Die „Kulturzeit“ auf 3Sat ist seit geraumer Zeit berühmt-berüchtigt für ihr nicht sehr unterschwelliges „Programm“, in dem hauptsächlich politisch korrektes, brav gegendertes Multikulti-Tralala kritiklos bejubelt wird. Alles, was der schrankenlosen Globalisierung dient, gilt dort als hohe Kunst; alles andere hingegen natürlich als ewiggestrig und hochgradig verachtens- sowie beschimpfenswert. So verwundert es also nicht, dass der russische Selbstverstümmler Pawlenski dort ein breites Forum eingeräumt bekommt.

Von Marcello Dallapiccola

Kennen Sie Pjotr Andrejewitsch Pawlenski? Vermutlich nicht dem Namen nach, aber von seiner „Kunst“ haben Sie vielleicht schon einmal etwas gehört. Pawlenski ist der Mann, der seine „Performances“ genannten Akte der Selbstverstümmelung meist splitternackt durchzieht; bekannt wurde er vor einigen Jahren, als er sich im Zuge der Verhaftung der drei „Pussy Riot“-Gören den Mund zunähte, um dagegen zu protestieren.
Weitere Aktionen des „Künstlers“: Auf der Mauer vor einer psychiatrischen Anstalt sitzend schnitt er sich ein Ohrläppchen ab; er ließ sich nackt in eine Rolle Stacheldraht einwickeln (woraus ihn die Polizei unter großer Vorsicht auf seine Gesundheit herausschneiden musste) und er nagelte auch, ebenfalls nackt, seinen eigenen Hoden auf dem Roten Platz fest (wo ihn wieder die Polizei befreien musste).

Zuletzt steckte das Kunst-Genie Pawlenski die Eingangstür zum Gebäude des russischen Geheimdienstes FSB in Brand; ausnahmsweise war er dabei einmal nicht nackt und auch die Polizei reagierte diesmal – verständlicherweise – etwas weniger rücksichtsvoll und nahm ihn vorübergehend fest. Nicht das erste Mal übrigens, Pawlenski wurde auch schon öfters in eine Anstalt eingewiesen – doch eine weltoffene und tolerante Gesellschaft wie die russische verkraftet auch einen verhaltensauffälligen Selbstdarsteller und entlässt ihn meist nach einer kurzen "Besinnungszeit" wieder in die freie Wildbahn. Das führt Pawlenskis als Protest-Kunst getarnten Narzissmus natürlich ad absurdum, denn ein totalitäres Regime hätte längst Mittel und Wege gefunden, einen Wirrkopf wie ihn mit Verweis auf seine eigene Sicherheit in einer Gummizelle ruhigzustellen; für diese Einsicht scheint aber weder Pawlenskis eigene, noch die intellektuelle Kapazität seiner westlichen Jubelperser auszureichen.

Wenn Sie sich jetzt auch fragen, was ein festgenagelter Hoden oder ein abgeschnittenes Ohrläppchen mit Kritik an der Regierung zu tun haben, geht es Ihnen wie dem Großteil der russischen Bevölkerung. Denn da seine „Kunst“ offenbar in Russland nicht so gut ankommt („nicht verstanden wird“, wie er selber meint), hat sich Pawlenski jetzt in Richtung Westen orientiert – wo er natürlich unter tosendem Applaus von den weit ausgestreckten Armen des von staatlichen Förderungen abhängigen Kunstbetriebs innig umschlungen wird. Genau wie bei seinem chinesischer „Kollege“ Ai Wei Wei – bei dem so manch ein Westler schon nach seinen ersten öffentlichen Auftritten hierzulande verstand, warum die Chinesen ihn jahrelang weggesperrt hatten – scheint allein die Aussage zu genügen, dass man „gegen das Regime“ sei, um vom westlichen Kunstbetrieb mit Professuren und Ausstellungsgelegenheiten überschüttet zu werden.

