Ungarn: 98% gegen Ansiedlung von Migranten!

Sieg und Niederlage liegen oft nahe beieinander. Das muss auch der ungarische Regierungsschef Viktor Orban am Tag nach dem großen Referendum zu den sogenannten Flüchtlingsquoten zur Kenntnis nehmen. Denn es hätten mindestens 50% der Wahlberechtigten zur Urne schreiten müssen, um der Abstimmung Gültigkeit zu verleihen. Die gut 43%, die den Weg zu den Urnen fanden, sprechen allerdings fast vollständig mit einer Stimme.

Von Marcello Dallapiccola

Und diese geeinte, ungarische Stimme sagt ganz klar „nein!“ auf der Frage, ob die EU das Recht haben soll, sogenannte „Flüchtlinge“ per Zwang („Verteilungsquote“) in Ungarn anzusiedeln. Nicht einmal 2% derer, die zur Abstimmung schritten, wollten der EU den gewünschten Freibrief zur fortschreitenden Islamisierung erteilen. Dieses Ergebnis muss für Viktor Orban wie ein sehr bitterer Sieg schmecken; einerseits bekam er die erhoffte überwältigende Mehrheit gegen die Zwangsansiedlung, andererseits ist die Abstimmung aufgrund der 50%-Hürde ungültig, hat also keinen praktischen politischen Wert.

Doch wieso gingen so wenige Ungarn zu dieser doch sehr wichtigen Abstimmung? Die Gründe dafür sind, wie auch die Menschen, höchst vielfältig. Nicht wenige Pessimisten glauben, dass es ohnehin nichts mehr bringt, weil Europa doch sowieso schon gefallen ist. Ein gefährlicher Fatalismus, der die Widerstandskraft der europäischen Nationen unterschätzt und so dem Bösen die Tür weit öffnet. Ein weitaus größerer Teil der Ungarn jedoch sollte sich an der eigenen Nase nehmen und einmal kräftig drehen. Denn die meisten schenkten sich den Weg zur Urne aus der sicheren Überzeugung heraus, dass ohnedies genug ihrer Landsleute wählen gehen und der EU ihre verdiente, deutliche Absage erteilen.

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Diese Bequemlichkeit hat nun einen großen Sieg gekostet, der es der Regierung Orban um vieles leichter gemacht hätte, ihren Standpunkt gegen Brüssel zu zementieren. Denn wie die Ungarn mehrheitlich abgestimmt hätten, daran lassen die Ergebnisse keinen Zweifel aufkommen. So zog auch der österreichische Außen- und Integrationsminister Kurz in Anne Wills Plauderstündchen den treffenden Vergleich, dass trotz geringer Wahlbeteiligung immer noch mehr Ungarn gegen die Zwangsansiedlung (vulgo Verteilungsquoten) gestimmt hätten, wie ehedem für den Beitritt in die EU. Das muss man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen, zeigt es doch recht deutlich, was für die Menschen wirklich von Bedeutung ist in ihrem täglichen Leben.

Dass Ungarn indes noch längst nicht verloren ist, zeigt sich aber vor allem an den vielen Äußerungen ungarischer Intellektueller, wie zum Beispiel dieses, besonders schmackhafte Schmankerl von Professor Kovács, das unseren Lesern hiermit ausdrücklich empfohlen sei.

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11 Kommentare

  1. Ein gewisser USER hier hat mich zurechtgewiesen, als ich das anzweifelte,wie GEIL die Ungarn sind………Ich glaube der USER hieß Edward.

     

    Na ja so schlecht lag ICH ja nicht! Allerdings befriedet das mich nicht—-diesmal hätte ich gerne gehabt,dass ich UNRECHT habe–WIRKLICH!!

     

    1. @Austriak

      Was stand denn in ungarischen Zeitungen am Samstag hinsichtlich einer neuen Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage zwischen Orban und Merkel nach dem Plebiszit? Dass nach dieser wohl vorsätzlichen Manpulationsmeldung?? viele Ungarn nicht mehr zur Wahl gingen war doch klar oder habe ich da ertwas falsch verstanden??

      1. @Anonymous

        Nein du hast alles richtig verstanden.Trotzdem hilft es wenig zu Hause zu bleiben,bei so einer wichtigen Abstimmung.

        Schau bei uns in Österreich bleiben bei Wahlen viele verdrossene auch zu Hause  ,und die LINKEN mobilisieren ALLES was sie haben,und schwups haben die GRünen wieder zugelegt….

  2. In den Qualitätsmedien hört man nur, dass das Referendum gescheitert ist, von den 98% Zustimmung der Wähler gegen eine Flüchtlingsquote war nichts zu hören.

    Auch das Weglassen von Informationen ist Lüge!

    LÜGENPRESSE!

  3. Zwei Umstände im Zusammenhang mit dieser Volksbefragung habe ich nicht erwartet.
    Erstens, das die Umvolkungswilligen SO eine glasklare, gigantische Klatsche bekommen und zweitens, so eine geringe Wahlbeteiligung. Das die umvolkungswilligen Politikkackbratzen und medialen Güllerührer dieses Ergebnis als einen Sieg darstellen versteht sich von selbst. Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.

    Nichtsdestotrotz merkwürdig das hier keine 50 % erreicht wurden…

  4. Diesen Leute, die nicht waehlen gehen, rutscht die EU den Buckel runter. Ich wuerde sagen eine klare Absage an die EU. Haben mit ihr schon abgeschlossen, wollen von ihr nichts mehr wissen. Leichtsinnig, aber die haben so ihren Stil zum Ausdruck gebracht.

    Auf der Seite der EU gibts ueberhaupt nichts zu feiern oder gar zu lachen, denn politische Mehrheiten entstehen auf EU Befuerworterseite aus Koalitionen zwischen 20 bis um die 30% und das nach dem Verschwinden lassen der Nichtwaehlerstimmen.

  5. Was jetzt 98 % gegen Zuwanderer und die Abstimmung ergab genau das Gegenteil. Kann mir das mal einer erklären ? Ich hab ja nur  damals die Volksschule besucht bei den damaligen Nazilehren, den übrig gebliebenen aus den Deutschen Reich. So schlau bin ich nun auch nicht.  🙂

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