Syrien: Obama und Kerry gegen Carter und die CIA

Während Verteidigungsminister Carter und CIA-Chef Brennan in Syrien auf eine Eskalationstaktik setzen, will Präsident Obama das angerichtete Chaos seinem Amtsnachfolger überlassen.

Von Marco Maier

Wie die Washington Post berichtet, brachte das jüngste Treffen von Präsident Barack Obama mit seinem nationalen Sicherheitsteam keine wesentlichen Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise in Sachen Syrien und speziell in Sachen Aleppo. Denn während sich der US-Präsident derzeit lieber auf Mossul konzentrieren will, würden vor allem Verteidigungsminister Ashton B. Carter und CIA-Chef John Brennan in Sachen Aleppo auf die Bewaffnung von Milizen setzen.

Allerdings stellt sich inzwischen selbst Außenminister John Kerry auf die Seite der Skeptiker, was die ganzen angeblichen "moderaten" Milizen betrifft. Er und Obama wollen das in Syrien angerichtete Chaos lieber dem Amtsnachfolger (bzw. der Amtsnachfolgerin) überlassen. Offenbar will Obama selbst nicht als der Präsident in die Geschichte eingehen, der den Krieg mit Russland angefangen hat.

Doch in der US-Zeitung wird ein ranghoher Regierungsvertreter genannt, der verlangte, dass man einen "gnadenlosen Blick" darauf richten müsse, ob denn die von der CIA unterstützten Milizen tatsächlich noch als "moderat" betrachtet werden können oder ob denn das CIA-Programm mehr erreichen kann, als dem Schlachten in Syrien noch mehr Blutbäder hinzuzufügen. Die von der CIA unterstützten Einheiten würden "auf dem Schlachtfeld nichts besser machen, sie kämpfen gegen einen überlegenen Gegner und werden mehr und mehr von Extremisten dominiert". Deshalb stelle sich die Frage, was aus dem Programm geworden sei und was die Geschichte darüber sagen werde.

Allerdings ist bekannt, dass Hillary Clinton, welche wohl Barack Obama im Präsidentenamt beerben dürfte, eine deutlich aggressivere Linie in Sachen Syrien fahren wird. Immerhin war es auch sie als Außenministerin, die massiv zur Eskalation in dem Land beigetragen hat. Gewinnt sie, können die Falken in CIA und Pentagon ihre Pläne durchziehen, den syrischen Präsidenten, Bashar al-Assad, wegputschen und das Land endgültig dem blutigen Chaos anheim fallen zu lassen, indem mordende Islamistenbanden das Land unter sich aufteilen.

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7 Kommentare

  1. Tja, das müssen sich die Amerikaner gut überlegen. Die Wahl in 2 Wochen ist ein seltenes Ereignis, so direkt und offensichtlich durfte noch kaum ein Volk über Krieg oder Frieden im eigenen Land entscheiden.

  2. Die Verbrecher, die die US-Regierung an der Nase herumführen, haben endlich ihren Namen am Pranger (in der Presse):

    Verteidigungsminister Carter und CIA-Chef Brennan

    und auch Hillary Clinton, sowie die Verbrecher seit über 15 Jahren, die sich herausnehmen, Menschen mit Drohnen wegzuupusten, zu lügen, betrügen, hintergehen, foltern und morden!

    Dabei eine ganze Region zu zerstören? Der Rachefeldzug seit 9/11 (11.9.2001) wird den USA teuerst zu stehen kommen, und einige tausend Todesstrafen in den USA nach sich ziehen. Der Versuch, die gesamte Welt zu unterwerfen (One Word Order), wurde von der zivilisierten Welt vereitelt. Von der sich die USA seit damals mit Greueltaten verabschiedeten.

    Die vielen Todesopfer werden den Tätern für tausende Jahre angelastet werden. Geschichte läßt sich nicht leugnen. Besonders, wenn die ganze Welt für die Nachkommen alles aufzeichnet. Fahrt zur Hölle, Ihr Verbrecher!

  3. Gewinnt sie, können die Falken in CIA und Pentagon ihre Pläne durchziehen, den syrischen Präsidenten, Bashar al-Assad, wegputschen und das Land endgültig dem blutigen Chaos anheim fallen zu lassen, indem mordende Islamistenbanden das Land unter sich aufteilen.

    Groß zum aufteilen werden die Banden nicht kommen…. Clinton wird dann gleich eine Kriegserklärung an Russland, China, Iran und Nordkorea richten…. was eigentlich schon durch die Rede von Mark Milley, Leiter der US-amerikanischen Armeestabs, am 18. Okt. geschehen ist.

     

  4. Ob unsere "Gutmenschen" und etablierte Politiker eine solche Nachricht moralisch/ideologisch und intellektuell ausreichend durchdringen können? Äähh, ich vergass die Zückerli, wenn man da nicht hinschaut…, eine gefestigte Demokratie eben.

  5. Keiner rafft was, denke ich die meiste Zeit, wenn ich im Internet lese.

    Marco Maier ist einer der wenigen, wo ich das nicht denke. Der Krieg, der vor unseren Augen tobt, ohne dass ihn jemand sieht – sehen will – ist ein Krieg der US-Regierung gegen die US-Regierung. Jepp, diese Regierung gibt es zwei mal!

    Einen Punkt sollte Herr Maier noch revidieren. Nicht „Obama und Kerry“ muss es heißen, denn zwischen beiden gibt es kein „und“. Kerry steht über Obama. Der US-Verteidigungsminister hat mehr zu melden als der Präsident! Denn Kerry gehört der inneren, übergelagerten Regierung an, während Obama nur ein Platzhalter ist (Geschäftsführer der Regierung, der US-Shareholder {Senatoren}). Einfach mal darauf achten, und alles trübe verschwommene ist plötzlich klar und deutlich zu sehen.

  6. Obama die Marionette und Kerry der Strippenzieher !

    Und Merkel die Frau die von Transatlantikern schon längst abgeschrieben ist. Da sie deren Plan nicht zu 100% umsetzen konnte. Denn der Plan war – Europa jährlich mit Migranten zufluten und die Eindringlinge auf ganz Europa JÄHRLICH zu verteilen. Nur haben da leider nicht alle EU Länder mitgemacht und sich gewehrt und nun muss Deutschland sehen, wie wir mit den zig Millionen Migranten (jährlich) zurecht kommen (plus Millionenfacher Familiennachzug).

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