Natürlich, der „Dissident“ aus einem nicht vom westlichen KapiFaschismus beherrschten Land ist automatisch ein ganz edler Rebell, während die regierungskritischen Künstler im eigenen Land bestenfalls medial totgeschwiegen, schlimmstenfalls jedoch per öffentlicher Hexenjagd zur Strecke gebracht werden. Ob dieser „Kulturexport“ auch in die umgekehrte Richtung funktioniert, also ob Künstler, die hierzulande durch den politisch korrekten Rost fallen in China oder Russland ähnlich hofiert würden, darf indes bezweifelt werden.

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Ein einziges Armutszeugnis ist hingegen der kritiklose Kniefall westlicher Kulturfuzzis vor Wirrköpfen, nach denen im eigenen Land kein Hahn kräht; ein Kulturbetrieb, für den es wichtiger ist, sich der herrschenden politischen Agenda unterzuordnen anstatt sich bar jeder Ideologie rein auf die schönen Künste zu konzentrieren, entlarvt sich selbst als moralisch zutiefst verkommenes Propagandainstrument.

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23 thoughts on “3Sat „Kulturzeit“ hofiert Selbstverstümmler Pawlenski”

  1. Eigentlich schätze ich die Russen und erwarte mir eine etwas anders ausgerichtete Kulturperformance aus diesem Land. Aber die würde im Westen auf keinen fruchtbaren Boden fallen, es sei denn, man macht genug Kohle damit.Wahrscheinlich fällt sie sicher den Sanktionen der EU zum Opfer!!

     

    1. Das Russische Volk ist geduldig und hier bei uns wäre er schon längst in einen Irrenhaus verschwunden. Was dieser kranke Mensch macht ist keine Kulturperformance und hat mit Kultur absolut nichts zu tun. In Russland achtet man auch völlig verrückte und lässt sie machen solange sie nicht gefährlich werden. Das ist das russische Herz das wir nicht verstehen können.

  2.  

    3Sat „Kulturzeit“ hofiert Selbstverstverstümmler Pawlenski

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    Die sog. 'Kunst' und 'Kulturszene' wird doch schon seit Dekaden von der 'kulturmarxistischen, selbstzerstörerischen pseudo-Linken Szene' beherrscht.

    Gelehrige Schüler der satanisch-talmudischen 'Frankfurter Schule' , einer kruden Mischung aus Marx und dem Scharlatan Freud, der Herrn Horkheimer, Marcuse, Adorno (Wiesengrund), Fromm und Konsorten, gegr. um die 'westliche Wertegesellschaft' von innen heraus zu zerstören.

    Dreh und Angelpunkt ist die pseudowissenschaftliche Drecksarbeit 'Kritische Theorie', d.h. Umkehrung aller Werte.

    Auf die Kunst übertragen, heißt das:

    Nicht mehr das Schöne, Erhabene (eines Michelangelo oder eines Leonardo da Vinci) hat Kunst zu sein, sondern das Hässliche, Verdorbene, (Selbst) Zerstörerische!

    Ent-Ästhetisierung der Kunst
    Die moderne Kunst folgt nicht mehr den Regeln des Schönen, Wahren, Guten, des Ehrwürdigen oder der Harmonie der Ordnung, sondern ganz bewußt und provokativ der Veralberung und Verächtlichmachung, der Propaganda und Agitation: Das Häßliche, Sinnlose, Anstößige wird dominant.

    Das ist die Neue Kunst!

    Und all die Gehirn gewaschenen Idioten fallen auf einen solchen Schwachsinn rein.

     

    1. Dass die Kunst das Leben auslotet und nicht beim GutenSchönenWahren Halt macht, ist schon richtig.

      Man muß dem nicht folgen, aber es hat Berechtigung. Die Problemstellung beginnt, und sie wird heute radikal gehandhabt, wenn Kunst zu einem Mittel des Krieges wird.

