Der Nachfolger von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird wohl der Portugiese António Guterres sein. Die anderen Kandidaten, vor allem jene, die als parteiische US-Vasallen gelten, haben keine Chance. In einer Probeabstimmung erhielt der vormalige UN-Flüchtlingsmommissar eine starke Mehrheit.

Von Redaktion/dts

Der UN-Sicherheitsrat hat den früheren portugiesischen Ministerpräsidenten António Guterres offiziell für den Posten des UN-Generalsekretärs empfohlen. Bei der Abstimmung des Gremiums in New York am Donnerstag wurde Guterres einstimmig gewählt. Bereits in einer Probeabstimmung am Mittwoch hatte sich der Sicherheitsrat mehrheitlich für de Portugiesen ausgesprochen, diese Entscheidung wurde nun mit einer entsprechenden Resolution bestätigt.

Die Vollversammlung aller UN-Mitgliedstaaten muss das Votum noch bestätigen, das gilt jedoch als Formalie. Guterres, der von 2005 bis 2015 Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen war, übernimmt den Posten von Ban Ki-moon, der das Amt des UN-Chefs Ende 2016 turnusgemäß abgibt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats. "Ich wünsche mir, dass António Guterres auch in der Generalversammlung viel Unterstützung und ein kraftvolles Mandat für seine Arbeit an der Spitze der Vereinten Nationen erhalten wird", erklärte Steinmeier am Donnerstag.

"Ich kenne und schätze António Guterres als einen herausragenden und sehr engagierten UN-Flüchtlingskommissar. Wir haben in den letzten Jahren sehr eng und immer vertrauensvoll zusammengearbeitet. Ich bin gewiss, dass er mit all seiner Erfahrung und seiner ganzen Persönlichkeit der großen Verantwortung gerecht werden kann, den Vereinten Nationen Gesicht zu geben und Stimme zu verleihen", so der deutsche Außenminister weiter.

Guterres müsse die Vereinten Nationen reformieren

Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), fordert vom designierten UN-Generalsekretär Antonio Guterres Reformen bei den Vereinten Nationen. "Ich erwarte von ihm, dass er die UN-Instrumente zur Leistung humanitärer Hilfe und von Flüchtlingshilfe weiter verbessert und die Disziplin unter den UN-Mitgliedern erhöht, zugesagte Hilfe auch zu leisten", sagte Hardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Wichtigste für die Vereinten Nationen sei, zu Geschlossenheit zurück zu finden, erklärte der CDU-Politiker.

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Die breite Unterstützung von Guterres im Sicherheitsrat sei hierfür ein ermutigendes Zeichen. "Auch Deutschland sollte ihn unterstützen", sagte Hardt. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Roth (SPD), nannte Guterres in den Funke- Zeitungen einen "hervorragenden Kandidaten". Guterres` Nominierung durch den Sicherheitsrat werde begrüßt, und man erwarte nun mit Spannung, wie die Generalversammlung entscheiden werde. "Wir gehen davon aus, dass er auch dort alle Unterstützung erhalten wird", so der Staatsminister.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich verstehe nicht, wie sich einer darum reißen kann …

    Vorsteher einer US-amerikanischen NGO zu sein.

    Dazu ist die UNO geworden, seit sie durch Nichtzahlung der Beiträge von der US-Regierung unterworfen wurde.

    Heute ist sie nur noch eine Jobmaschine für die Nichtsnutzigen unter den Drittweltdespotensöhnen, die auf amerikanisches Kommando hört..

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