liegt in ungehinderten globalen Geldflüssen, das andere in Nationalem Steuerrecht.

    1. Ergo, entweder den Globalismus weiter vorantreiben und Nationale Steuerungsrechte und damit weitere Souveränität abgeben oder Kapitalflüsse massiv begrenzen. Also einen Schritt zurück im Globalismus. Für ersteres seh ich im Augenblick keine mehrheiten mehr in Europa und der Welt.

  5. Als Reaktion auf den Sieg Donald Trumps müssten die EU-Staaten die Reichen stärker in die Verantwortung nehmen, so ein Berater des Finanzkonzerns Allianz.

    ——-

    Ich lach' mir einen ab.

    Da will der Allian-Konzern, dessen Anteilseigner die Abwrackungs- und Heuschrecken-Firma, Blackrock des Larry Fink ist, die ähäm—'Reichen' stärker in die Verantwortung nehmen.

    Wen es natürlich treffen wird, ist mal wieder der Mittelstand, denn die wirklich Reichen, also die Zehnprozenter, haben ihre beweglichen Vermögen doch längst vor dem rollenden Finanzminister in Sicherheit gebracht und den Rest (Immobilien etc.) in steuersparende Stiftungen eingebracht.

    Hier wird mal wieder die 'Big Verarsche' des sog. 'kleinen Mannes' betrieben, weil all die Blutsauger und Profiteure des Schweinesystems jetzt auf einmal Muffensausen haben, weil die US-Amerikaner gezeigt haben, dass das Volk doch noch eine unberechenbare Macht sein kann. 

    Und dass es in Donald Trump, dem ähäm…'gefährlichen Populisten', dem zukünftigen Präsidenten einen Fürsprecher hat.

    Solange die satanischen Eliten so panisch reagieren, macht der Donald Trump alles richtig.
     

    1. @DvB Die contra magazin-Moderation hat sich seit der Wahl von D.Trump eindeutig verschlechtert,auch nicht judenverächtliche Kommentare erscheinen einfach nicht. Ich frage mich die ganze Zeit warum, stehen die auch unter Trump-Schock? Ihre Superfundstellen sind natürlich nicht Jedermanns Sache!!

  6. Wohin kommunistische Wirtschaftsideen führen, kann man an Italiens und Frankreichs Wirtschaftslage ablesen. Aber die Realität interessiert die Ideologen nicht, es geht um Machtpolitik meistens menschenverachtende.

    1. Naja und wohin Kapitalistische führen erleben wir im Augenblick am eigenen leib. Die Spitze wird dünner und höher, beansprucht immer mehr ressourcen für sich. In einem Nullsummenspiel kann es auch nicht anders sein. Die Frage ist da lediglich wieviel Pinuts man nach unten tröpfeln lässt mit hilfe der trickel down zuteilung. Ist also auch kein Zukunftsmodell. Vor allem wenn das Bildungsniveau weiter steigt und immer mehr Menschen das System analysieren können und werden.

      1. Es kommt darauf an was sie unter kapitalistischer Wirtschaft verstehen. Für mich ist Kapitalismus leistungslos Geld mit Geld verdienen (Spekulanten, Heuschrecken etc.). Den Turbokapitalisten dieser Art wird mit Schuldenpolitik, überbordenden Sozialleistungen, Verwerfungen auf den Finanzmärkten (Spekulation etc.) Schwächung der Realwirtschaft (Zerstörung der Wettbewerbsfähigkeit etc.) finanzieller Ausblutung der Länder unter meist betrügerischen Vorwänden (Umverteilung ins Ausland) von linksextremen Parteien in die Hände gespielt. Alles das ist im hohen Ausmaß  von den extrem linken Parteien in diesen Ländern jahrelang  politisch herbeiagitiert worden. Nicht zu vergessen mit Millionen Arbeitslosen. Die Schwächung der Realwirtschaft (von der wir alle leben) wird von diesen Parteien meist unter den Vorwand den Kapitalismus bekämpfen zu müssen betrieben.

  7. 87% direkte und indirekte Abgaben sind sicherlich nicht genug. Es sollten vermutlich über 100% sein und Eigentum sowieso generell verboten werden.

    Ich kündige noch heute meine Allianzprodukte.

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