      Es ist nicht die Kunst, es sind die Nutten des Soros und die prostituierten Staatskünstler, die das gutbezahlte Terrain des "Wir sind die Kritischen und wir sind die Toleranten" beackern und von Politik und MSM umgehend als Speerspitze des Krieges eingesetzt werden.

  3. Wenn ich mir meinen Finger in den Hintern stecke ist das auch Kunst ? Wie krank geht es denn noch. Kranke Menschen werden bejubelt anstatt man versucht sie zu heilen. Da fällt einen wirklich nichts mehr ein. Pussi Riot diese Ferkel wurden ebenfals vom Westen gefeiert so lange man sie in Russland geduldet hat und den Westen einen Spiegel vor der Nase gehalten hat. Man ist halt im Westen für jede Schweinerei zu haben aus rein demolkratischen Gründen. Warum schließt ihr hier nicht euere Irrenhäuser und lasst und lasst dieses Kunstpotential frei zum Wohle des Volkes.

    1. Wenn ich mir meinen Finger in den Hintern stecke ist das auch Kunst ?

      ———–

      Oh, ja, Walter. Dein..ähäm…'Kunst-Manager' (am besten linker Kulturmarxist a la Frankfurter Schule oder 'Auserwählter' der linken Sorte mit Draht zur Politik) muss nur das entsprechende ballyhoo inszenieren und schon kannste 200.000 Euronen für Dein 'Kunstwerk' verlangen.

        1. Der Einzige, der richtig gewiehert hat

          … war Boys selber, als sein Fettecke dem Putzmittel zum Opfer fiel. Er verstand sich selbst als Subversiver, der den Leuten ihr "Kunstverständnis" als Scheiße unter die Nase rieb.

          Ein anderes Mal hatte er eines seiner Kunstwerke auf einem SPD-Parteitag ausgestellt : Wanne mit Fettecke.

          Die damals noch gestandenen Sozialdemokraten füllten seine Wanne mit Wasser und schmissen ihre Bierpullen rein – zum Kühlen.

          Die ganze Republik kreischte auf – bloß Boys nicht.

          Wahrscheinlich hat er gedacht : "Gebrauchskunst".

          1. Stimmt, im verarschen war er nicht zu übertreffen, was haben wir damals gelacht über seine Aktionen. Aber da gab es nur Deppen  die nicht so brandgefährlich waren wie heute.

  4. Immer daran denken-in abgewrackten Deutschland ist alles moeglich.Was hier an "KUNST" angeboten wird deutet die richtung,wohin es geht und auch warum.

  5. Ah ja stimmt Beus und es ist wirklich lange her 🙂  Mit den ganzen Unfug der seitdem geschehen ist kommt man leicht durcheinander. In meinen Alter ist man halt auch nicht mehr so fix mit den denken. zu viel erlebt und die heutigen Zustände bringen einen zusätzlich durcheinander

  6. In einer zerfallenden Gesellschaft bleibt der Kunst – sofern man Diese noch als solche bezeichnen kann, nichts anderes übrig als diesen Zerfall wiederzuspiegeln!

    Dieser Dreck der heute von verwirrten Geistern noch als Kunst tituliert wird ist die reinste Zumutung für die Sinne.

    Wo sind die Zeiten als Kunst noch den Namen verdient hat, und man Diese sogar als die schönen Künste bezeichnet hat.

    Wo sind die Zeiten der Ästhetik, der Formen und Farben, Klänge und Rythmen die die Schönheit und Besonderheit des Mensch seins zum Ausdruck gebracht haben?

    Sie sind genau so wie Alles das schön und gut ist auf dem Altar des Wahnsinns geopfert worden, um Uns bewusst ins tiefe dunkle Tal zu reissen!

