Gavin MacFadyen © tcij.org

WikiLeaks musste einen schweren menschlichen Verlust hinnehmen. Der renommierte Journalist und Gründer des Londoner Zentrum für investigativen Journalismus ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Für den Journalisten und WikiLeaks-Chefredakteur Julian Assange galt er als Mentor und enger Freund.

Von Christian Saarländer

In der internationalen Netzgemeinschaft werden derweil viele Trauerbekundungen für WikiLeaks-Direktor Gavin MacFayden getwittert. Neben WikiLeaks und zahlreichen Aktivisten und Hackern, twitterte auch das CIJ in London, welches MacFayden einst gründete. International galt der Direktor von WikiLeaks als Pionier für den neuen investigativen Journalismus, der sich stark in Richtung Datenjournalismus entwickelt.

Für Julian Assange war er ein Mentor und enger Freund. Auch WikiLeaks bedauert den Tod des 76-jährigen Direktor der Transparenz-Plattform. Gleichzeitig veröffentlichten die WikiLeaks-Aktivisten immer mehr E-Mails des Wahlkampf-Strategen von Hillary Clinton, John Podesta, was laut Ankündigung bis zur Wahl des amerikanischen Präsidenten fortdauern soll. Assange soll nach wie vor nur eingeschränkt das Internet in der ecuadorianischen Botschaft nutzen können, nachdem US-Außenminister John Kerry sich diesen Gefallen von Ecuador abverlangte.

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Auch für Sarah Harrison galt MacFayden als Mentor. Die Britin wurde im Rahmen der NSA-Enthüllungen von Edward Snowden weltbekannt. Zuvor war sie auf dem CIJ mit den Enthüllungen um den Afghanistan befasst, wo sie zahlreiche Kriegstagebücher auswertete. Harrison erhielt vor einem Jahr den Wily-Brandt-Preis für ihr Engagement bei WikiLeaks.

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7 KOMMENTARE

  1.  

    Es ist immer ein großer Verlust, wenn ein Guter geht.

    Wenn aber ein Pionier des Guten geht, ist der Verlust unschätzbar.

    Dem seltenen Mann, sei die Ruhe gegönnt !

    Mögen sich an seinem Lebenswerk viele ein Beispiel nehmen !

     

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