    1. Ok ich habe eine Bekannte und ich mag sie sie ist Künsterin und macht Performage. Was sie macht ist mir egal weil es eh Unsinn ist. Das Problem ist das man nicht dahinter kommt warum man ständig Sachen produziert die völlig wertlos sind. Die Stadt hat ihr einen etwa 200 qm grossen Raum zur Verfüng gestellet. Ergebniss null. Ansonsten war sie recht leidenschaftlich…. Ich habe mich damals gerne in der Kunstzene rumgetieben da gab es halt alles was es sonst nicht gab. Unser berühmter Maler der eigendlich nur Scheiß produzierte wusste genau was die Schwachköpfe brauchen und wurde geehrt. Wir nannten ihn Pinsel und haben uns bei einer Tüte kaputt gelacht. Und er hatte Recht  auf diese Weise kann man  Idioten steuern. Es ist lange her  als wir noch frei waren oder zumindest das Gefühl hatten Wir hatten damals nie gedacht das wir einer Verbrecherorganisation in die Hände fallen würden.

      1. Genauso ist es Walter!

        Jeder wird bedient. Für Jeden ist etwas dabei im Identitäten Warenkorb für Idioten.

        Zumindest glauben das die Meisten bzw. sollen es glauben! Das ist die oft zitierte Matrix!

        Dreck zu produzieren ist genau das was von den Social Engeneers der Gesellschaft gewünscht wird! Aber wehe man macht den Fehler und beginnt mit seiner Kunst die Wahrheit auszudrücken, so wie es vor vielleicht 10 – 20 Jahren noch eher möglich war. Heute ist das undenkbar!

        Wehe dem der glaubt mit seinen Arbeiten die eigentliche Aufgabe von Kunst warzunehmen.

        Nämlich der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, und die Missstände an den Pranger zu stellen sowie das creative Schaffen von Schönheit und Ästhetik zur Schau zu stellen. Den trifft entweder die verordnete Missachtung der sogenannten Kunstbeauftragten, oder die geballte Wut der dafür zuständigen „Kunstgremien“!

        Nicht selten habe ich selbst zu hören bekommen: Wenn Sie kritisches Theater machen möchten, dann gehen Sie in eine andere Stadt. Bei Uns gibt es diesbezüglich nichts (Förderung) zu holen (kein Witz)

        Nach dem Motto: Man beißt nicht die Hand die einen Füttert!

        Und das Alles nur, weil es in diesem Bereich genau so läuft wie in jedem anderen Bereich unserer ethisch verwahrlosten Gesellschaft.

  7. Die Zerstörung unser Kultur wird immer schamloser betrieben: Wer sich einmal die Pläne zur „Sanierung“ und die bereits fertiggestellten neuen Teile der Berliner Museumsinsel anschaut, der erkennt schnell, daß hier nichts „saniert“ wird, sondern daß die ganze Museumsinsel kubistisch und dadaistisch verballhornt wird. Den schlimmsten Anblick bietet die sogenannte „James-Simon-Galerie“, die zusätzlich zu ihrer Profanität und Unansehnlichkeit auch noch den Blick auf das Ägyptische Museum verstellt, dessen Vorder- und Rückfront allerdings selbst zur Häfte durch einen perversen „Rohbau“-Stil total verhunzt wurden, von seinem Inneren ganz zu schweigen. Warum steht solch ein Gebäudekomplex eigentlich nicht unter Denkmalschutz?

  8. Ha Ha *lach*, ein schöner Artikel zu einem eher traurigen Thema: die "Kulturzeit" auf 3Sat ist in der Tat ein ziemlich offensichtlicher Propaganda-Blödsinn.

    Wie es Pjotr Pawlenski aber wohl in den USA ergangen wäre, wenn er den Pentagon-Haupteingang hätte anzünden wollen? Bis hin zur Erschießung durch die Polizei wäre wohl alles drin gewesen, mindestens jedoch ein – vermutlich nicht nur kurzer – Aufenthalt in einem Terrorgefängnis.

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